Institut für Buchwissenschaft Erlangen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg
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Inhalt

ALLES BUCH. STUDIEN DER ERLANGER BUCHWISSENSCHAFT

Herausgegeben von Ursula Rautenberg und Axel Kuhn

(Band I bis XLV herausgegeben von Ursula Rautenberg und Volker Titel)

ISSN 1611-4620 | © Universität Erlangen-Nürnberg/Buchwissenschaft

In der Reihe werden herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden der Erlanger Buchwissenschaft sowie wissenschaftliche Beiträge und Studien zur Buchforschung veröffentlicht.

Die Bände werden Open Access veröffentlicht und sind über das Online-Publikationssystem OPUS der FAU Erlangen-Nürnberg zugänglich.

Kommunikative Funktionen des Buchs I: 
Moral, Tabus und Skandale in der Buchkommunikation

Band LXI

Schmidtchen, Britta/Blum, Barbara/Groß, Anja/Piske, Katharina/Schrepfer, Jennifer

Kommunikative Funktionen des Buchs I: Moral, Tabus und Skandale in der Buchkommunikation

2017, 172 S., ISBN 978-3-940338-46-4
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Abstract auf Deutsch

Der vorliegende Band thematisiert das Desiderat funktionaler Betrachtungen der Buchkommunikation am Beispiel des Buchs als Skandal- und Debattenmedium. In fünf Fallbeispielen werden konkrete Skandale um Bücher sowie deren Auswirkungen in gesellschaftlichen Diskursen nachgezeichnet und analysiert.

Abstract in English

This volume issues the desideratum of functional reflections of book communication using the example of books as medium of social scandals and debates. Five case studies illustrate and analyze concrete scandals regarding books or book communication and their effects on social and cultural discourses.

Medienprodukt Manga
Distribution im Sortimentsbuchhandel

Band LX

Wimmer, Carolin

Medienprodukt Manga Distribution im Sortimentsbuchhandel

2017, 107 S., ISBN 978-3-940338-47-1
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Abstract auf Deutsch

Die vorliegende Forschungsarbeit analysiert das Medienprodukt Manga und dessen Vertrieb im deutschen Sortimentsbuchhandel. Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Analyse der Sortiments- und Kommunikationspolitik im physischen Verkaufsraum. Die benötigten Informationen wurden im Rahmen einer empirischen Erhebung ermittelt, die sich aus Feldbeobachtungen und qualitativen Interviews zusammensetzt. Anhand der Ergebnisse wird der Versuch unternommen, Problemfelder und mögliche Handlungsspielräume aufzuzeigen und eine Grundlage für weiterführende Forschung zu schaffen.

Abstract in English

This master thesis focuses on the media product of manga and its distribution in the German retail book trade. Thematic emphasis of this research work is given to product presentation and range layout of manga in the context of the stationary retail. The information to describe the current situation was collected by means of an original empirical survey. The goal of this project was to showcase scope of action, highlight problematic areas, as well as provide groundwork for further research in this field.

Theoretische Fundierung der wissenschaftlichen Verlagsgeschichtsschreibung

Band LIX

Dlugosch, Elisabeth

Theoretische Fundierung der wissenschaftlichen Verlagsgeschichtsschreibung

2017, 86 S., ISBN 978-3-940338-45-7
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Abstract auf Deutsch

Die wissenschaftliche Verlagsgeschichtsschreibung, die die Entstehung und Entwicklung belletristischer und wissenschaftlicher Verlage untersucht, ist in letzter Zeit vermehrt in die buchwissenschaftliche Kritik geraten: Ihre historisch und quellenbedingt meist stark kulturelle Perspektive erfasst Verlage nicht in ihrer Mehrdimensionalität als Kultur- und Wirtschaftsunternehmen. Aus diesem Grund fordert die Buchwissenschaft eine Neuorientierung (in) der wissenschaftlichen Verlagsgeschichtsschreibung. Die vorliegende Arbeit stellt die These auf, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Verlagsgeschichte einer theoretischen Fundierung bedarf, um der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes gerecht zu werden. Im Fokus der Arbeit steht die Frage, welche theoretischen Konzepte bereits für die Verlagshistoriographie genutzt werden und welchen Mehrwert die jeweilige Theorieanwendung generiert. Dies wird für die Konzepte Systemtheorie, Unternehmensgeschichte und Feldtheorie erörtert. Abschließend wird die Frage beantwortet, inwieweit die Forderungen der Buchwissenschaft nach einer Neuorientierung (in) der wissenschaftlichen Verlagsgeschichtsschreibung bereits erfüllt werden konnten.

Abstract in English

The historiography of publishing focuses on the development of Publishing companies. Until today many research studies on this subject have been adopting a one-sided cultural perspective. This very traditional approach does not take into account the various dimensions of publishing companies as both cultural and economic enterprises. This paper is meant to demonstrate how this Problem can be solved by the use of concepts like Systems Theory, Corporate History or Field Theory as a theoretical basis for such research projects. Above all it examines the additional value that each concept can offer.

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›China Bilder‹
Eine quantitative und qualitative Studie zu deutschsprachigen Publikationen mit China-Bezug und Übersetzungen chinesischsprachiger Originalwerke auf dem deutschen Buchmarkt 2006–2014

Band LVIII

Rautenberg, Ursula/Engl, Elisabeth/Qiu, Ruijing

›China Bilder‹ Eine quantitative und qualitative Studie zu deutschsprachigen Publikationen mit China-Bezug und Übersetzungen chinesischsprachiger Originalwerke auf dem deutschen Buchmarkt 2006–2014

2015, 80 S., ISBN 978-3-940338-42-6
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Abstract auf Deutsch

Die Studie untersucht China-Bilder, wie sie in deutschsprachigen Originalausgaben (u.a. Romane, Sachbücher etc.), die zwischen 2006 und 2014 publiziert wurden, einem breiten Publikum vermittelt werden. Weiter werden Übersetzungen chinesischsprachiger Originalwerke untersucht. Die Ergebnisse basieren auf einer quantitativen Erhebung. Außerdem werden politische, wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen analysiert, die Einfluss auf die kulturvermittelnde Funktion des Buchhandels ausüben.

Abstract in English

The study aims at analysing images of China, as they are reflected in publications for the broad public on the German book market. It examines new German titles published between 2006 and 2014, which bear reference to China. On the basis of German translations of Chinese works and German originals about China, a thematic overview of the titles existing on the German book market is compiled. The concluding part examines the political, economic and cultural framework conditions, which affect the publications.

Interaktive digitale Leseangebote im Kinderzimmer

Band LVII

Upheber, Franziska

Interaktive digitale Leseangebote im Kinderzimmer

2015, 130 S., ISBN 978-3-940338-40-2
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Abstract auf Deutsch

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Erweiterungen und Beschränkungen durch interaktive digitale Bücher und Apps für Lesekonzepte von Kindern im Alter bis zwölf Jahren. Dabei wird zunächst allgemein der Frage nachgegangen, wie interaktive digitale Bücher definiert werden können und welche technischen Voraussetzungen herrschen. Danach wird der aktuelle Stand interaktiver E-Books und Apps beschrieben, indem die Websites von 44 Verlagen untersucht und die digitalen Lesemedien analysiert werden. Die Ergebnisse hieraus bilden einen Leitfaden für die Gestaltung und den Nutzungszugang für Verlage. Im Anschluss werden diese Kriterien der Gestaltung mit den Lesestrukturen von Kindern abgeglichen und Erweiterungen und Beschränkungen für das Lesen herausgearbeitet.

Abstract in English

This paper is discussing possible enhancements and limitations for reading concepts of children up to twelve years in digital books and reading applications. First of all it is asked how interactive digital books can be defined at all and which technical preconditions are currently existent. Then the paper describes the actual diffusion of interactive E-Books and reading applications on the German book market by analyzing the websites of 44 publishing houses and their supply of digital reading media. The results are then used for outlining guidelines for text- and user-interface-design of such media. Finally these found outlines are compared to reading strategies of children and evaluated as enhancements and limitations of reading.

Digitale Kinderbücher. Mediale Einordnung in das kindliche Medienspektrum: Förderpotentiale und Herausforderungen

Band LVI

Endres, Susanna

Digitale Kinderbücher. Mediale Einordnung in das kindliche Medienspektrum: Förderpotentiale und Herausforderungen

2015, 144 S., ISBN 978-3-940338-41-9
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Abstract auf Deutsch

Digitale Kinderbücher stellen ein „neues“ – eigenständiges – Medium dar. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie sie in das kindliche Medienspektrum einzugruppieren sind. Hierzu werden Parallelen zu Kindermedien wie etwa dem Kinderbuch, dem Hörspiel und dem Computerspiel gezogen. Als eigenständiges Medium können sie in der Tradition von Spielgeschichten gesehen werden. Wie diese folgen sie im Wesentlichen einem narrativen Verlauf, greifen digitale Möglichkeiten auf und integrieren diese in Form von spielerischen Elementen.

Klassifiziert man digitale Kinderbücher dementsprechend in das kindliche Medienspektrum ein, lassen sich verschiedene Anknüpfungspunkte finden, die aufzeigen, welche Potentiale dieses „neue“ Medium für den kindlichen Mediengebrauch und weiter für seine Entwicklung haben kann. Ausgehend von den drei oben genannten Medienformen können vor allem die Bereiche „Lesesozialisation und Lesemotivation“, „Medienkompetenzförderung“, „kindliches Spiel“ und die „Entwicklung von Moral- und Wertvorstellungen“ als bedeutsam für das neue Medium ausgemacht werden.

Anhand von drei exemplarischen Werkanalysen werden in dieser Arbeit detailliert konkrete Fördermöglichkeiten aber auch Herausforderungen aufgezeigt, die mit der Nutzung von digitalen Kinderbüchern einhergehen können. Grundlage für die Analysen ist die Methode der neoformalistischen Computerspielanalyse nach Fromme und Könitz (2014), die auf die spezifische Medialität der Enhanced E-Books übertragen wurde. Die Werkanalysen verdeutlichen, wie unterschiedlich die Ausgestaltung des Mediums sein kann. Besonders die Schwerpunktlegung im Hinblick auf Inhalt und Form zeigt dabei Konsequenzen für die unterschiedlichen Förderpotentiale.

Diese Arbeit zeigt in einer weit gefassten Perspektive eine Vielzahl von Bereichen auf, die für das Medium Enhanced E-Book relevant sind. Auf Grundlage dieser breiten Darstellung des Untersuchungsfeldes werden in einer abschließenden Betrachtung Qualitätskriterien formuliert, die die entwicklungsförderlichen Aspekte der digitalen Kinderbücher hervorheben und Empfehlungen für den Umgang mit den medienspezifischen Herausforderungen beinhalten.

Abstract in English

Digital children’s books can be described as a kind of “new” and - independent - media. Quintessence of this thesis is the classification of electronic children’s books in the spectrum of media usage of toddlers and adolescents. Analogies to other media like printed children’s books, audio dramas or computer games are given. As an independent media they can be interpreted in the tradition of game storys. Like them they are mostly constituted through a narrative process, but integrate digital prospects in any kind of playful elements.

When classified in the media usage of toddlers and adolescents, many connecting factors of electronic children’s books can be found, which show the potential of this new media for the media usage of children and their evolution. Based on the three above-named media formats the sectors “reading socalisation and motivation”, “media literacy”, “childlike gaming” and the “evolution of moral and value concepts” can be constituted as significant.

By an analysis of three showcases in this thesis will fostering possibilities and thinkable challenges of the usage of digital children’s books be shown in detail. The monograph is based on the ‘neoformalistic’ computer game analysis by Fromme and Könitz (2014), which is transfered to the specific mediumship of enhanced e-books. These showcases illustrate, how entirely different the design of this media can be. Especially the focus on content and design shows the implication for the different forstering possibilties.

This thesis presents in an wide prospect a plurality of sectors, which are relevant for enhanced e-books as a media. Based on this comprehensive description of this exemperimental field new quality criteria will be expressed in a retrospective consideration. They point out the development advancement issues of electronic children’s books and give recommondations for the mediaspecific usage.

Funktion und Organisation germanistischer Fachzeitschriften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Analyse am Beispiel der Germania. Vierteljahrsschrift für deutsche Alterthumskunde (1856–1868) und der Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (1874–1891)

Band LV

Zawrel, Sandra

Funktion und Organisation germanistischer Fachzeitschriften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Analyse am Beispiel der Germania. Vierteljahrsschrift für deutsche Alterthumskunde (1856–1868) und der Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (1874–1891)

2015, 122 S., ISBN 978-3-940338-39-6
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Abstract auf Deutsch

Die Entstehung von Fachzeitschriften und die Ausdifferenzierung des wissenschaftlichen Verlagsbuchhandels waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eng miteinander verbunden. Diese Interdependenz ist jedoch bislang nur in geringem Maße untersucht worden, da Fachzeitschriften fast ausschließlich als Spiegel der Wissenschaftsgeschichte wahrgenommen werden. An dieses Desiderat knüpft die vorliegende Arbeit an. Sie untersucht die Entwicklung von zwei germanistischen Fachzeitschriften im Kontext der Wechselbeziehung zwischen Wissenschaft und Buchhandel sowie im Kontext endo- und exogener Rahmenbedingungen. Dabei werden sowohl funktionelle, als auch organisatorische Aspekte berücksichtigt. Folgende Fragen leiten die Analyse: Welche Funktionen besaßen die Fachzeitschriften für die Wissenschaftskommunikation und welche programmstrategische Bedeutung hatten die Zeitschriften für die Verlage? Welche Leistungen erbrachten Herausgeber und Verleger für die erfolgreiche Publikation? Die Untersuchung ist quellenbasiert. Zum einen wurden ausgewählte Zeitschriftenbände herangezogen, zum anderen ein Quellenkorpus zusammengestellt, der aus Briefwechseln zwischen den jeweiligen Herausgebern und Verlegern besteht. Es zeigte sich, dass in beiden Zeitschriften die Vermittlung und Diskussion von Wissen als Funktionen für die Wissenschaftskommunikation dominierten. Zudem war die erfolgreiche Publikation von der Leistungsbereitschaft und ökonomischen Stabilität der Verlage abhängig. Die Integration der Zeitschrift in ein übergeordnetes Programmziel bildete die Grundlage für eine dauerhafte Existenz. Die Verlage erschlossen sich durch die Fachzeitschriften Verbindungen zur Wissenschaftlergemeinde, die sie wiederum ökonomisch nutzen.

Abstract in English

The emergence of journals and the differentiation of academic publishing houses were closely interconnected in the second half of the 19th century. So far, however, this interdependence has hardly been researched, for journals are almost exclusively perceived as the mirrors of intellectual history. The present study ties in with this desideratum. It examines the development of two German Studies journals in the context of interdependence between academia and academic publishing houses as well as in the context of endogenous and exogenous determining factors. This involves the consideration of functional and organizational aspects. The following questions guide the analysis: What functions did the journals have for academic communication and what was their significance for the publishing houses in terms of program strategies? Which contributions did the editors and publishers make for successful publication? The study is based on sources. On the one hand, it draws on selected journal volumes; on the other hand, it uses a compiled corpus of sources consisting of correspondence between the respective editors and publishers. It becomes clear that in both journals, conveying and discussing knowledge were the dominant functions for academic communication. Furthermore, successful publication depended on the motivation and economic stability of the publishing houses. Integrating the journal into an overall programme objective formed the basis for a permanent existence. Through the journals, publishing houses forged links to the academic community which in turn proved to be economically useful to them.

Deutsche Wissenschaftsverlage und ihre Zeitschriftenproduktion 1933 bis 1945. Problemfelder und internationaler Handel

Band LIV

Langenwalder, Franca

Deutsche Wissenschaftsverlage und ihre Zeitschriftenproduktion 1933 bis 1945. Problemfelder und internationaler Handel

2015, 108 S., ISBN 978-3-940338-37-2
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Abstract auf Deutsch

Wissenschaftsverlage sind die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und wissenschaftlicher bzw. nicht-wissenschaftlicher Öffentlichkeit. Dementsprechend stehen Verlage und die Wissenschaft in einem engen gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis. Dessen Untersuchung weist jedoch einige Desiderate auf. Abgesehen von der Erforschung des Autoren-Verleger-Verhältnisses oder der disziplinspezifischen Entwicklung der Wissenschaftskommunikation fehlte bisher eine eingehendere Betrachtung der Auswirkungen wissenschaftlicher Entwicklungen auf die Arbeit von Wissenschaftsverlagen. Dies wird mit der folgenden Studie nachgeholt. So besteht der Schwerpunkt der Untersuchung darin, anhand eines zugrunde liegenden systemtheoretischen Modells, zu betrachten, inwieweit sich der Stellungs- und Reputationsverlust des deutschen Wissenschaftssystems zwischen 1933 und 1945 auf die weltweiten Geschäfte deutscher Wissenschaftsverlage auswirkte. Anhand einzelner deutscher Wissenschaftsverlage und ihrer Zeitschriftenproduktion wurde aufgezeigt, dass die Entwicklungen in der nationalen und internationalen scientific community durchaus nachhaltige Folgen für die deutsche wissenschaftliche Verlagslandschaft und ihre einstige Vorreiterrolle im internationalen Publikationswesen aufwiesen. Darüber hinaus konnte dargestellt werden, welche strategischen Möglichkeiten den Verlagen verblieben, um auf diese Veränderungen im nationalen und internationalen Wissenschaftsgefüge zu reagieren. Gerade die Reaktionen der Wissenschaftsverlage in Extremsituationen eröffnete dabei eine neue Sichtweise auf die Thematik des Abhängigkeitsverhältnisses von Wissenschaft und Wissenschaftsverlag, welches weitere Untersuchungen verdient.

Abstract in English

Scientific publishers are the interface between science and the scientific or non-scientific public. Accordingly, publishers and science are closely interdependent. However, the relevant research shows several desiderata. Apart from exploring the author-publisher-relationship or the discipline-specific development of science communication, the research has been missing a more detailed analysis of the impact of scientific developments on the work of scientific publishers. The following thesis will catch up on that. Thus the focus of the system-theoretical study is to examine to which extent the loss of position and reputation for the German scientific system, affected German scientific publishers and their global transactions between 1933 and 1945. By examining individual German science publishers and their journal production, it was shown that the developments in the national and international scientific community had lasting consequences for the German publishing landscape and its former leading role in international academic and scientific publishing. In addition, it was illustrated, which strategic options remained for German publishers in order to respond to these changes in the national and international scientific community. Specifically the reactions of scientific publishers in extreme situations opened a new perspective on the issue of the dependency-relationship between science and science publisher, which deserves further exploration.

Konzentrationsprozesse in der französischen Verlagsbranche. Eine diachrone Betrachtung der Unternehmen Hachette livre und Editis seit der Jahrtausendwende

Band LIII

Levat, Sonja

Konzentrationsprozesse in der französischen Verlagsbranche. Eine diachrone Betrachtung der Unternehmen Hachette livre und Editis seit der Jahrtausendwende

2015, 104 S., ISBN 978-3-940338-38-9
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Abstract auf Deutsch

Die vorliegende Abhandlung beschäftigt sich vornehmlich mit dem Phänomen der ökonomischen Konzentration in der französischen Verlagsbranche in den Jahren 2000 bis 2013. Als Basis dient eine umfassende Branchenstrukturanalyse – basierend auf Michael E. Porters five forces – des gesamten französischen Buchmarktes und aller relevanten Anspruchsgruppen. Im Fokus der weiteren Untersuchung stehen die beiden französischen Marktführer Hachette livre und Editis, ihre Unternehmensstruktur und historische Entwicklung vom inhabergeführten Verlag hin zum internationalen Medienkonglomerat. Im Rahmen dieser Entwicklung soll anhand von Beispielen die Unternehmenskonzentration der beiden Konzerne auf allen Ebenen (horizontal, vertikal und diagonal) nachgewiesen werden. Ihre Bedeutung für den Gesamtmarkt sowie der Nachweis eines voranschreitenden ökonomischen Konzentrationsprozesses erfolgen anhand von Umsatzzahlen der Jahre 2001-2012. Diese wurden von der Branchenzeitschrift Livres Hebdo erhoben und von der Autorin für diese Untersuchung entsprechend aufbereitet. Anhand der Marktanteilsentwicklung und der jeweiligen Marktteilnehmer im Beobachtungszeitraum konnte ein fortschreitender Konzentrationsprozess nachgewiesen werden. Darüber hinaus findet in der Abhandlung eine kritische Auseinandersetzung mit der zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Quellen- und Datenlage statt.

Abstract in English

This paper researches the economic concentration process in the French publishing industry from 2000 – 2013. It is based on an extensive industry analysis – in this case Michael E. Porters five forces model – of the whole French publishing industry, including all relevant stakeholders and their special needs. The second focal point is the corporate structure and historical development from owner-operated publishing houses to international media-conglomerates of the two French market leaders Hachette livre and Editis. By using examples from the three different concentration levels (horizontal, vertical and diagonal concentration), the concentration process will be shown within the development of these two companies. Their importance for the whole French publishing sector and the proceeding concentration progress will be proven by turnover figures in the observation period (2001-2012). This data, imposed by the journal livres Hebdo, was revised and edited by the author.

Based on the market share development and the number of market participants during the observation period, a proceeding concentration process within the French publishing industry could be proven. Moreover, this paper gives a critical examination of the available data and data sources at the time of the writing of this text.

Geschichten am Lagerfeuer
Ereignischarakter und Dispositive von Literaturveranstaltungen im digitalen Zeitalter

Band LII

Rühr, Sandra (Hrsg.):

Geschichten am Lagerfeuer Ereignischarakter und Dispositive von Literaturveranstaltungen im digitalen Zeitalter

2014, 37 S., ISBN 978-3-940338-35-8
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Abstract auf Deutsch

Die Bezeichnung ›Literaturveranstaltungen im digitalen Zeitalter‹ deutet an, dass Literaturveranstaltungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen einem Wandel unterworfen sind. Daran schließt sich die Frage an, inwieweit Literaturveranstaltungen in einer Zeit, in der Menschen zunehmend digital vernetzt sind, noch zeitgemäß sind. ›Geschichten am Lagerfeuer‹ ist einer Charakterisierung von Lesungen entlehnt, die Charles Dickens getroffen hat. Er meinte damit die Begegnung zwischen Autor und Publikum, die, obwohl sie in großen Veranstaltungsstätten stattfand, dennoch etwas Heimeliges hatte. Von den Lesungen von Charles Dickens im 19. Jahrhundert hin zu Literaturveranstaltungen der Gegenwart hat sich viel verändert, sowohl, was die beteiligten Akteure und deren Interaktion betrifft als auch die Art und Weise der Inszenierung von Veranstaltungen. Dem ging die interdisziplinäre Tagung Geschichten am Lagerfeuer. Literaturveranstaltungen im digitalen Zeitalter, die am 19. und 20. Februar 2014 im Kulturzentrum E-Werk in Erlangen stattfand, nach. Der vorliegende Band präsentiert zwei Kerngedanken, die sich während der Tagung herauskristallisierten: Ereignischarakter verschiedenster Literaturveranstaltungen und gewandelte Dispositive.

Abstract in English

The term ›Literary Events in the Digital Age‹ suggests that literary events are subjected to change due to shifting conditions. This leads to the question to what extent literary events are still contemporary in an age in which people are increasingly establishing digital networks. ›Tale-telling at the campfire‹ is borrowed from a characterisation of readings made by Charles Dickens, referring to the encounter of author and audience, which featured a homely atmosphere although taking place in large meeting places. Many things have changed from Charles Dickens’s readings in the 19th century to literary events in the present; regarding not only the participating actors and their interactions, but also the way in which literary events are presented. The interdisciplinary conference Tale-Telling at the Campfire. Literary events in the digital age, which took place in the Kulturzentrum E-Werk in Erlangen on the 19th and 20th February 2014, looked into this topic. This volume presents two central ideas which emerged during the conference: the eventful character of various literary events and the altered apparatuses.

Der Buchmarkt in Slowenien

Band LI

Hillebrecht, Steffen

Der Buchmarkt in Slowenien

2014, 24 S., ISBN 978-3-940338-34-1
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Abstract auf Deutsch

Der Buchmarkt in Slowenien zeichnet sich zum einen durch eine rela­tiv geringe Größe und dennoch sehr stringente Geschlossenheit aus, zum anderen durch einen relativ hohen Buchkonsum der Bevölkerung. Den­noch wurde dieser Buchmarkt bis in das vorige Jahrzehnt nicht sozialem­pirisch untersucht oder wissenschaftlich gewürdigt. Die Studie liefert über Rahmendaten und eine Marktstudie erste Ergebnisse zur Beschrei­bung dieses Buchmarkts.

Abstract in English

The book market in Slovenia is characterized on the one hand by its small size and nevertheless stringent closeness and on the other hand by high book consumption by its population. Still, this book market was not analyzed socio-empirical or scientifically recognized. This study yields first underlying data and the results of a first market study for describing this book market.

Rezeption und Wirkung von sequenzieller Kunst. Empirische Studie zum Comiclesen

Band L

Stumpf, Jaqueline

Rezeption und Wirkung von sequenzieller Kunst. Empirische Studie zum Comiclesen

2014, 105 S., ISBN 978-3-940-338-32-7
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Abstract auf Deutsch

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Medium Comic zeugt von zahlreichen Desideraten. Trotz theoretischer Ansätze gibt es kaum empirische Untersuchungen. Die folgende Arbeit stellt die Frage nach der Definierbarkeit des Comics und befasst sich mit der praktischen Erforschung der Rezeption und Wirkung rund um dieses Medium. Es wurden die verschiedenen Einflüsse auf den Rezipienten, den Kommunikator und den Comic geprüft. Hierfür wurden ein Lesemodell des Comics nach Christmann und Groeben und ein Wirkungsmodell des Comics basierend auf dem dynamisch-transaktionalen Ansatz entwickelt. Diese wurden in einem Quasi-Experiment an einer ausgewählten Gruppe von Testlesern geprüft. Die Arbeit geht in der Theorie davon aus, dass die Erfahrung des Rezipienten mit dem Medium, die Spezifika des Comics und die Autoren-Leser-Beziehung einen massiven Einfluss auf das Leseerleben haben. Es hat sich gezeigt, dass vor allem die Rezeptionswirkung stark von der Autoren-Leser-Beziehung geprägt ist. Umgekehrt stellt jedoch auch der Leser einen entscheidenden Faktor für den Kommunikator dar. Die Leseerfahrung spielt eine ebenso entscheidende Rolle; dies konnte jedoch in der eingeschränkten, empirischen Untersuchung nicht eindeutig belegt werden. Für repräsentativere Ergebnisse ist eine breiter angelegte Studie zum Thema Rezeption und Wirkung im Comic notwendig und wünschenswert.

Abstract in English

In current academic discourses the comic as medium is reflected in numerous desiderata. Despite frequent theoretical approaches, this particular field lacks empirical studies. The following paper proposes a debate whether or not an agreeable definition of the comic as medium is adoptable at all. Additionally, it focuses on the reader's experience as well as the reading research in a practical approach. Alongside the different influences on the recipient, the communicator and the medium had to be validated. In order to create a valuable basis, a reading model for comics in accordance with Christmann and Groeben and an effect model for comics based on the dynamic-transactional approach were developed. The two models were verified in a quasi-experiment with a selected group of test readers. The theory of this research thesis assumes that the reader's familiarity with the medium, the specifics of the comic and the author-reader-relationship is affected by previous reading experiences. The case study has proven a certain degree of correlation between author-reader-relationship and reading experience – vice versa the recipient has an equal influence on the communicator. Although the recipient's reading experience was of considerable importance in this limited empirical approach, a decisive effect has not been proven. For more representative results a broad-based study on the topic of the reception and effects of comics are necessary and desirable.

Das Leseverhalten von Senioren

Band XLIX

Werner, Vanessa

Das Leseverhalten von Senioren

2014, 90 S., ISBN 978-3-940338-31-0
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Abstract auf Deutsch

Innerhalb der Leserforschung gibt es bislang kaum Studien zur seniorenspezifischen Buchnutzung und insbesondere das Lesen digitaler Bücher wurde bisher nicht unter­sucht. Wegen dieses Desiderats untersucht die Arbeit Das Leseverhalten von Senio­ren  als eine der ersten das Leseverhalten Älterer. Nachdem die Zielgruppe und ihre Mediennutzung mit Theorien der Medienwissenschaft eingegrenzt wird, stützt sich der empirische Teil auf drei Forschungsfragen: Wie ist das aktuelle Leseverhalten der Senioren beschaffen? Wie hat sich die Lesekarriere im Lebenslauf entwickelt? Welche Potenziale und Hürden sind bezüglich E-Books erkennbar? Als Untersuchungs­methode wurde ein qualitatives Interview mit 12 TeilnehmerInnen  mit anschließen­der Inhaltsanalyse gewählt. Die Untersuchung macht deutlich, dass vor allem Sachli­teratur für die Senioren von Interesse ist. Im Ruhestand kann dem Lesen oft wieder mehr Zeit gewidmet werden, aber insgesamt liest ein Leser im Laufe seines Lebens fortwährend Bücher. Ein Abbruch der Lesekarriere kann lediglich durch eine ge­sundheitliche Verfassung erfolgen, die das Lesen längerer Texte nicht mehr zulässt. Senioren sind sich der Vorteile durch E-Books zwar bewusst, jedoch sind momentan noch Hürden erkennbar. Dazu gehört insbesondere die Mediensozialisation vor dem Einsetzen der Digitalisierung. Die Ergebnisse erreichen keine umfassende Repräsentativität, jedoch wird ein erster Anstoß in Richtung seniorenspezifischer Leserforschung gegeben.

Abstract in English

Within the reader research there are just a few surveys about the reading ha­bits of elderly people. Especially the usage of digital books has not been analyzed so far. Because of this desideratum, the master’s thesis Das Leseverhalten von Senio­ren discusses as one of the first papers how the elderly use books. After a theoreti­cal approach to this target group with reference to theories from the media studies, the empirical part of the paper is based on three research questions: How can the usage of books in the current phase of life be described? How has the reading of books de­veloped in the elderly’s lifetime? Which chances and barriers can be found con­cern­ing e-books? The study uses qualitative methods; after holding a guided inter­view with 12 participants, the data was interpreted with a qualitative content analysis. The results show that especially nonfictional literature is important to elderly people. Upon retirement, some have more time to read but in general most participants have read books constantly during their life without interrupting anyway. Only a bad state of health which does not allow the usage of books any more can be responsible for an ultimate stop to reading. Elderly people know about the advantages of e-books, but at the moment barriers still exist. A reason for the hesitant usage consists in the elderly’s media so­cialization before the introduction of the digitalization. The results may not be repre­sentative but there was made a first impulse for the reader research of the elderly.

Die Entstehung der periodischen Presse. Organisationen und Gestalt der ersten Zeitungen in Deutschland und den Niederlanden (1605–1620)

Band XLVIII

Hillgärtner, Jan

Die Entstehung der periodischen Presse. Organisationen und Gestalt der ersten Zeitungen in Deutschland und den Niederlanden (1605–1620)

2013, 131 S., ISBN 978-3-940338-30-3
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Abstract auf Deutsch

Die ersten gedruckten Zeitungen entstehen Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Arbeit analysiert die Funktionen der Zeitung im Kanon bereits etablierter Medien, die Organisation der Zeitungskommunikation und die typographische Gestaltung. Zwischen der gedruckten Zeitung und den bereits etablierten Medien (Briefzeitungen, Meßrelationen, Flugblätter und -schriften) bestehen oft nur graduelle Unterschiede. Die Organisation der Zeitungskommunikation zeigt immer dort Unterschiede, wo politische Machthaber Einflussnahme auf den Zeitungsdruck ausüben. Hinsichtlich der Betriebsformen fand schon frühzeitig eine Differenzierung nach Produzenten statt: Druckerverleger, Hofdrucker- und Postmeisterdrucker. Gestalterisch zeichnen sich die ersten gedruckten Zeitungen durch eine Vielfalt der Formen aus. Durch Unterschiede auf makro- und mikrotypographischer Ebene werden dem Leser zudem unterschiedliche Leseweisen, wie das selektierende und das informierende Lesen, nahegelegt.

Abstract in English

The first printed newspapers develop at the beginning of the 17th century. This work analyses the functions of newspapers within the canon of already established media, the organisation of newspaper communication and the typographical design. Between the printed newspaper and the already established media (letter newspapers, fair relations and pamphlets) there often exist only gradual differences. The organisation of newspaper communication always shows differences where political power holders exert their influence on the printing process. Concerning the business forms, a differentiation according to producers took place early on: printer-publisher, court printer and postmaster printer. Creatively, the first printed newspapers distinguish themselves through a variety of forms. In addition to this, various ways of reading, like selective and informing reading, are suggested to the reader through differences on both the macro and micro typographical levels.

Kurze Einführung in das Urheber- und Verlagsrecht

Band XLVII

Lutz, Peter

Kurze Einführung in das Urheber- und Verlagsrecht

3., aktualisierte Auflage
2013, 53 S., ISBN 978-3-940338-29-7
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Abstract auf Deutsch

Die Arbeit gibt einen kurzen Überblick über das Urheberrecht und das Urhebervertragsrecht. Voraussetzungen für ein schutzfähiges Werk im Sinne des Urheberrechts sind der geistige Inhalt, das persönliche Schaffen, die wahrnehmbare Formgestaltung und die schöpferische Eigentümlichkeit. Durch Darbietung oder sonstige Werkvermittlung eines schutzfähigen Werkes entstehen sog. verwandte Schutzrechte oder Leistungsschutzrechte. Generell ist zwischen dem Alleinurheber, der Miturheberschaft, dem Urheber verbundener Werke und der Vermutung der Urheberschaft zu unterscheiden. Das Urheberrecht beginnt sobald ein schutzfähiges Werk erstellt wurde und erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Rechte des Urhebers sind u. a. das Erstveröffentlichungsrecht, das Entstellungsverbot sowie körperliche und unkörperliche Verwertungsrechte. Zurücktreten müssen die Interessen des Urhebers immer dann, wenn dies zum Schutz der Interessen der Allgemeinheit erforderlich ist. Zum Schutz gegen Rechtsverletzungen des Urheberrechts kommen sowohl zivil- als auch strafrechtliche Vorschriften zum Tragen. Das Urheberrecht ist nicht übertragbar, kann aber vererbt werden. Außerdem können durch eine angemessene Vergütung Nutzungsrechte eingeräumt werden. Der einzig gesetzlich geregelte Vertrag im Bereich des Urheberrechts ist der Verlagsvertrag. In diesem werden die Rechte und Pflichten des Urhebers und des Nutzers festgelegt.

Abstract in English

This work provides a short overview of copyright and the right of publication. Requirements for a work that is capable of being protected by copyright are intellectual contents, personal creative work, perceptible formation and creative characteristics. Through presentation or other forms of work communication of a work that is capable of being protected by copyright so called related intellectual property rights or ancillary copyrights develop. In general, a distinction between a single author, several co-authors, an author of connected works and the assumption of authorship has to be made. Copyright starts to take effect when a work that is capable of being protected by it has been created and expires 70 years after the death of the author. Part of the author’s rights are, among others, the right for first publication, the prohibition of distortion of the work, as well as corporeal and incorporeal exploitation rights. The interests of the author have to stand back if it is necessary for protecting the public interest. To protect the copyright from infringement both civil and criminal law have an effect. Copyright is not transferable, but it can be bequeathed onto others. Furthermore, through appropriate fees rights of use can be granted. The only contract type concerning copyright that is regulated by law is the contract of publication. In it the rights and obligations of author and user are stipulated.

Zur Typologisierung der aktuellen deutschen Verlagslandschaft

Band XLVI

Huber, Verena

Zur Typologisierung der aktuellen deutschen Verlagslandschaft

2012, 113 S., ISBN 978-3-940338-27-3
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Abstract auf Deutsch

Die deutsche Verlagslandschaft ist heterogen und eine Klassifizierung nach Unternehmenstypen des herstellenden Buchhandels entsprechend schwierig. Die Arbeit konzentriert sich auf die aktuelle Marktsituation der Bundesrepublik Deutschland und zeigt differenzierende Theorien und Methoden zur Typologisierung auf. Neben der kritischen Analyse bestehender Ansätze, wird eine eigene Typologie entwickelt und diskutiert. Aufgrund der Varianz der Einteilungskriterien existiert bereits eine Vielzahl an Typologien. Diese haben drei Hauptprobleme: In vielen Fällen können Verlage nicht eindeutig zugeordnet werden. Ferner stehen einem umfangreichen und uneinheitlichen Zusammenschluss vieler Unternehmen meist zahlreiche kleine, homogene Gruppen mit wenigen Vertretern gegenüber. Einige Einteilungen enthalten außerdem zu viele Unterscheidungsmerkmale. In der vorliegenden Arbeit wird eine Typologie nach dem betrieblichen Umsatzprozess entwickelt. Die Arbeitsabläufe eines Verlags werden hierfür in einem Kategorienkatalog schematisch dargestellt. Das größte Potential hat die Kombination der Kriterien Leitmedium und Zielgruppe. Es ergeben sich folgende Verlagstypen: spezialisierter Bildverlag, allgemeiner Bildverlag, spezialisierter Textverlag und allgemeiner Textverlag. Die entworfene Typologie ist jedoch kein starres Klassifizierungssystem, sondern muss stets reflektiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden.

Abstract in English

The German publishing landscape is heterogenous and therefore a classification according to business types of the producing part of the book trade is difficult. This work focuses on the current market situation of the Federal Republic of Germany and shows differentiating theories and methods for typologisation. Apart from the critical analysis of existing approaches a new, separate typology will be developed and discussed. Due to the variety of classification criteria, a multitude of typologies already exists. These possess three core problems: In many cases publishers cannot be clearly placed. Furthermore, a comprehensive and inconsistent union of many businesses is usually faced with small, homogenous groups consisting of less representatives. Additionally, some classifications contain too many distinctive features. In the present article a typology following the turnover process of a company will be developed. For this, the workflows of a publisher will be presented schematically in a categorical index. The greatest potential lies with the combination of the criteria leading medium and target audience. The following types of publishers result from this: specialised image publisher, general image publisher, specialised text publisher and general text publisher. The conceptualised typology however is no rigid classification system, and rather has to be reflected and adjusted to current developments.

Museumsverlage in Deutschland. Bestandsaufnahme und Publikationskonzepte

Band XLV

Winter, Madeleine

Museumsverlage in Deutschland. Bestandsaufnahme und Publikationskonzepte

2011, 244 S., ISBN 978-3-940338-26-6
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Abstract auf Deutsch

In Deutschland gibt es eine rege Publikations- und Verlagstätigkeit von Museumsverlagen. In den meisten Fällen sind diese nicht kommerziell ausgerichtet. Die Produktpalette erstreckt sich von Katalogen über Museumsführer bis hin zu Produkten für Kinder. Diese Arbeit bietet einen Überblick über die Situation der Museumsverlage und deren Aktivitäten. Aufgrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen kann das vielfältige Potenzial eines Museumsverlags oft nicht ausreichend genutzt werden. Eine Chance für kleine Museen ihre Publikationsaktivitäten zu steigern, ist daher die Kooperationen mit kommerziellen Verlagen und anderen Museen. Zukünftiges Potenzial für Museumsverlage liegt vor allem in der Entwicklung des E-Publishings und neuer (Reproduktions-)Technologien. Durch Print-on-Demand haben Museumsverlage die Möglichkeit, trotz geringer Kosten eine höhere Titelanzahl im Verlagsprogramm zu führen. Eine Herausforderung besteht zudem in der medienadäquaten Weiterentwicklung traditioneller Produkte sowie in der Konzeption neuer, interaktiver Zugangsmöglichkeiten zu den Museumssammlungen, um neue Zielgruppen anzusprechen.

Abstract in English

In Germany there are a multitude of publications and publishing activities by museum presses. In most cases these are not commercial. The product line-up ranges from catalogues over museum guidebooks to products for children. This article provides an overview of the situation of museum presses and their activities. Due to limited human and financial resources the diverse potential of a museum press often cannot be used adequately. One chance for small museums to increase their publishing activities is the cooperation with commercial publishing houses and other museums. Future potential for museum presses most notably lies  in the development of e-publishing and new (reproduction) technologies. Through print on demand museum presses are able to carry more titles in their programmes despite lower costs. Both the media adequate development of traditional products and the conception of new, interactive access possibilities for appealing to new target groups pose a challenge.

Der Export deutscher Bücher in die Volksrepublik China 2001–2006. Rahmenbedingungen, Marktteilnehmer und Distributionswege

Band XLIV

Yin, Haitao

Der Export deutscher Bücher in die Volksrepublik China 2001–2006. Rahmenbedingungen, Marktteilnehmer und Distributionswege

2011, 167 S., ISBN 978-3-940338-25-9
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Abstract auf Deutsch

Sowohl Deutschland als auch die Volksrepublik China zählen zu den größten Buchmärkten der Welt. Die Arbeit untersucht den Export deutscher Originalausgaben in die Volksrepublik China. Seit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas 1978 werden ausländische Originalausgaben immer stärker nachgefragt. Aufgrund rechtlicher Probleme, kultureller Hindernisse und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist der Export aktuell jedoch nicht sehr gewinnbringend. Das Verlagswesen und der Buchimport sind in China nicht liberalisiert und unterliegen administrativen Beschränkungen. Ausländische Bücher dürfen nur von offiziellen, staatlichen Buchimporteuren mit Lizenz eingeführt werden. Die größten Zielgruppen für ausländische Originalausgaben sind Bibliotheken und Fachbuchhandlungen. Für die deutsche Buchbranche gestaltet sich der Kontaktaufbau zum chinesischen Bucheinzelhandel und zum Endkunden schwierig. Die Buchimporteure sind die einzigen direkten Ansprechpartner für ausländische Buchexporteure. Sie importieren Bücher jedoch nur nach Bestellungen ihrer Kunden und arbeiten überwiegend mit Hochschulen und Bibliotheken zusammen. Diese kennen aber nur wenige deutsche Verlage. Um die Potenziale des wachsenden chinesischen Buchmarkts nutzen zu können, müssen die deutschen Verlage somit beim Endkunden präsenter sein. Ein umfangreicher, gewinnbringender Export ist zudem nur dann möglich, wenn die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in China gelockert bzw. aufgehoben werden.

Abstract in English

Both Germany and the People’s Republic of China belong to the world’s biggest book markets. This work examines the export of German original editions to the People’s Republic of China. Ever since China’s economical opening in 1978 foreign original editions have been more and more in demand. Due to legal difficulties, cultural barriers and economical circumstances the export is not very profitable currently. Publishing and the import market of books are not liberalized in China and are subject to administrative restrictions. Foreign books are only allowed to be imported by official public book importers with a license. The biggest target groups for foreign original editions are libraries and specialist book stores. The establishment of contacts to the Chinese book retail and consumer is difficult for the German book industry. The book importers are the only direct contact for foreign book exporters. Yet, they only import books after their customers’ orders, and mainly cooperate with universities and libraries. These only know few German publishing houses, however. In order to use the potential of the growing Chinese book market, the German publishing houses have to be more present with the customers. Additionally, extensive and profitable export is only possible when the legal and political circumstances in China are lifted or loosed.

Alles, was Recht ist – Rahmenbedingungen der Buchbranche. Begleitband zur Vortragsreihe Alles Buch [14]. Unter Mitarbeit von Lisa Sauerbrey

Band XLIII

Rühr, Sandra (Hrsg.):

Alles, was Recht ist – Rahmenbedingungen der Buchbranche. Begleitband zur Vortragsreihe Alles Buch [14]. Unter Mitarbeit von Lisa Sauerbrey

2011, 52 S., ISBN 978-3-940338-24-2
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Abstract auf Deutsch

Der vorliegende Band entstand im Wintersemester 2010/11 als Begleitband zu einer Vortragsreihe. Der Tagungsband Alles was Recht ist – Rahmenbedingungen der Buchbranche thematisiert Rechtsfragen der Buchbranche aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Schriftsteller kommen ebenso zu Wort wie auch Verleger, die Zeitschriftenkrise wissenschaftlicher Bibliotheken wird behandelt ebenso wie der deutsche E-Book-Markt im Vergleich mit dem amerikanischen. Das Recht am eigenen Bild, die Frage nach Schutzmechanismen für digitale Inhalte und das Urheberrecht in seiner Entwicklung sind weitere Themen.

Abstract in English

The present volume was created in the winter term 2010/11 as a companion volume of a lecture series. The conference proceedings Alles was Recht ist – Rahmenbedingungen der Buchbranche (Everything that is Right - framework conditions of the book industry) addresses legal issues of the book industry from different points of view: Authors and publishers both get a chance to speak, and the magazine crisis of scientific libraries is discussed like the German e-book market is compared to the American one. The right to one's own image, the question concerning protection measures for digital contents and the copyright law in its development are further topics.

Krise oder Chance? Die Entwicklung und gegenwärtige Situation der privaten Publikationsunternehmen in der Volksrepublik China

Band XLII

Rui, Li

Krise oder Chance? Die Entwicklung und gegenwärtige Situation der privaten Publikationsunternehmen in der Volksrepublik China

2011, 125 S., ISBN 978-3-940338-23-5
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Abstract auf Deutsch

Der chinesische Buchmarkt unterliegt stärkeren Kontrollen als der Buchmarkt in den meisten anderen Ländern der Welt. Alle Verlage sind verstaatlicht; offiziell gibt es keine privaten Verlage. Seit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas 1978 entwickelte sich jedoch eine Gruppe privater Publikationsunternehmen. Diese besitzen keine politische Genehmigung und dürfen offiziell keine Bücher produzieren. Die Bücher müssen stattdessen unter dem Namen der staatlichen Verlage publiziert werden. Dennoch spielen die privaten Publikationsunternehmen im chinesischen Buchmarkt eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu den staatlichen Verlagen unterliegen sie nicht den Zwängen des Verlagssystems und kennzeichnen sich durch eine modernere Unternehmensführung. Sie haben zudem keinen Personalüberschuss und agieren aufgrund des großen Konkurrenzdrucks näher am Markt. Problematisch ist dagegen die starke Konzentration auf Lehrmaterialien, Sachbücher und Ratgeber. Aufgrund geringer Einstiegsbarrieren ist die Konkurrenz in diesen Produktbereichen besonders stark. In Schulbücher und Fachliteratur wird dagegen kaum investiert. Ferner fehlt eine langfristige Produktionsplanung, was einen ungeordneten Wettbewerb zur Folge hat. Zukünftig sollte der Buchmarkt in China durch entsprechende Regelungen einen gerechten Wettbewerb zwischen den staatlichen und privaten Unternehmen ermöglichen.

Abstract in English

The Chinese book market is subject to tighter controls than the book markets in most other countries of the world. All publishing houses are state-owned, officially there are no private publishers. However, since the economical opening of China in 1978 there developed a group of private publication businesses. These do not possess political authorization and are not officially allowed to produce books. Instead, the books have to be published in the names of the public publishing houses. Yet, these private publication businesses play a vital role in the Chinese book market. In contrast to the public publishing houses they are not subject to the constraints of the publishing system and are characterized by a more modern management. Additionally they do not have a surplus of personnel and act closer to the market because of the higher competitive pressure. However, the strong concentration on teaching materials, non-fiction and reference is problematic. Due to low market entry barriers the competition in these product areas is particularly strong. However, there is almost no investment in school books or specialist literature. Furthermore, there is a lack of long-term production planning, which causes a disorganized competition. In the future the book market in China should enable a just competition between the public and private businesses through appropriate rules.

E-Books auf mobilen Endgeräten. Eine Studie zum deutschen E-Reader-Markt und den darin vorkommenden Nutzerbedürfnissen am Beispiel einer Zielgruppenbefragung

Band XLI

Kraus, Susanne

E-Books auf mobilen Endgeräten. Eine Studie zum deutschen E-Reader-Markt und den darin vorkommenden Nutzerbedürfnissen am Beispiel einer Zielgruppenbefragung

2010, 102 S., ISBN 978-3-940338-22-8
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Abstract auf Deutsch

Der Forschungsstand zum E-Book allgemein ist bislang zwar eher als gering einzustufen, findet jedoch tendenziell, aufgrund der Aktualität des Themas, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft immer mehr Beachtung. Die Magisterarbeit E-Books auf mobilen Endgeräten – Eine Studie zum deutschen E-Reader-Markt und den darin vorkommenden Nutzerbedürfnissen am Beispiel einer Zielgruppenbefragung beschäftigt sich mit dem deutschen E-Readermarkt und inwieweit die Geräte von den potenziellen Konsumenten angenommen werden. Dabei beschränkt sich die Arbeit auf die mobilen Endgeräte wie die reinen Lesegeräte (z. B. Amazon Kindle), Smartphones und Media Tablets. Tragbare Computer wie Laptops und Netbooks wurden aus der Untersuchung herausgenommen. Die Arbeit ist in drei Teile untergliedert. Im ersten Teil wird der E-Reader- und E-Book-Markt in Deutschland vorgestellt und potenzielle Nutzergruppen von E-Books und E-Readern aufgezeigt. Anschließend werden die Märkte zweier technikaffiner Länder – Japan und USA – beschrieben. Im letzten Teil werden die Ergebnisse einer Umfrage ausgewertet. Dabei wurden Studenten zu ihrem Leseverhalten und ihrem Vorwissen zu E-Books und E-Readern befragt. Zudem wurden sie gebeten, vier Geräte zu testen und anschließend spezielle Aspekte, wie beispielsweise die Bedienbarkeit, zu bewerten. Aufgrund der geringen Stichprobenmenge und der Spezifizierung auf eine Zielgruppe erhebt diese Umfrage keinen Anspruch darauf, repräsentativ zu sein. Allerdings können Tendenzen erkannt werden. So zeigte sich in der Umfrage deutlich, dass die reine Funktion zur Textdarstellung zu wenig ist, um jemanden für 200 bis 300 Euro teure Fabrikate zu begeistern. Multifunktionale Geräte hingegen schneiden aufgrund der spiegelnden Oberfläche gerade bei Sonnenlicht bezüglich der Lesbarkeit schlechter ab als reine E-Reader.

Abstract in English

The state of research concerning the e-book in general has to be graded as rather small up to now, however, it tends to get more attention from both the public and form scientists because of the topicality of the medium. The master's thesis E-Books auf mobilen Endgeräten – Eine Studie zum deutschen E-Reader-Markt und den darin vorkommenden Nutzerbedürfnissen am Beispiel einer Zielgruppenbefragung (E-books on mobile terminals – a study about the German e-reader market and the user needs occurring in it, using the example of a target group survey) deals with the German e-reader market and to which extent the devices are accepted by the potential consumers. Here, the thesis limits itself on mobile devices like pure readers (e.g. the Amazon Kindle), smartphones and media tablets. Portable computers like laptops and netbooks have been excluded from the examination. The work is separated into three parts. In the first part the e-reader and e-book market in Germany will be presented and potential user groups will be shown. Then the markets of two technically sophisticated – Japan and the USA – will be described. In the last part the results of a survey will be evaluated. For this students were surveyed about their reading behaviour and their prior knowledge of e-books and e-readers. Additionally, they have been asked to test four devices and to rate certain aspects like their operability afterwards. Due to the small amount of samples and the specification of one target group this survey does not claim to be representative. However, certain tendencies can be recognized. As such, the survey clearly showed that the mere function of displaying text is not enough to make somebody interested in a product costing €200 to €300. Multifunctional devices on the other hand perform worse than pure e-readers in sunlight concerning the  readability because of their reflective surface.

Die Auswirkungen der digitalen Ökonomie auf die Buchbranche – eine Analyse anhand der Entwicklungen in der Musikindustrie

Band XL

Hiller, Simon

Die Auswirkungen der digitalen Ökonomie auf die Buchbranche – eine Analyse anhand der Entwicklungen in der Musikindustrie

2010, 109 S., ISBN 978-3-940338-21-1
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Abstract auf Deutsch

Für die Buchbranche ergeben sich aus der Digitalisierung ihres Kernprodukts Her­ausforderungen, mit denen sich die Musikindustrie bereits Ende der 1990er Jahre konfrontiert sah. Aufgrund einer Vielzahl von Parallelen in der Wertschöpfungs­struktur der beiden Branchen wird die Musikindustrie als Re­ferenz­branche für diese Untersuchung aus­gewählt. Die aus der Digitalisierung resultierende Desintegration von Inhalt und Trägermedium führte dort zu einer krisenhaften Zuspitzung, die sich in massiven Umsatz­rückgängen widerspiegelte und aus nicht-kommerziellen Aktivitäten der Rezi­pienten erwuchs. Schlussendlich wurden diese nicht-kommerziellen Aktivitäten von sektorexternen Akteuren antizipiert und kommerzia­lisiert, was mit einer umfassenden sektoralen Restrukturierung einherging. Aufgrund der ähnlichen Ausgangslage stellt sich die Frage ob eine ähnliche Ent­wicklung für die Buchbranche möglich ist. Insbesondere wird untersucht, inwiefern das Potential besteht, dass die bisherigen Funktionen in der Wert­­­­schöpfung von neuen Akteuren im Sinne einer Reinter­media­tion wahr­ge­nommen werden. Um diese Frage zu beant­worten, erfolgt zunächst eine Ein­ordnung der Thematik in die ökonomische Theorie unter Zugrundelegung der Fachtermini. Im Anschluss daran werden die verantwortlichen Faktoren für die krisen­hafte Ent­wicklung der Musik­industrie identifiziert. Zu nennen wären hier Be­harrungstenden­zen der Major Labels, die in dem Versuch mündeten an alten Strukturen festzuhal­ten. Um die denkbaren Ent­wicklungs­­verläufe für die Buch­branche im Hinblick auf  stattfindende Veränder­ungen zu beleuchten, wird auf das Instrument der Sze­narioana­lyse zurück­ge­griffen. Dabei werden zwei denk­bare Sze­narien entwickelt und etwaige Handlungsoptionen berücksichtigt.

Abstract in English

The digitalization of its core product confronts the book industry with challenges that the music industry already had to face at the end of the 1990s. Due to a multitude of parallels in the added value structure of both industries the music industry was chosen as a reference branch for this study. In the music industry, the disintegration of content and carrier medium that resulted from the digitalization lead to a crisis-like worsening which was reflected in massive drops in sales and had arisen from non-commercial activities of the recipients. Ultimately these non-commercial activities were anticipated and commercialized by actors outside the sector, which involved an extensive restructuring of the sector. Due to the similar starting position, the question arises if a similar development is possible for the book industry, to the effect whether potential exists that the previous functions of value creation of new actors in the sense of re-intermediation are seized. In order to answer this question, the topic’s placement within economic theory will first be made on the basis of technical terms. Following this the factors responsible for the crisis-like development of the music industry will be identified. The insistence tendencies of the major labels that resulted in an attempt to cling to old structures should be named here. In order to examine the possible development processes for the book industry considering the changes that are taking place, the scenario analysis tool will be used. There, two possible scenarios will be developed and possible courses of action will be taken into account.

Verliert das Hörbuch seinen Körper? Die Auswirkungen des Downloads auf Bibliotheken, Buchbranche und Nutzer. Begleitband zur gleichnamigen Tagung

Band XXXIX

Rühr, Sandra (Hrsg.):

Verliert das Hörbuch seinen Körper? Die Auswirkungen des Downloads auf Bibliotheken, Buchbranche und Nutzer. Begleitband zur gleichnamigen Tagung

2010, 114 S., ISBN 978-3-940338-20-4
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Abstract auf Deutsch

Der vorliegende Band ist der Begleitband einer gleichnamigen Tagung. Sechs Experten aus Bibliotheken, Buchbranche und Wissenschaft referierten über die Digitalisierung und Entmaterialisierung im Hörbuchbereich. Der Band Verliert das Hörbuch seinen Körper geht zunächst allgemein der Entwicklung des Hörbuchs nach. Der Hörbuchdownload ist seit dem Jahr 2004 eine Alternative zu physischen Formen des Hörbuchs und geeignet, sowohl die inhaltliche Bandbreite als auch die Zielgruppe zu erweitern. Aus verlegerischer Sicht wird diese Annahme relativiert. Aus bibliothekarischer Perspektive wird die Bedeutung der medialen Form Hörbuch in Öffentlichen Bibliotheken und Erfahrungen mit ‚unkörperlichen‘ Produkten im bibliothekarischen Alltag beschrieben.

Abstract in English

The present volume is the companion volume to a conference of the same name. Six experts from libraries, the book industry and science gave lectures on the digitalization and de-materialization in the audiobook sector. At first, the volume Verliert das Hörbuch seinen Körper (Is the audiobook losing its body?) pursues the audiobook’s development in general. Downloading audiobooks has been an alternative to physical forms of the audiobook since 2004 and is fit to expand both content-related range and the target group. From a publishing point of view this assumption is qualified. From a library-oriented point of view the importance of the medial from audiobook in public libraries and the experiences with “non-corporeal” products within library-oriented daily life.

Bücher zum Hören. Intermediale Aspekte von Audioliteratur

Band XXXVIII

Schwethelm, Matthias

Bücher zum Hören. Intermediale Aspekte von Audioliteratur

2010, 97 S., ISBN 978-3-940338-13-6
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Abstract auf Deutsch

Die Arbeit analysiert die intermedialen Aspekte der Audioliteratur und deren Verhältnis zum medialen System Buch. Hierzu werden Erkenntnisse der Intermedialitätsforschung auf den Untersuchungsgegenstand angewandt. Literarische Hörformate sind sehr vielseitig und erstrecken sich von Lesungen über Hörspiele bis hin zu Tondokumenten. Inhaltlich orientieren sie sich an den Nachbarmedien Buch und Radio und konnten bisher keine eigenen Präsentationsformen entwickeln, die als charakteristisch für das Medium anzusehen wären. Der Medienwechsel vom Buch zur Audioliteratur ist ein vielschichtiger Vorgang. Die Interpretationsleistung beim Transformationsprozess vom literarischen Text zum Sprechtext ist hierbei stark von der medialen Verfasstheit literarischer Hörformate geprägt. Zudem vollzieht sich der Medienwechsel nicht zwingend auf allen Ebenen. Bei einer Lesung kann durch transmediale Strukturen wie das verbal literarische Ausdruckssystem und die konzeptionelle Schriftlichkeit ein dichtes Netz von Rückbezügen auf Buchliteratur bestehen bleiben. Heutzutage erscheinen viele Hörbücher zudem zeitgleich mit ihren Buchvorlagen. Dies kann dazu führen, dass Schriftsteller die akustische Komponente von Sprache beim Schreiben verstärkt berücksichtigen.

Abstract in English

This work analyzes the intermedial aspects of audio literature and its relationship to the media system book. For this, insights of intermediality research will be applied to the research object. Literary audio formats are very diverse and span from readings over audio dramas to sound documents. Their contents orientate themselves at the neighbouring media books and radio and until now they were not able to develop their own form of presentation that could be seen as characteristic for the medium. The change of media from the book to audio literature is a complex process. The interpretation performance during a transformation process from a literary text to a spoken on is strongly influenced by the media constitution of literary audio formats. Additionally the media change does not necessarily take place on all levels. At a reading a dense net of references to book literature can remain due to transmedial structures like the verbal literary system of expressions and the conceptual literality. Today, many audiobooks are released at the same time as the books they are based on as well. This can lead authors to increasingly take the acoustical component of language into consideration.

Textbasierte Digitalmedien und Förderung der Lesekompetenz im Primarbereich – Wissenschaft, Bildungspolitik und schulische Praxis im Vergleich

Band XXXVII

Peschutter, Sonja

Textbasierte Digitalmedien und Förderung der Lesekompetenz im Primarbereich – Wissenschaft, Bildungspolitik und schulische Praxis im Vergleich

2010, 153 S., ISBN 978-3-940338-17-4
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Abstract auf Deutsch

Anhand einer vergleichenden Analyse untersucht die Arbeit, welche wissenschaftli­chen, bildungspolitischen und grundschulpraktischen Positionen es zur Leseförderung mit textbasierten Digitalmedien gibt.

Zwischen dem erweiterten wissenschaftlichen und dem curricularen Lesekompetenzverständnis bestehen eindeutige Überschneidungspunkte. Lesen wird hier als umfassende persönlichkeitsbildende kulturelle Praxis aufgefasst. Während Wissenschaft und Praxis auf die Notwendigkeit einer Leseförderung im System verweisen, wird diese von der Bildungspolitik nicht anerkannt. Hier müssen Bildungsstandards und Lehrpläne stärker an die wissenschaftlichen Forderungen angepasst werden. Zwar sind erste Ansatzpunkte für die PC-Integration im Fach Deutsch enthalten, es fehlt jedoch an einer systematischen Verankerung. Verhindert wird die Leseförderung am Bildschirm vor allem durch materielle und personelle Rahmenbedingungen. Die Auswertung aktueller Deutschlehrpläne zeigt, dass die von der Wissenschaft aufgezeigten Potenziale und Risiken der Medienintegration oft nicht erkannt werden. In Expertengesprächen wird aber deutlich, dass sich die Lehrer der Potenziale meist bewusst sind, sich dies jedoch nicht immer in ihrer Unterrichtspraxis wiederspiegelt. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland im Vergleich zu den OECD-Mitgliedsstaaten unterdurchschnittlich wenig in die Ausbildung von Grundschulkindern investiert, ist ein stärkeres bildungspolitisches Engagement für die schulische Leseförderung wünschenswert.

Abstract in English

By means of a comparing analysis the work examines which scientific, education-policy and primary-school practical positions exist on reading promotion with text-based digital media.

Between the expanded scientific and the curricular understanding of reading competence exist clear overlaps. Here, reading is seen as an extensive personality building cultural practice. While science and practice refer to the necessity of reading promotion within the system, it is not acknowledged by educational policy. Here, educational standards and curriculums have to be better adjusted to the scientific demands. Admittedly, there are already starting points for PC integration in German classes, but a systematic anchoring is still absent. Reading promotion on screen is mainly prevented by materialistic and personal framework conditions. The evaluation of current German curricula shows that the potentials and risks of media integration, which had been illustrated be science, had often not been recognized. In expert discussions, however, it becomes apparent that teachers are generally aware of the potentials, but that this is not reflected in their teaching. In light of Germany investing less-than-average sums in the education of primary school children in comparison to the OECD member states, a stronger educational policy commitment for school reading promotion is desirable.

Audio-Editionen von Presse- und Hörbuchverlagen auf dem deutschen Markt

Band XXXVI

Igel, Martina

Audio-Editionen von Presse- und Hörbuchverlagen auf dem deutschen Markt

2010, 169 S., ISBN 978-3-940338-19-8
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Abstract auf Deutsch

Presse-Editionen sind von Zeitungen und Zeitschriften herausgegebene Buch-, DVD- und CD-Sammlungen. Die Arbeit untersucht die Entstehung dieses Geschäftsmodells und betrachtet Medienkooperationen von Presse- und Hörbuchverlagen. Außerdem werden Marketingkonzepte von Hörbuch-Editionen analysiert.

Hörbuch-Editionen sind meistens das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Presse- und Hörbuchverlagen. Die Vorteile für Hörbuchverlage liegen in der Erschließung neuer Kundenkreise. Zudem fungieren Pressehäuser als Multiplikatoren, wodurch eine größere Zielgruppe erreicht wird. Der Presseverlag erhält durch die Kooperation ein neues Zusatzprodukt. Ausbleibende Erlöse aus dem Anzeigengeschäft können dadurch kompensiert und die Leser-Blatt-Bindungen gestärkt werden. Ihr Wirkungspotenzial entfalten Hörbuch-Editionen hauptsächlich außerhalb des regulären Hörbuchmarkts. Zielgruppe sind die Leser des beteiligten Pressemediums. Auf diese wird das Marketingkonzept – von Inhalt über Vertrieb bis zum Preis – vollständig ausgerichtet. Hörbuch-Editionen bieten Neukunden Orientierung und Sicherheit, da sie sich nach bestimmten literarischen Ansprüchen etc. richten, welche dem Leser schon vom Pressemedium bekannt sind. Hier zeigt sich, dass Hörbuch-Editionen Entwicklungen auf dem Hörbuchmarkt vorgreifen oder zumindest verstärkt abzeichnen. So wird aktuell auch auf dem Hörbuchmarkt zunehmend auf dieses Reihenprinzip gesetzt.

Abstract in English

Press editions are book, DVD or CD collections published by newspapers and magazines. This work examines the development of this business model and observes the media cooperation of press and audiobook publishers. In addition, marketing concepts of audiobook editions are analysed.

Audiobook editions are most often the result of a collaboration between press and audiobook publishers. The advantages for audiobook publishers lie in the development of new ranges of customers. Additionally, newspaper firms function as multipliers, whereby a bigger target audience is reached. The press publisher obtains a new additional product through the cooperation. Absent proceeds from the advertising business can be compensated, and the reader-paper connections can be strengthened. Audiobook editions mainly develop their effect potential outside the regular audiobook market. The readers of the involved print medium are the target group. The marketing concept – from content over distribution to the price – is completely geared to them. Since they are geared to certain literary standards etc. which are known to the reader due to the print medium, audiobook editions offer new customers orientation and safety. Here it can be observed that audiobook editions anticipate developments on the audiobook market, or at least increasingly show them. As it is, on the audiobook market there currently is a focus on this series principle.

Lesestoffe im Deutschunterricht, Privatlektüre und Lesemotivation von Schülern der gymnasialen Oberstufe

Band XXXV

Mahling, Marina

Lesestoffe im Deutschunterricht, Privatlektüre und Lesemotivation von Schülern der gymnasialen Oberstufe

2010, 147 S., ISBN 978-3-940338-18-1
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Abstract auf Deutsch

Studien der Leseforschung zur Sozialisationsinstanz Schule konzentrieren sich häufig auf die Grundschule. Der Zusammenhang zwischen schulischem und privatem Lesen bei älteren Schülern wurde bisher nicht untersucht. Dieses Desiderat greift die Arbeit Lesestoffe im Deutschunterricht, Privatlektüre und Lesemotivation von Schülern der gymnasialen Oberstufe auf. Der empirische Teil stützt sich auf drei Fragestellungen: Welche Lesestoffe werden als Schullektüre ausgewählt und wie werden sie von den Schülern bewertet? In welcher Beziehung stehen Schullektüre und Privatlektüre? Welchen Einfluss hat die Schullektüre auf die Lesemotivation? Der erste Teil beruht auf einer Fragebogenumfrage von 27 Gymnasiallehrern und 396 Schülern der gymnasialen Oberstufe. Im zweiten Teil wird die Situation in der Sekundarstufe I beschrieben, bevor im dritten Teil ein Vergleich zwischen den selbst erhobenen Daten der Sekundarstufe II mit den Ergebnissen aus der Sekundärliteratur für die Sekundarstufe I stattfindet. Die Untersuchung verdeutlicht, dass in der Oberstufe neben Klassikern häufig auch Werke der Moderne und zeitgenössische Titel besprochen werden. Im Gegensatz zu Mittelstufenschülern erachten die älteren Schüler die Arbeit mit Klassikern in der Schule als sinnvoll, auch wenn sie ihnen im Vergleich zu den anderen eingesetzten Werken weniger gefallen. Es besteht allerdings eine große Diskrepanz zwischen den schulischen und privaten Lesestoffen. Auch hat der Literaturunterricht nur selten eine positive Auswirkung auf das private Leseverhalten und die Lesemotivation. Die Ergebnisse vor allem der Lehrerbefragung sind zwar nicht repräsentativ, es werden jedoch Tendenzen sichtbar, zu deren weiterer Untersuchung eine breiter angelegte Studie wünschenswert wäre.

Abstract in English

Reading research studies on the socialization instance school often focus on primary school. The correlation between school and private reading of older students has not yet been examined either. The article Lesestoffe im Deutschunterricht, Privatlektüre und Lesemotivation von Schülern der gymnasialen Oberstufe (German Classes, Private Reading and Reading Motivation of Gymnasial Senior Class Students) seizes this desideratum. The empiric part is based on three questions: Which reading materials are chosen to be read in schools and how are those rated by students? Are books read in school related to ones read in private? Which influence have books read in school on reading motivation? The first part is based on a survey of 27 secondary-school teachers and 369 Gymnasial Senior Class Students. In the second part the situation of the first part of secondary education is described, and then there will be a comparison between the self compiled data of the second part of secondary education and the results of the secondary literature from the first part of secondary education. The analysis shows that, apart from classics, often modern works and contemporary titles are discussed during secondary education. In contrast to middle school students the older students see working with the classics as important, even if they do not like them as much compared to the other works used. However, there is a big gap between school and private reading materials. Additionally, literary education rarely has a positive influence on private reading behaviour and motivation. The results of the teacher survey in particular are not representative, but tendencies become visible for which a broader further study were desirable.

Aufbau und Entwicklung einer digitalen Buchgeschichte. Studie zu Anforderungen und Zielgruppen

Band XXXIV

Greifeneder, Elke/Kuhn, Axel/Rühr, Sandra

Aufbau und Entwicklung einer digitalen Buchgeschichte. Studie zu Anforderungen und Zielgruppen

2010, 28 S., ISBN 978-3-940338-16-7
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Abstract auf Deutsch

Auf Initiative von Ursula Rautenberg und unter Mitwirkung von Wissenschaftlern aus den Bereichen der Buch-, Informations- und Literaturwissenschaft begannen 2009 strukturierte Planungen zur Veröffentlichung einer digitalen Buchgeschichte über das Internet. Damit sollte eine umfassende Überblicksdarstellung erzeugt werden, die international anschlussfähig ist und die verstreuten Wissensbestände zum Thema Buch für Forschung und Lehre vernetzt. Digitale Publikationen müssen dabei medienspezifische Besonderheiten umsetzen und die Präferenzen und Bedürfnisse potentieller Nutzer berücksichtigen. Hierzu führten Wissenschaftler der Erlanger Buchwissenschaft und des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin eine empirische Erhebung durch, um potentielle Nutzergruppen und deren Anforderungen zu analysieren. Die hier vorliegende Auswertung der Studie zeigt transparent die Anforderungskriterien der technischen, strukturellen und inhaltlichen Gestaltung einer digitalen Buchgeschichte. Außerdem werden drei typische Profile potentieller Nutzer vorgestellt.

Abstract in English

In 2009 structured planning for the publication of a digital book history through the internet began on the initiative of Ursula Rautenberg assisted by scientists from the fields of book studies, information science and literary studies. With this, an encompassing overview that is internationally compatible and is able to connect the scattered bodies of knowledge on the topic of the book for research and teaching, was supposed to be created. Digital publications have to implement media specific properties and have to consider the preferences and needs of potential users. For this, scientists of the Book Studies Department in Erlangen and of the Berlin School of Library and Information Science conducted an empiric survey in order to analyze potential user groups and their requirements. The evaluation of the study at hand shows the requirement criteria of a technological, structural and content-related design of a digital book history. In addition to this three typical profiles of potential users are presented.

Die Betriebsform Buchdiscounter im deutschen Bucheinzelhandel – Begriffsbestimmung, Betriebsanalyse und Untersuchung der Entwicklung im Vergleich zum deutschen Lebensmitteleinzelhandel

Band XXXIII

Kujasch, Anja

Die Betriebsform Buchdiscounter im deutschen Bucheinzelhandel – Begriffsbestimmung, Betriebsanalyse und Untersuchung der Entwicklung im Vergleich zum deutschen Lebensmitteleinzelhandel

2010, 102 S., ISBN 978-3-940338-15-0
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Abstract auf Deutsch

Die Entwicklung des Discounthandels gilt als die Erfolgsstory im deutschen Einzelhandel. Die Arbeit betrachtet dieses Phänomen im Bereich des Bucheinzelhandels. Die zentrale These lautet: Im Bucheinzelhandel existiert eine, aus verschiedenen Betrieben bestehende, diskontierende Betriebsform, deren Entwicklung vergleichbar mit der der Discounter im Lebensmitteleinzelhandel ist.

Eine Betriebsformentypologie-Betrachtung zeigt, dass aufgrund grundsätzlicher Gemeinsamkeiten wie Größe, Funktionalität, Lage der Standorte, Konzentration auf Bestseller u.a. Unternehmen wie Weltbild plus, Jokers, Wohlthat’sche Buchhandlung, Zweitausendeins und Cobu Buchdiscounter sind. Bei allen Unternehmen ist ein Streben nach Markenbildung zu beobachten. Im Einzelnen lassen sich aber auch Differenzierungsbestrebungen, beispielsweise bezüglich des Designs oder der fokussierten Zielgruppe, feststellen. Wenn auch zeitlich verzögert, verlief die Entwicklung der Buchdiscounter in der Einführungs-, Wachstums- und Reifephase ähnlich der der Lebensmitteldiscounter. Während sich bei den Lebensmitteldiscountern bereits Degenerationstendenzen erkennen lassen, befinden sich die Buchdiscounter in der Reifephase. Um eine Degeneration zu verhindern bzw. abzuschwächen, nehmen diese Unternehmen eine Neupositionierung vor.

Abstract in English

The development of the discounter market is seen as the success story on the German retail market. This work examines this phenomenon in the area of book retail. The central thesis is: Within the book retail market there exists a discounting operating form that consists of different firms, and which development can be compared to that of the discounters’ on the food retail market.

An observation of the operating form’s typology shows that, among others, businesses like Weltbild plus, Jokers, Wohlthat’sche Buchhandlung, Zweitausendeins and Cobu are book discounters due to basic similarities like size, functionality, location or focus on bestsellers. An aspiration for branding can be seen at all businesses. However, in detail differentiation efforts, for example in regards to design or the focused target group, can also be observed. Even though it was delayed in time, the development of the book discounters in the introduction, growth and maturity stage proceeded similarly to that of the food discounters. Whereas degeneration tendencies can already be observed for the food discounters, the book discounters are still in the maturity stage. In order to prevent or mitigate degeneration, these businesses reposition themselves.

Medien unter Kontrolle. Hrsg. im Auftrag des Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrums (IMZ) an der FAU Erlangen-Nürnberg

Band XXXII

Rühr, Sandra/Grampp, Sven/Meier, Daniel (Hrsg.):

Medien unter Kontrolle. Hrsg. im Auftrag des Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrums (IMZ) an der FAU Erlangen-Nürnberg

2009, 198 S., ISBN 978-3-940338-14-3
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Abstract auf Deutsch

Die Publikation fasst hauptsächlich Vorträge der gleichnamigen Vortragsreihe „Medien unter Kontrolle“ aus dem Wintersemester 2007/08 zusammen. Ein großer Teil der Vortragenden sind Angehörige der interdisziplinären Medienwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität. Hierzu zählen medienverwandte Gebiete wie Buchwissenschaft, klassische Archäologie, Massenkommunikation, christliche Kommunikation, Kunstgeschichte sowie Multimediale Didaktik. Aufgrund der zahlreichen Teildisziplinen gibt es eine große Auswahl an medialen Themen, welche im Rahmen von Medienkontrolle diskutiert werden können. Statt Medienkontrolle nur als Zensur zu begreifen, wird auch die produktive Wirkung, zum Beispiel im Bereich der Kunst, angeschnitten. Im Hinblick auf die ethische Verantwortung von Medien wird außerdem die Selbstkontrolle der deutschen Medienprodukte diskutiert.

Abstract in English

This online publication summarizes mainly lectures of the same title that were given as a series at the Friedrich-Alexander University of Erlangen-Nuremberg in winter 2007/8. Most of the lecturers are members of the Center of Interdisciplinary Media Studies at the university. They represent the media related fields of book studies, classical archaeology, mass communication, christian communication, art history, multimedia didactics and drama. Thanks to these fields there is a big variety of media topics that are debated when it comes to media control. Instead of understanding media control simply as censorship, the productive effects of media control will also be broached, especially as they can be localized in the Arts. Focusing on the ethical responsibility in the media we will discuss furthermore the self-control of the media in Germany.

Routine oder reger Austausch? Eine Analyse deutscher Gegenwartsliteratur in Lizenzausgaben auf dem französischen Buchmarkt von 2000 bis 2007

Band XXXI

Papouschek, Iris

Routine oder reger Austausch? Eine Analyse deutscher Gegenwartsliteratur in Lizenzausgaben auf dem französischen Buchmarkt von 2000 bis 2007

2009, 121 S., ISBN 978-3-940338-12-9
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Abstract auf Deutsch

Im Jahr 2001 war Deutschland Gastland der größten und wichtigsten Buchmesse Frankreichs. Die Arbeit untersucht, inwiefern die Messe den Literaturaustausch zwischen den Ländern beeinflusst hat. Dieser stand bis 2001 nicht im Fokus der Aufmerksamkeit. Seit dem Messeauftritt hat die deutsche Gegenwartsliteratur in französischer Übersetzung jedoch wieder an Bedeutung gewonnen. Die jährliche Anzahl an Übersetzungen zeigt an, dass das neu geweckte Interesse und der entstandene Aufschwung langfristig genutzt werden konnten. An der Spitze des Lizenzgeschäftes mit Deutschland stehen ein mittelgroßer und zwei kleine Verlage. Insgesamt sind viele verschiedene Verlage beteiligt, wovon die Hälfte keiner Verlagsgruppe angehört. Da sich die Rentabilität der Übersetzungen erhöht, können diese auch im immer schnelllebigeren Buchgeschäft Bestand haben. Außerdem gibt es staatliche Subventionen für Verlage, welche Übersetzungen ausländischer Literatur in ihr Programm aufnehmen. Die zunehmende Bekanntheit und das veränderte Image deutscher Autoren in Frankreich spiegeln sich in steigenden Auflagenhöhen wieder. Positiv auf die Übersetzungsquote wirken sich außerdem deutsche Literaturpreise und Jahresbestsellerlisten aus. Im Bereich der Marketingmaßnahmen lassen sich jedoch keine positiven Entwicklungen feststellen. Deutschland als Herkunftsland spielt keine entscheidende Rolle in den Vermarktungsstrategien der Verlage.

Abstract in English

In 2001 Germany was the guest country of France’s biggest and most important book fair. This work examines in what way the fair has influenced the exchange of literature between these countries. This exchange was not in the centre of attention until 2001. Since the fair appearance contemporary German literature has become more important in French translations. The yearly number of translations shows that the newly awakened interest and the resulting upswing could be used on a long-term basis. At the top of the licensing business with Germany are a medium-sized and two small publishing houses. Altogether there are many different publishers involved, half of which are not part of a publishing group. Since the profitability of translations rises, they can last in the fast-paced book market. Additionally there are public subsidies for publishers that include translations of international literature in their programmes. The increasing popularity of and the changed image of German authors in France are reflected in the rising number of published copies. German literature prizes and annual bestseller listings also affect the translation quota positively. In the area of marketing measures no positive developments can be noticed, however. Germany as the country of origin plays no decisive role in the marketing strategies of the publishing houses.

Mit Berufsratgebern zum Erfolg? Angebots- und Nachfragestrukturen im Bewerbungs-, Berufs- und Karriere-Ratgebermarkt

Band XXX

Utsch, Cornelia

Mit Berufsratgebern zum Erfolg? Angebots- und Nachfragestrukturen im Bewerbungs-, Berufs- und Karriere-Ratgebermarkt

2009, 132 S., ISBN 978-3-940338-11-2
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Abstract auf Deutsch

Bis auf kleinere Ausschläge weist die Ratgeberliteratur in den letzten Jahren einen relativ konstanten und hohen Marktanteil auf. Eine ähnliche Konstanz findet sich beim Binnensegement der Bewerbungs-, Berufs- und Karriereratgeber. Die Arbeit stellt strukturelle Gegebenheiten der Angebotsseite, ökonomische Entwicklungen sowie die Käuferstrukturen dieses Ratgebersegments dar und analysiert deren zukünftiges wirtschaftliches Potenzial. Zwischen der realen ökonomischen Bedeutung des Binnensegments für den Buchmarkt und der Bedeutung, die seitens der buchhändlerischen Fachorgane beigemessen wird, besteht eine Diskrepanz. Das Interesse der Kunden an der Thematik ist viel stärker, als es von den Branchenteilnehmern wahrgenommen wird. Auf den ersten Blick lassen die Angebots- und Nachfragestrukturen zwar vermuten, dass es sich um ein angebotsgesättigtes, konkurrenzintensives und substitutionsgefährdetes Segment handelt. Eine tiefergehende Analyse zeigt jedoch, dass die Potenziale der Warengruppe im Gegensatz zum gesamten Ratgebermarkt und den anderen Binnensegmenten verhältnismäßig hoch sind. Hauptargumente für die Attraktivität des Markts sind eine übersichtliche Anzahl an Mitbewerbern, die erhöhte Zahlungsbereitschaft der Kunden und zukunftsträchtige, noch nicht bediente Marktnischen auf der Nachfrageseite. Diese Merkmale weisen auf eine positive Entwicklung auch in der Zukunft hin, weswegen den Verlagen ein Markteintritt bzw. eine Bearbeitung des Segments zu empfehlen ist.

Abstract in English

Apart from minor swings, guidebook literature has been having a relatively constant and high market share in the last few years. A similar constancy can be found in the internal segment of application, job and career guides. This work illustrates the structural properties of the supply side, economic developments as well as customer structures of this guidebook segment and analyzes their future economic potential. Between the real economic importance of the internal segment for the book market and the importance that is ascribed by the book trade specialist bodies exists a discrepancy. The costumers’ interest in this topic is much stronger than it is perceived by the industry’s participants. On the first glance the supply and demand structures can let it presume that it is a segment which is supply saturated, extremely competitive and threatened by substitution. A more in-depth analysis shows, however, that the potentials of the ware group are comparatively high in contrast to the whole guidebook market and the other internal segments. The main arguments for the market’s attractiveness are a manageable number of competitors, the higher willingness to pay of the customers and promising, not yet served market niches on the demand side. These properties indicate a positive development in the future, which is why market entry or dealing with the segment is recommendable for publishing houses.

STM-Publizieren in China. Branchenrahmenbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen 2001–2006

Band XXIX

Weizhong, Cao

STM-Publizieren in China. Branchenrahmenbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen 2001–2006

2008, 172 S., ISBN 978-3-940338-10-5
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Abstract auf Deutsch

Trotz des Beitritts Chinas zur World Trade Organisation 2001 und der Öffnung vieler Wirtschaftsbereiche, ist der Verlagsbuchhandel aus ideologischen Gründen nach wie vor geschlossen. Aufgrund seiner kulturellen Neutralität besitzt das STM-Segment innerhalb der Verlagsbranche das größte Öffnungspotenzial. Die wirtschaftliche Größe und der Internationalisierungsgrad dieses Segments halten mit den inländischen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen jedoch noch nicht mit. Gründe sind die strengen staatlichen Kontrollen und die Steuerung der Branche über administrative Vorgaben. Zudem existiert eine Vielzahl dezentralisierter sowie unsystematischer Verordnungen. Die staatlichen Institutionen greifen außerdem in die strategischen und operativen Entscheidungen ein. Aufgrund künstlicher Marktzutrittsbeschränkungen besitzen die Verlage in einigen Gebieten aber auch Monopolstellung. Die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit und die Herausbildung von Kernkompetenzen werden somit beschränkt. Die Globalisierungstendenz und die Liberalisierung anderer Wirtschaftszweige haben jedoch Änderungen innerhalb der Buchbranche und vor allem im STM-Segment zur Folge. Die Verwaltungstätigkeiten werden an interne Branchenverbände übertragen und das Regelungssystem wird überarbeitet. Um als kommerzielle Unternehmen agieren zu können, erhalten die Verlage mehr Autonomie. Neben diesen Verbesserungen bietet zudem der Aufschwung des elektronischen Publizierens dem STM-Segment eine große Chance, da bereits eine zufriedenstellende Infrastruktur aufgebaut wurde.

Abstract in English

In spite of China’s accession to the World Trade Organization in 2001, and the opening of many economic sectors, the publishing trade is still closed for ideological reasons. Due to its cultural neutrality the STM segment has the greatest opening potential of the publishing industry. However, the economic size and the degree of internationalization of this segment cannot yet compete with national scientific and technological developments. Reasons for this are the strict state control and the control of the industry through administrative guidelines. Additionally, there exists a multitude of decentralized as well as unsystematic regulations. The public institutions interfere with the strategic and operative decisions as well. Due to artificial market entry restrictions the publishing houses possess monopolies in their own areas. The development of competitiveness and core competencies are therefore restricted. Yet, the tendency for globalization and the liberalization of other economic sectors cause changes within the book industry and the STM segment. The administrative activities are transferred to internal branch associations and the control system is revised. In order to be able to act as commercial businesses the publishing houses receive more autonomy. Apart from these improvements the rise of electronic publishing offers the STM segment a great chance, since an adequate infrastructure has already been built.

Ausgaben polnischer Belletristik in deutscher Übersetzung 1990 bis 2004. Geschichte, Förderung und Präsenz einer vermeintlich unbekannten Nationalliteratur

Band XXVIII

Gasse, Annegret

Ausgaben polnischer Belletristik in deutscher Übersetzung 1990 bis 2004. Geschichte, Förderung und Präsenz einer vermeintlich unbekannten Nationalliteratur

2008, 156 S., ISBN 978-3-940338-09-9
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Abstract auf Deutsch

Verlags- und Vermittleraktivitäten beurteilen die Vermittlung polnischer Literatur in deutscher Sprache positiv, da sich bekannte Persönlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart sehr dafür eingesetzt haben. Vom Leser wird die polnische Literatur leider wenig wahrgenommen. Die Arbeit untersucht, in welchem Umfang der Transfer polnischer Literatur in den deutschen Sprachraum zwischen 1990 und 2004 stattgefunden hat. Ab 1990 fand aufgrund politischer Umwälzungen eine verstärkte wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit statt, welche aber vor allem auf deutscher Seite bald in Resignation und Stagnation mündete. Während Polen bei Lizenznahmen und Lizenzvergaben am stärksten an Deutschland interessiert ist, bezieht Deutschland von Polen verhältnismäßig wenig Lizenztitel. Die zahlreichen Förderinstitutionen zeigen, dass die Förderung polnischer Literatur in Deutschland sehr hoch ist. Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum 400 Titel von 170 polnischen Autoren in 570 Ausgaben publiziert. Inhaltlich kommen vor allem historische Themen, welche eine Verbindung von Polen und Deutschen aufweisen, vor. Spitzentitel gibt es kaum, es existieren stattdessen viele Ausgaben mit geringer Auflage.

Abstract in English

Publisher and intermediary activities evaluate the intermediation of Polish literature in the German language positively as famous personalities have been supporting it both in the past and the present. Unfortunately, the readers hardly notice Polish literature. This work examines to which extent the transfer of Polish literature into the German language area has occurred between 1990 and 2004. Due to political changes, from 1990 on there was an increasingly economic and cultural cooperation, which soon ended in resignation and stagnation, especially on the German side. Whereas Poland is most strongly interested in German concerning licensing, Germany obtains relatively few licensed titles from Poland. The numerous development institutions show that the promotion of Polish literature in German is very high. In all, 400 titles by 170 Polish authors were published in 570 editions during the investigation period. Regarding the contents, historical topics that possess a connection between Polish and German people appear most often. Top-selling titles are very rare, instead there exist many editions in small circulations.

Marketingstrategien und Programmplanung spanischer Verlage vor dem Hintergrund der Kommunikationskontrolle und Wirtschaftspolitik des Franquismus (1939–1975)

Band XXVII

Schweitzer, Janina

Marketingstrategien und Programmplanung spanischer Verlage vor dem Hintergrund der Kommunikationskontrolle und Wirtschaftspolitik des Franquismus (1939–1975)

2008, 162 S., ISBN 978-3-940338-08-2
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Abstract auf Deutsch

Verlage sind Unternehmen und kulturelle Institutionen. In einem diktatorischen Politiksystem sind sie demnach sowohl von den Zensurbedingungen als auch von der Wirtschaftspolitik der Regierung betroffen. Diese Arbeit analysiert wie spanische Verlage mit diesen äußeren Einflüssen während der Diktatur General Francos von 1939 bis 1975 umgegangen sind.

Um über die Umstände des Verlegens in Francos Spanien zu informieren wird eine Übersicht gezeigt, welche die Zensurmaßnahmen die zur Zeit des Franco-Regimes eingesetzt wurden und die wirtschaftlichen Restriktionen welche die Buchbranche betrafen, ausführlich beschreibt. Die Politik gegen den Buchhandel wurde geformt indem ihm eine außergewöhnliche Position innerhalb der staatlichen Wirtschaft gegeben wurde und durch deren Überwachung und Kontrolle.

Der zweite Teil dieser Arbeit platziert einen Fokus auf konkrete Marketingstrategien welche von den Verlagen ausgearbeitet wurden, und der Generation der Publikationspläne  der Verlage, illustriert von konkreten Beispielen. Um diese Punkte zu strukturieren werden sie mithilfe des sogenannten Marketing-Mix untersucht. Er unterteilt die Maßnahmen des Marketings in Produktpolitik (einschließlich der Verlagsprogramme), Preispolitik, Promotion und Vertrieb (Platzierung).

Nach einer kurzen Periode hoher Nachfrage nach Büchern und der geringen Kapazität des Verlagssektors kurz nach dem Spanischen Bürgerkrieg, stieg die Zahl der Verlage und sie mussten deshalb mit Konkurrenz und Überproduktion zurechtkommen. Gut durchdachte Marketingstrategien und Verlagsprogramme wurden notwendig für das Überleben eines Verlages. Unter Einbezug der Überwachung und der Restriktionen für publizierte Inhalte hatten Verlage drei große Möglichkeiten für ihre Orientierung: eine Richtung welche ideologisch nahe dem Regime blieb, Neutralität oder Opposition.

Die erste Gruppe kannte auf die Unterstützung der Regierung zählen aber sah sich während der sozialen Veränderungen der 1960er Jahre einer kleineren Nachfrage gegenüber. Neutrale Verlage kamen im Allgemeinen eher für die Nachfrage der Kunden auf und reagierten flexibler auf Änderungen des öffentlichen Geschmacks und der öffentlichen Meinung. Ihre weitreichenden und ausbalancierten Programme machte sie weniger angreifbar für einzelne Zensurinterventionen. Einige dieser Verlage konnten ihre Marktposition durch aktive Marketingmaßnahmen stärken.

Oppositionelle Verlage hatten große Probleme mit der Zensur und konnten bis zur Mitte der 1960er Jahre keine nennenswerte Marktposition einnehmen. Auch dann hatten sie oft wirtschaftliche Probleme. Ihr Aufschwung war kurz und endete kurz nach Francos Tod als das öffentliche Interesse an politischen Publikationen nachließ.

Einige der Faktoren welche den spanischen Buchhandel während der Jahre Francos charakterisierten sind immer noch typisch, wie alternative Vertriebskanäle, direkte Verkäufe usw. Die meisten der heutigen wichtigsten Verlage welche heutzutage große Unternehmensgruppen bilden hatten ihre Basis zu dieser Zeit.

Abstract in English

Publishing houses are business companies and cultural institutions. In dictatorial political systems they are therefore affected by censorship conditions as well as by the economic policy of the government. This thesis analysis how Spanish publishing houses dealt with those outside influences during the dictatorship of General Franco from 1939 to 1975.

To inform about the circumstances for publishing in Franco’s Spain, an overview is presented, which details the censorship measures applied during the Franco regime and the economic restrictions that effected the publishing industry. The policy against the book trade was shaped by giving it an exceptional position within the state economy and by its surveillance and control.

The second part of this thesis places a focus on the concrete marketing strategies, worked out by the publishing houses, and the generation of the publishing plans by the publishers, illustrated by concrete examples. To structure these points, they are examined with the aid of the so-called Marketing-Mix. It subdivides the measures of marketing into product policy (including the publishing programmes), pricing, promotion and distribution (placement).

After a short period of high demand for books and the low capacity of the publishing sector immediately after the Spanish Civil War, publishing houses increased in number and therefore had to deal with competition and overproduction. Well thought-out marketing strategies and publishing programmes became essential if a publishing house were to survive. Taking into account the surveillance and the restrictions for published content, publishing houses had three major possibilities for their orientation: a direction remaining ideologically close to the regime, neutrality or opposition.

The first group could count on government support but was confronted with less demand during the social changes that began in the 1960s. Neutral publishing houses generally accounted more for customer’s demand and reacted more flexibly to changes in public taste and opinion. Their wide-ranging and balanced programmes made them less vulnerable to single censorship interferences. Some of these publishing houses could strengthen their market position by active marketing measures.

Oppositional publishing houses encountered big problems with censorship and were not able to achieve a considerable market position until the mid 1960s. Even then they often had economical problems. Their boom period was short and ended soon after Franco’s death when public interest in political publications declined.

Some of the factors that characterized the Spanish book trade during the Franco years are still typical today, such as alternative distribution channals, direct sales etc. Most of today’s important publishing houses which nowadays form big corporate groups had their basis at this time.

Unterhalter am Herd. Jamie Oliver, Tim Mälzer und Cyril Lignac setzen neue Akzente auf dem Kochbuchmarkt in Deutschland und Frankreich

Band XXVI

Buchdrucker, Sarah Annette

Unterhalter am Herd. Jamie Oliver, Tim Mälzer und Cyril Lignac setzen neue Akzente auf dem Kochbuchmarkt in Deutschland und Frankreich

2008, 160 S., ISBN 978-3-940338-07-5
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Abstract auf Deutsch

Ausgehend von Großbritannien hat in den letzten fünf Jahren eine junge Generation telegener Szeneköche eine neue Ära der Kochshow eingeläutet. Auf dem Kochbuchmarkt hat dadurch eine Neuakzentuierung des Angebots durch Fernsehkochbücher stattgefunden. Die Arbeit analysiert, wie es den Jungköchen gelingt große Publikumsmassen zum Kochbuchkauf zu mobilisieren und inwiefern die Konsumenten zum Kochen motiviert werden. Die Popularisierung des Kochens äußert sich v.a. darin, dass Fernsehköche zu Stars mit riesigen Fangemeinden wurden. Die Fernsehkochbücher zeigen jedoch, dass eine Diskrepanz zwischen dem Anspruch, Laien das Kochen beizubringen, und dem tatsächlichen Aufbau der Kochbücher besteht. Es fehlt an systematisch gegliederter Information. Die Köche präsentieren stattdessen sich selbst. Die Fernsehkochbücher sind somit überwiegend reine Fanartikel mit geringem praktischem Wert. Neben den Fernsehkochbüchern gibt es zahlreiche weitere Titel auf dem Kochbuchmarkt. Auch bei diesen Standardwerken ist eine Tendenz zur Popularisierung erkennbar. In Autorenkochbüchern wird als Vermarktungsstratgie die Bindung des Buchs an eine Person der Rezeptautoren- oder Kochszene in den Vordergrund gestellt. Im Gegensatz zu Deutschland sind in Frankreich die Fernsehköche nur mit TV-Shows berühmt. Anders als in Deutschland belegen sie nicht die vordersten Ränge der Bestellerlisten der Kochbücher.

Abstract in English

Starting from Great Britain, a new generation of telegenic trendy chefs have ringed in a new era of the cooking show in the last five years. Due to this, a new accentuation of the supply has occurred on the cook book market because of the TV cook books. The work analyzes how the young chefs manage to mobilize great audience masses to buy cook books and to what extent the consumers are motivated to cook. The popularization of cooking is above all expressed the fact that TV cooks have become stars with huge fan bases. Yet, the TV cook books show that there is a discrepancy between the aspiration of teaching laymen how to cook, and the actual structure of the cook books. Systematically ordered information is lacking. The chefs present themselves instead. The TV cook books are therefore predominantly pure memorabilia of small practical value. Apart from the TV cook books there are numerous other titles on the cook book market. With these standard works a tendency for popularization can be noticed as well. In author cook books the ties of a book to a person from the recipe author or cooking scene is featured as a marketing strategy. In contrast to Germany, the TV chefs in France are only known for TV shows. Unlike it is in Germany, they do not rank highly on the best-seller lists of cook books.

E-Commerce. Auswirkungen auf den Bucheinzelhandel. Mit Ergebnissen der zweiten Branchenumfrage in der Region Franken

Band XXV

Kuhn, Axel

E-Commerce. Auswirkungen auf den Bucheinzelhandel. Mit Ergebnissen der zweiten Branchenumfrage in der Region Franken

2008, 45 S., ISBN 978-3-940338-06-8
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Abstract auf Deutsch

2004 erschienen mit E-Commerce. Auswirkungen auf den Bucheinzelhandel die Ergebnisse einer empirischen Studie des Forschungsprojekts Electronic Publishing und E-Commerce im Buchhandel, welche die Auswirkungen des elektronischen Handels auf die Strukturen des Buchhandels untersuchten. Die Studie wurde 2007 wiederholt, um aus den Veränderungen Erkenntnisse über die Etablierung des elektronischen Handels im Bucheinzelhandel zu gewinnen. Die hier vorliegenden Ergebnisse zeigen auf, wie sich die Einbindung von E-Commerce-Angeboten in den Unternehmen entwickelt hat, welche Problemfelder gelöst wurden oder neu entstanden sind und wie sich die Konkurrenz zwischen stationärem und ambulantem Handel verändert hat. Abschließend geben die befragten Buchhändler eine Einschätzung der weiteren Marktentwicklung und eine Prognose zu zukünftigen Entwicklungen im Bucheinzelhandel.

Abstract in English

In 2004 the results of an empiric survey from the research project Electronic Publishing und E-Commerce im Buchhandel (Electronic Publishing and E-Commerce in the book trade), which examined the effects of electronic trade on the structures of the book market, were released in E-Commerce. Auswirkungen auf den Bucheinzelhandel (E-Commerce. Effects on book retail). This study was repeated in 2007 in order to gain insights about the establishment of the electronic trade within book retail from the changes. The present results show how the inclusion of e-commerce offers has developed, which problem areas have been solved and which have emerged and how the competition between stationary and ambulant retail has changed. In conclusion the surveyed book retailers give an assessment of the further development of the market and a prognosis for future developments in book retail.

Das illustrierte literarische Gebrauchsbuch bei der Büchergilde Gutenberg: Eine Analyse ausgewählter Buchbeispiele aus den Jahren 1924 bis 1933

Band XXIV

Friedsam, Britta

Das illustrierte literarische Gebrauchsbuch bei der Büchergilde Gutenberg: Eine Analyse ausgewählter Buchbeispiele aus den Jahren 1924 bis 1933

2008, 119 S., ISBN 978-3-940338-05-1
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Abstract auf Deutsch

Die Arbeit analysiert die kommunikativen Leistungen der Buchillustration im illustrierten literarischen Gebrauchsbuch zunächst im Hinblick auf theoretische Fragen. Um mögliche Zusatzleistungen der Illustrationen bei der Büchergilde Gutenberg zu ermitteln, werden sie anschließend in Bezug zum Gründungshintergrund der Buchgemeinschaft gesetzt. Die Illustrationen standen in einem engen Zusammenhang mit der arbeiternahen Orientierung der Buchgemeinschaft. Um einen Niedergang der Buchkultur zu verhindern, wurde das illustrierte literarische Gebrauchsbuch als eigenständige Buchgattung gepflegt. Zudem sollte dem Arbeiterleser ein leichterer Zugang zum Buch ermöglicht und zudem nachhaltiges Wissen geboten werden. Aus buchwissenschaftlicher Sicht nimmt das illustrierte literarische Gebrauchsbuch eine Sonderstellung ein. Es steht zwischen dem alltäglichen Gebrauchsbuch und dem bibliophilen Buch. Publiziert wird dieses nur noch von wenigen Verlagen. Die Büchergilde Gutenberg hat sich eine Nische des Buchmarkts erschlossen und spricht gezielt Buchkunstinteressierte an. Um Kosten zu sparen, greift sie dabei häufig auf gemeinfreie Werke zurück und lässt diese von zeitgenössischen Künstlern illustrieren.

Abstract in English

At first, the article analyzes the communicative efforts of book illustrations within the illustrated literary usage book in regards to the theoretical questions. In order to determine the possible benefits of illustrations in the Büchergilde Gutenberg, they will subsequently be connected to the founding origin of the book club. The illustrations were closely connected to the working class orientation of the book club. In order to prevent a decline of the book culture the illustrated literary usage book was treated as its own type of book. In addition to that, enabling working readers to  have easier access to books and to acquire deep knowledge was a goal. From a Book Studies point of view the illustrated literary usage book has a special position. It stands between the everyday usage book and the bibliophile book. It is only still published by a few publishing houses. The Büchergilde Gutenberg has developed a book market niche for itself and appeals to customers interested in book art. In order to save money, it often draws on works in the public domain and has them illustrated by contemporary artists.

Farben, Zeichen und Effekte. Gestaltungstypen deutscher Kinder- und Jugendsachbuchreihen

Band XXIII

Krause, Anja

Farben, Zeichen und Effekte. Gestaltungstypen deutscher Kinder- und Jugendsachbuchreihen

2008, 109 S., ISBN 978-3-940338-04-4
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Abstract auf Deutsch

Texte und Dokumente sind Verkörperungen der Kultur. Aber nachdem das geschriebene Wort lange Zeit als Medium dominierte, kann eine sogenannte „ikonische Wende“ in den letzen Jahren festgestellt werden. Inhalt wird mehr und mehr durch Bilder und Symbole übertragen als durch Texte und Dokumente. Die ikonische Wende kommt mit der steigenden Wichtigkeit der neuen Medien: Fernsehen, Mobiltelefone, PC und Internet. Um die neuen Medien zu begreifen sind die Interpretation von Bildern und die Fähigkeit, Hypertextstrukturen zu verstehen, viel wichtiger als Text auf eine lineare und kontinuierliche Art und Weise zu  verstehen.

Kinder und Jugendliche sind die Hauptnutzer der neuen Medien. Zur gleichen Zeit haben Studien wie PISA (Programme for International Student Assessment; Programm zur internationalen Schülerbewertung) und IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) gezeigt, dass die Lesefähigkeit von Kindern und Jugendlichen nicht länger selbstverständlich ist.

Diese Analyse untersucht den Zusammenhang zwischen diesen bewiesenen Problemen bezüglich kontinuierlichen Lesens und des Konsums von neuen Medien, welche keine Fähigkeiten wie Konzentration und lineares Denken benötigen, sondern das Gegenteil: sich an Umschalten, Zapping und Zoomen zu gewöhnen.

Der Hauptteil dieser Studie beschäftigt sich mit der Frage ob dieser Wahrnehmungswechsel auch in den Produkten, die früher mit linearem Denken verknüpft waren, widergespiegelt wird: in Büchern. Wie reagieren Verleger auf die neuen Anforderungen? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen werden 16 deutsche Sachbuchreihen für Kinder und Jugendliche analysiert. Wichtige Parameter sind unter Anderem das Verhältnis zwischen Text und Illustrationen oder Photos, die Länger der Textabschnitte und das Layout des Textes selbst (Schriftart, Schriftgröße, Zeilenlänge, Zeilenabstand, Schwerpunkte).

Die Analyse arbeitet vier Layouttypen aus:

1.      Ein komplett lineares Layout das nur kontinuierliches Lesen erlaubt (Reines Linearlayout).

2.      Ein paralleles Layout das aus durchgehendem Text und einigen kleineren Textteilen besteht (Parallellayout). Die kleineren Textpassagen können dem Leser helfen einen einfacheren Einstieg in das Lesen des durchgehenden Textes zu finden.

3.      Ein teilweise lineares Layout das aus durchgehendem Text, der in Fragmente unterteilt ist, besteht (Partielles Linearlayout). Der Leser ist gezwungen kontinuierlich zu lesen – aber nur kurze Abschnitte (meist ein oder zwei Seiten).

4.      Ein Layout mit nur kleinen Textabschnitten und komplett ohne einen durchgehenden Text (Portioniertes Layout). Diese Art des Layouts entspricht den hypertextuellen Strukturen in neuen Medien.

Alle diese Typen können in den analysierten Buchreihen gefunden werden, aber die meisten Verleger wählen die Layouts von Typ 2 und 3. Der Grund dafür könnte einerseits sein, dass ein Layout nur mit durchgehendem Text zu schwierig zu lesen ist für Kinder und Jugendliche, die von neuen Medien beeinflusst sind. Und dass andererseits Layouts vom Typ 4  es nicht erlauben, Büchern eine logische Zusammenstellung zu geben weil jeder der kleinen Textabschnitte der erste sein könnte, der gelesen wird. Andererseits kommen Typ 2 und Typ 3 den neuen Auffassungsarten entgegen, ohne den eigenen traditionellen Charakter von Büchern zu vernachlässigen.

Abstract in English

Text and scripture are embodiments of culture. But after the written word has medially dominated for a long time, a so-called “iconic turn” can be detected in the last years. Content is more and more transferred by pictures and symbols than by text and scripture. The iconic turn comes along with the increasing importance of new media: TV, mobile phones, PC and internet. To comprehend new media, the interpretation of pictures and the capability of understanding hypertext structures are much more important than reading text in a linear and continuous way.

Children and adolescents are the main users of new media. At the same time, studies like PISA (Programme for International Student Assessment) and PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) have demonstrated that literacy of children and adolescents is no longer self-evident.

This analysis examines the coherence between those proven problems in continuous reading and the consumption of new media, which does not request abilities like concentrating and linear thinking, but quite the contrary: getting used to switching, zapping and zooming.

The main part of this study deals with the question whether this change of perception is also reflected in the products formerly connected with linear thinking: in books. How do publishers react to the new requirements? To get to the bottom of this question, 16 German non-fiction book series for children and adolescents are analysed. Important parameters are, amongst others, the ratio of text and illustrations or photos, the length of text portions and the layout of the text itself (font, font size, line length, line pitch, emphases).

The analysis works out four types of layouts:

1.      A completely linear layout which only allows continuous reading (Reines Linearlayout).

2.      A parallel layout which consists of a continuous text and several smaller text portions (Parallellayout). The smaller text portions can help the reader to find an easier access to reading the continuous text.

3.      A partially linear layout which is composed of a continuous text divided up into fragments (Partielles Linearlayout). The reader is constrained to read continuously – but only short passages (mostly 1 or 2 pages).

4.      A layout with only small text portions and totally without a continuous text (Portioniertes Layout). This type of layout corresponds to hypertextual structures in new media.

All those types can be found in the analysed book series, but most publishers choose layouts of type 2 and 3. The reason for this might be that on the one hand, a layout with continuous text only is in fact too difficult to read for children and adolescents influenced by new media. And on the other hand, layouts of type 4 don’t allow giving books a logical configuration because each of the small text portions could be the first one to be read. On the contrary, type 2 and type 3 accommodate with the new ways of perception without neglecting the own traditional character of books.

Baedekers Reisehandbücher Funktionen und Bewertungen eines Reisebegleiters des 19. Jahrhunderts

Band XXII

Mittl, Katja

Baedekers Reisehandbücher Funktionen und Bewertungen eines Reisebegleiters des 19. Jahrhunderts

2007, 149 S., ISBN 978-3-940338-02-0
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Abstract auf Deutsch

Karl Baedeker gilt - zusammen mit dem englischen Verleger Murray - als derjenige, der den modernen Reiseführer eingeführt hat. Die Arbeit analysiert die zeitgenössischen Bewertungen und Rezensionen der Reihe „Baedeker’s Reisehandbücher“ von 1859 bis 1914. Die Reihe war an ein vermögendes Publikum gerichtet, welches sich Bildungsreisen leisten konnte. Die Rezipienten gehörten überwiegend einer bürgerlichen Elite an. Der Baedeker galt als idealer Reiseführer und der Verlag hatte den Ruf, den Reiseführer perfektioniert zu haben. Neben literarischen Klassikern gehörte er zum Kanon des Touristen; der komplexe Inhalt und das Seitenlayout verdeutlichen, dass der Baedeker zur Vor- und Nachbereitung einer Reise, als auch vor der Sehenswürdigkeit selbst konsultiert werden kann.

Abstract in English

Karl Baedeker is seen, together with the English publisher Murray, as the one establishing the modern guidebook. This work analyses the contemporary evaluations and reviews of the series “Baedeker’s Guidebooks” from 1859 to 1914. The series was aimed at a wealthy audience that could afford educational journeys. The recipients predominantly belonged to a bourgeois elite. The Baedeker was seen as an ideal guidebook and the publishing house had the reputation of having perfected the guidebook. Apart from literary classics it belonged to a tourist’s canon; in addition, the complex contents and the layout also show that the Baedeker is consulted both for the preparation and the follow-up of the journey, as well as at the sight itself.

Open Access als alternatives Publikationsmodell der Wissenschaft

Band XXI

Blum, Claudia

Open Access als alternatives Publikationsmodell der Wissenschaft

2007, 93 S., ISBN 978-3-940338-03-7
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Abstract auf Deutsch

Das Open-Access-Modell kann sich nur etablieren, wenn Wissenschaftler ihre Artikel noch stärker in Open-Access-Zeitschriften publizieren. Bezüglich der Kosten werden sowohl ein Einsparungspotential als auch eine Zunahme der Ausgaben sowie gleichbleibende Kosten prognostiziert. Um das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften zu ermöglichen, müssen in den Forschungsetats zukünftig Mittel für die Finanzierung der Autorengebühren enthalten sein. Aktuell haben die neuen Publikationsmöglichkeiten nur einen geringen Bekanntheitsgrad. Obwohl sich die Zahl der frei zugänglichen Zeitschriften in den letzten Jahren verdoppelt hat, beträgt ihr Anteil an den rund 24.000 wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit nur 10 %. Bei den großen Fachverlagen können sich die Wissenschaftler zunehmend zwischen einer Open-Access-Veröffentlichung, für die eine Autorengebühr zu entrichten ist, und der traditionellen Subskription entscheiden. Potenzial sehen die Verlage zukünftig vor allem im Selbstarchivierungsmodell. Ihre Aufgabe wäre es dann, einen Mehrwert im Vergleich zu den frei zur Verfügung stehenden Inhalten zu schaffen. Alternative wäre ein autorenfinanziertes Modell, bei welchem die Finanzierung nicht mehr durch die Abonnenten, sondern durch die Autoren bzw. deren Institutionen erfolgt.

Abstract in English

The Open Access Model can only establish itself when scientists increasingly  publish their articles in Open Access magazines. In regards to the costs, both potential savings as well as an increase of expenses or consistent costs are predicted. In order to make publishing in Open Access magazines possible, means for financing author fees have to be covered by research budgets in the future. Currently, the new possibilities of publication only possess a low profile. Although the number of freely accessible magazines has doubled over the last few years, their share of the approx. 24.000 scientific magazines worldwide only amounts to 10%. At big specialist publishers, the scientists can increasingly choose between an Open Access Publication for which an author fee has to be paid, and the traditional subscription. For the future, the publishing houses most notably see potential in self-archiving models. It would then be their task to create additional value for the freely accessible contents. An alternative would be an author-financed model, for which financing would not occur through subscribers anymore, but through the authors or their institutions.

Zum Strukturwandel im Buchhandel der Gegenwart. Eine Markt- und Strategieanalyse der deutschen Filialunternehmen

Band XX

Emrich, Kerstin

Zum Strukturwandel im Buchhandel der Gegenwart. Eine Markt- und Strategieanalyse der deutschen Filialunternehmen

2007, 138 S., ISBN 978-3-940338-01-3
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Abstract auf Deutsch

Die Arbeit untersucht die Entwicklungen im verbreitenden Buchhandel unter besonderer Berücksichtigung von Filialunternehmen. Der Sortimentsbuchhandel befindet sich in einem umfassenden Konzentrationsprozess, der neben den klassischen Sortimentsbuchhandlungen und den Filialsystemen auch die weiteren Handelsstufen des Buchmarkts betrifft. Die Branche hat die Reifephase erreicht. Ihre Struktur -ehemals von mittelständischen Einzelbetrieben geprägt- wandelt sich. Der Übergang vom Stadium der Zersplitterung zur Konzentration und wirtschaftlichem Wachstum spiegelt sich in der Umsatzstruktur wider. Die großen Unternehmen setzen mehr um, während kleinere Buchhandlungen unterdurchschnittliche Umsätze verzeichnen. Der Wettbewerb äußert sich in Zeiten stagnierender Umsätze besonders im Kampf um Marktanteile. Die meisten Firmen konzentrieren sich auf eine Differenzierung von Angebot und Dienstleistungen. Jedoch wird trotz gesetzlich geregelter Ladenpreisbindung die Preisstrategie zunehmend beliebter. Defizite sind bei inhabergeführten Filialunternehmen in der bewussten strategischen Ausrichtung und deren Umsetzung zu erkennen. Besonders die Feinsteuerung, d.h. die Positionierung und Profilierung, muss in zukunftsfähigen Buchhandelsketten unter dem Postulat der Rentabilität gefördert werden. Zukünftig besteht die Herausforderung v. a. darin, die Phase der Stagnation zu überwinden.

Abstract in English

The work examines the developments within the distributing book trade in special consideration of chain store companies. The retail book trade is in an extensive concentration process that also affects other levels of trade of the book market apart from retail bookstores and the chain store systems. Altogether the industry has reached the maturity stage. Its structure, which has formerly been shaped by middle-class individual holdings, is changing. The transition from the state of fragmentation to concentration and economic growth is reflected in the turnover structure. The big companies gross more, while smaller bookstores report less than average turnovers. The competition particularly expresses itself in times of stagnating turnovers through the fight for market shares. Most companies concentrate on a differentiation through offers and services. However, the pricing strategy is becoming increasingly popular despite the price maintenance regulated by law. Deficits can be recognized in the conscious strategic focus and its implementation at owner-managed chain store companies. Especially the fine tuning, i.e. the positioning and profiling, has to be encouraged under the postulate of profitability in book chain stores fit for the future. In the future, the challenge mainly lies in overcoming the stagnation phase.

Erfolg in Serie? Zeitungsbibliotheken auf dem deutschen Buchmarkt

Band XIX

Schlusche, Sonja

Erfolg in Serie? Zeitungsbibliotheken auf dem deutschen Buchmarkt

2007, 255 S., ISBN 978-3-940338-00-6
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Abstract auf Deutsch

Der deutsche Buchmarkt ist in Bewegung. In diesem traditionellen Sektor der Wirtschaft ist steigende wirtschaftliche Effizienz  gefragt. Neue Impulse kommen auch vom Nachrichtenjournalismus, welcher ein neuer Teilnehmer der Publikation von Büchern oder buchähnlichen Produkten ist. Aufgrund einer wirtschaftlichen und strukturellen Krise nach der Jahrtausendwende waren die Nachrichtenverlage gezwungen neue Initiativen umzusetzen und neue Strategien zur Kompensation ihrer Verkaufsrückgänge zu entwickeln. Nach einigen missglückten Versuchen zur Reorganisation haben sie neue Diversifikationsstrategien basierend auf ihren verschiedenen Medienmarken herausgearbeitet. Auf diese Weise konnten Medienkonzerne ihr Kerngeschäft des Zeitungsverkaufs und der Werbung mit einer erweiterten Produktauswahl ergänzen. Seit 2004 waren die erfolgreichsten dieser neuen Produkte Buchreihen, die eine neue langzeitliche Erlösquelle bieten und gleichzeitig das Ansehen der entsprechenden Zeitung oder Zeitschrift steigern und ihre Bindung zu den Lesern stärken.

Anderswo in Europa und außerhalb davon haben Buchreihen seit 2000 zu gesteigerten Verkäufen für Medienkonzerne beigetragen. Seit der Einführung der SZ-Bibliothek, der ersten deutschen Buchreihe, durch die Süddeutsche Zeitung, haben Buchsammlungen von Nachrichtenjournalismusfirmen einen steigenden Grad von Beliebtheit in Deutschland erreicht und wurden im Buchhandel als ein eigenes Genre anerkannt. Trotz dieses Erfolges gab es bisher keine umfassende Studie dieses Medienphänomens. Diese Arbeit wird deshalb die Entwicklung des neuen Marktsegments nachverfolgen.

Die Analyse wird zeigen dass alle Buchreihen auf komplexen und doch ähnlichen Marketingkonzepten basieren. Die redaktionelle Strategie besteht aus der Publikation von Backlisttiteln, deren Beliebtheit nachgelassen hat, in neuer Aufmachung. Durch die Aneignung der Publikationsrechte profitieren die Herausgeber von der Backlistmüdigkeit des traditionellen Buchhandels, der sich vorwiegend auf das Publizieren von neuen Werken konzentriert hat, sodass die Publikationsrechte für ältere Werke billig erworben werden können. Alternativ können Herausgeber aus dem Journalismussektor ihre eigenen Inhalte bereitstellen. Sowohl gedruckte Publikation als auch Hörbücher sind die Norm. Dafür kooperieren Nachrichtenjournalismusfirmen typischerweise mit traditionellen Buchverlagen. Im Gegensatz dazu kooperieren regionale Zeitungen oft auf horizontaler Ebene und teilen folglich Risiken und Kosten.

Der Erfolg einer Reihe hängt von Synergieeffekten ab die ökonomische Effizienz in allen Abschnitten der Entwicklung erlauben, von Design und Produktion zu Vertrieb und Marketing. Dementsprechend ist die Redaktion für das Reihenkonzept und die Buchauswahl verantwortlich. Die Produktionsabteilung des Herausgebers legt die Produktgestaltung fest während die Produktionsstätten der Firma oder eines Partners die Bücher oder Hörbücher produzieren. Die Verleger greifen auf ihre existierenden Vertriebsstrukturen zurück. Bestehender Kundenservice und Abbonementsysteme erlauben direkte Vermarktung der Ausgaben. Verlage zählen auf flächendeckende Distribution und nutzen etablierte Vertriebskanäle. Buchreihen und Anthologien werden nicht nur über den Bucheinzelhandel und direktes Marketing vertrieben, sondern auch von Grossisten und auf dem sekundären Markt um ihre Verbreitung und Kundenzahlen außerhalb des traditionellen Markts zu erhöhen. 2006 aber bevorzugten Nachrichtenjournalismusverleger Einzelhandelsumsätze als Hauptvertriebskanal um eine breite Marktdurchdringung ihrer Bücher und buchartigen Produktionen zu erreichen.

Durch betriebseigene Werbung in existierenden Medien können die Reihen und Anthologien im ganzen Land auf Kosten von geringeren Werbeeinahmen beworben werden. Die Grenze zwischen objektiver Berichterstattung und Schleichwerbung ist oft fließend, was Vorwürfe von Medienkritikern einbrachte. Herausgeber stellen oft umfangreiche Werbekampagnen in Fernsehen, Radio und Printmedien für ihre Reihen und Anthologien auf die Beine. Die journalistischen Anthologien sind oft erwähnenswert für die Kombination eines niedrigen Preises mit qualitativ hochwertigem Inhalt und Design. Folglich ist es möglich das benötigte Massenpublikum für eine hohe Auflage zu erreichen. Eine hohe Auflage resultiert in geringen Produktionskosten pro Kopie. Mit einer einheitlichen Produktgestaltung bezüglich des Inhalts und des Layouts können Verleger  jedes Werk einer Reihe in ein Sammlerstück verwandeln. Die einheitliche Gestaltung jeder Ausgabe und Kaufanreize beim Erwerb einer ganzen Sammlung dazu anregen mehrere Bände zu kaufen, oder vorzugsweise zum Erstehen der kompletten Sammlung. Zusätzlich ist es möglich dies zu verstärken indem die Kanonizität der Sammlung in der Werbung betont wird, welche gleichzeitig den Lesern eine Orientierungshilfe für den überschwemmten Buchmarkt bietet. Der Markenname der Zeitung oder der Zeitschrift wirkt auch als Qualitätssiegel das Vertrauen in den Lesern wecken soll. Diese Arbeit folgert dass frühe journalistische Reihen tatsächlich einen gewissen Wert für Sammler erhalten haben. Der Wert fiel mit der sinkenden Neuheit dieser Reihen. Heute kann der Handel mit Spezialausgaben nur noch als Außer-Haus-Markt gesehen werden.

Als Folge des Überangebots an Zeitungsbuchreihen und, folglich, einer gestiegenen Zahl von Konkurrenten, spezialisierten Nachrichtenjournalismusverleger ihre Produkte. Demnach ist es möglich fünf Ausgabentypen zu identifizieren, abgesehen von den frühen Literaturreihen die ein weites Feld an Genres abdeckten. Zu diesen fünf Typen gehören: Reihen die sich auf bestimmte Genres spezialisieren, Nischenmarktsammlungen und buchähnliche Sammlungen. Desweiteren entwickelten Unternehmen kombinierte Produkte oder nutzen ihre eigenen bestehenden Datenbanken um eigene Zeitungssammlungen zusammenzustellen. 

Obwohl journalistische Buchreihen die einheitliche Buchpreisbindung nicht verletzen, ist die Abneigung gegen diesen Industriesektor  sehr ausgeprägt. Schließlich verursachten die aggressiven Marketingstrategien der Nachrichtenjournalismusfirmen eine Verschiebung der existierenden Preispunkte und sind teilweise für die Durchschnittspreisminderung der Belletristik verantwortlich. Dies resultiert in einem Wettbewerb zwischen früheren Ausgaben eines Werks und der Zeitungsausgabe, welche Kunden als günstige Alternative bevorzugen. Es war nicht möglich herauszufinden ob diese speziellen Angebote die Preisauffassung der Kunden beeinflussten. Allerdings bedeuteten die neuen Ausgaben auch mehr Kunden für Sortimentsbuchhandlungen und sie gewannen mehr Kunden für den Buchmarkt als Ganzes. Insgesamt stieg auch der Verkauf traditioneller Bücher. Zeitungsbuchreihen sind keine Ersatzprodukte und scheinen der Buchbranche als Ganzes nicht zu schaden. Zudem scheint der Markt für Zeitungsbuchreihen gesättigt zu sein und einige Nachrichtenjournalismusverlage blicken über den Buchmarkt hinaus um ihre Produktreihen zu erweitern. Dennoch zeigten Medienunternehmen dass aggressives Marketing und profitorientierter Handel mit dem Buch als Handelsware beeindruckende Resultate im Buchhandel erzielen können. Dieses Marketingkonzept kann als ein Beispiel dafür verstanden werden, wie das „staubige und altmodische“ Buch sich gegen Multimedia-Konkurrenz behaupten kann.

Abstract in English

The German book market is in flux. In this traditional sector of the economy, increasing economic efficiency is required. New impulses are also coming from news journalism, which is a new participant in the publication of books or book-like products. Due to an economic and structural crisis after the turn of the millennium, news publishers were forced to undertake new initiatives and to develop new strategies to compensate for their sales collapse. After several failed attempts at reorganization, they have worked out new diversification strategies based on their various media brands. In this way, media corporations were able to supplement their core business of selling newspapers and advertising with an expanded product range. Since 2004, the most successful of the new products have been book series, which provide a new long-term source of revenue and at the same time boost the image of the respective newspaper or magazine and strengthen its links with readers.

Elsewhere in Europe and outside of it, book series have contributed to rising sales for media corporations since 2000. Since the launch of the SZ-Bibliothek, the first German book series, by the Süddeutsche Zeitung, book collections from news journalism companies have gained an increasing degree of popularity in Germany and have become recognized as a genre in their own right in the book trade. Despite this success, there has been no comprehensive study of this media phenomenon until now. This thesis will therefore trace the development of the new market segment.

The analysis will show that all of the book series are based on complex yet similar marketing concepts. The editorial strategy consists of publishing backlist titles whose popularity has waned in new packaging. In acquiring publication rights, the editors benefit from the backlist fatigue of the traditional book trade, which has become primarily focused on publishing new works, so that publication rights to older works can be acquired inexpensively. Alternatively, publishers from the journalism sector can supply their own content. Publication in both print and audio book format is the norm. For this, news journalism corporations typically cooperate with traditional book publishers. In contrast, regional newspapers often undertake horizontal cooperation and consequently share risks and costs.

The success of a series depends on synergy effects that allow for economic efficiency at all stages of development, from design and production to distribution and marketing. Accordingly, the editorial staff is responsible for the series concept and book selection. The publisher’s production department specifies product design, while the company’s production facilities or those of a partner produce the books or audio books. The publishers draw on their existing distribution structures. Existing customer service and subscription systems allow for direct marketing of the editions. Publishing houses count on wide-area distribution and use established distribution channels. Book series and anthologies are sold not only through the book retail trade and direct marketing, but also by wholesale dealers and on the secondary market in order to increase their range and number of customers outside the traditional book market. In 2006, however, the news journalism publishers preferred retail sales as the main distribution channel to attain wide market penetration of their books and book-like production.

Through in-house advertising in existing media, the series and anthologies can be advertised throughout the country at the cost of some lost advertising revenue. The boundary between objective reporting to surreptitious advertising is often fluid, which has brought the reproach of media critics. Publishers often mount extensive advertising campaigns in television, radio, and print media on behalf of their series and anthologies. The journalistic anthologies are often noteworthy for combing both a low price with high quality content and design. Consequently, it is possible to reach the mass audience required for a large print run. A large print run results in low per copy production costs. With a uniform product design in terms of content and layout, editors can turn each work in a series into a collector’s item. The uniform design of each edition and incentives for buying a whole collection encourage consumers to buy multiple volumes, preferably to obtain the whole collection. Moreover, it is possible to amplify this by emphasizing the canonicity of the collection in advertising, which at the same time provides readers with an orientation guide for an overflowing book market. The newspaper or magazine’s brand name also acts as a sign of quality that should inspire trust in readers. This thesis concludes that early journalistic series indeed acquired a certain value for collectors. The value dropped along with the decreasing novelty of these series. Today, the trade in special editions can only be considered a take-away market.

As a result of oversupply of newspaper book series and, consequently, an increased number of competitors, news journalism publishers specialized their products. Accordingly, it is possible to identify five types of editions, apart from the early literature series that covered a vast range of genres. These five types include: series that specialize on specific genres, market niche collections, and book-alike collections. Furthermore, companies developed combined products or used their own existing databases to form original newspaper compilations.

Even though journalistic book series do not violate the uniform legal price for books, the resentment towards this industry sector is pronounced. Eventually, the aggressive marketing strategies of the news journalism companies caused a shift in existing price points and are partially responsible for the decline in the average prices for fiction. This results in a competition between the previous editions of a work and the newspaper edition, which consumers prefer as the cheaper alternative. It was not possible to determine whether these special offers influenced consumers’ price perception. However, the new editions also meant more customers for book retail sales and won new customers to the book market as a whole. Altogether, sales of traditional also rose. Newspaper book collections are not substitute products and do not appear to harm the book publishing industry as a whole. Moreover, the market for newspaper book collections appears to be saturated and some news journalism publishers are looking beyond the book market to expand their product line. Nevertheless, media companies showed that aggressive marketing and profit-oriented commerce with the book as commodity can yield impressive results in the book trade. This marketing concept can be understood as an example of how the “dusty and old-fashioned” book can prevail against multimedia competition.

Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Verlegens von Schulbüchern – mit einer Fallstudie zum bayerischen Zulassungsverfahren

Band XVIII

Brandenberg, Verena

Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Verlegens von Schulbüchern – mit einer Fallstudie zum bayerischen Zulassungsverfahren

2006, 117 S., ISBN 3-9809664-8-8
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Abstract auf Deutsch

Der Markt für Lehrbücher wird charakterisiert von der Bildungspolitik der deutschen Länder,  der Finanzierung der Behörden, der öffentlichen Meinung im Bezug auf Bildung und von der Funktionsweise des Buchhandels. Diese Bereiche sind momentan enormen Veränderungen ausgesetzt. Der deutsche Bildungsmarkt ist wegen verschiedener Pläne der Länder sehr aufgespalten. Diese haben großen Einfluss auf die Buchproduktion aufgrund des Genehmigungsverfahrens für Schulbücher. Die Bildungspolitik reagiert mit neuen Projekten auf die schlechten Ergebnisse von deutschen Schülern in verschiedenen internationalen Vergleichen wie der PISA Studie. Mehr und mehr dieser Bildungsreformen haben Einfluss auf das Alltagsleben in Schulen und demnach auch auf Lernhilfen.

Kostenlose Lernhilfen mit Schulbüchern welche von den Behörden finanziert werden, werden immer öfter hinterfragt, und wurden in einigen Fällen bereits abgeschafft. Es gibt Tests im Gange wie man die Schulbücher finanzieren kann, beispielsweise durch Ausleihen der Bücher gegen eine gewisse Gebühr. Zudem hat das öffentliche Interesse an Bildung und Bildungspolitik zugenommen.

Im Buchhandel findet ein wachsender Konzentrationsprozess im Bezug auf Schulbücher statt. Dies ist eine Reaktion auf die sich ändernden Umstände. Auf der einen Seite werden neue Schulbücher wegen den veränderten Inhalten gebraucht, beispielsweise durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums und Fremdsprachenunterricht in Grundschulen, andererseits werden öffentliche Gelder gekürzt und kostenlose Lernhilfen werden reduziert oder sogar abgeschafft.

In der Zwischenzeit teilen sich die drei größten deutschen Bildungsbuchverlage Klett, Cornelsen und Westermann 90% des Markts, während die restlichen 10% aufgeteilt sind auf ca. 70 kleinere Verlage. Kleinere Unternehmen können in einer oder mehrerer Nischen wettbewerbsfähig bleiben dank der starken Segmentation des relevanten Markts, das heißt, den verschiedenen Richtlinien der deutschen Staaten und verschiedenen Schularten. Eine andere Reaktion ist die wachsende Wichtigkeit neuer Märkte für Schulbuchverlage. Vor allem die Bereiche von Kinder- und Jugendliteratur oder Erwachsenenbildung sind Märkte der Zukunft und werden immer wichtiger.

Veränderungen im Buchhandel werden von neuen Lizenzierungsverfahren für öffentliche Aufträge und von der Abschaffung oder Reduktion von freien Lernhilfen verursacht.  Diese haben einen Effekt auf die Strukturen von sowohl den Anbietern als auch den Kunden.

Dieser Report bietet eine Zusammenfassung von alle Bereichen des Schulbuchmarkts. Die wichtigsten Schulbuchverlage und eine ausgewählte Anzahl von unabhängigen Verlagen werden beschrieben und verglichen. In einem anderen wichtigen Teil werden die Grundlagen des Buchhandels untersucht. Die Rolle der Bildungspolitik und der deutschen Länder hinsichtlich des Schulbuchhandels wird mithilfe einer Fallstudie der bayrischen Lizenzierungsverfahren gezeigt.

Abstract in English

The market of educational books is characterized by the educational policy of the German states, by the authorities’ financing, by the public opinion regarding edu-cation and by workings of book trade. These areas are subject to enormous changes at the moment. The German market of education is extremely splitted because of dif-ferent plans by the Federal states. These have a great influence on the book pro-duction due to the licencing procedure for school books. The educational policy is responding with new projects to the bad results of German students in different international comparisons like the Pisa study. More and more these educational re-forms have their effects on daily life in schools and as a result also on learning aids.

Free learning aids with school books being financed by the authorities, gets called into question more and more and is already abolished in some cases. There are tests in process how to finance the school books, for example to rent the books for a cer-tain fee. Also the public interest on education and educational policy has grown.

In the book trade there is taking place a growing process of concentration regar-ding school books. That is a reaction to changing conditions. On the one hand are required new school books due to changed contents, for example caused by the intro-duction of the 8 year lasting Gymnasium and foreign language lessons in elementary schools, on the other hand the money from the public purse are getting cut and free learning aids are getting reduced or even abolished.

In the meantime the three biggest German publisher of educational books Klett, Cornelsen and Westermann share 90% of the market, while the remaining 10% are splitted on approximately 70 smaller publishing houses. Smaller firms are able to remain competitive in one or more niches because of the strong segmentation of the relevant market what means different guidelines by the German states and different types of school. Another reaction is the growing importance of new markets for school book publishers. Especially the areas of children`s and youth literature or adult education are markets of the future and are getting more and more important.

Changes in book trade are caused by new licencing procedures for public orders and by the abolition or reduction of free learning aids. These have effects on struc-tures of both suppliers and customers.

This report offers a summary on all areas of school books market. The most im-portant publishers of school books and a selected figure of independent publishers get described and compared. In an other important part are examined the bascis of book trade. The role of the educational policy and of the German states concerning school books trade is shown with the help of a case study of the bavarian licencing procedure.

Fachverlage in Berlin 1989–2004

Band XVII

Tovornik, Carolin

Fachverlage in Berlin 1989–2004

2006, 101 S., ISBN 3-9809664-7-X
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Abstract auf Deutsch

Während der letzten 15 Jahre wurde Berlin die deutsche Stadt mit den meisten Verlagen und Publikationen. Sie ist besonders bekannt für ihre Wissenschaftsverlage. Aber auch andere Sachliteraturverlage befinden sich in der deutschen Hauptstadt. Diese These beschäftigt sich mit allen sich in Berlin befindlichen Unternehmen welche Fachbücher und –medien produzieren, einschließlich MINT, Rechts- Wirtschafts-, Handels- und geisteswissenschaftlicher Publikationen. Diese Unternehmen werden im Folgenden Fachverlage genannt. Diese Arbeit behandelt die Entwicklung der Berliner Fachverlage zwischen 1989 und  2004 und einen Status Quo dieser Verlage 2004 in Berlin. Die folgenden Fragen waren die wichtigsten:

Was hat sich in der Berliner Verlagsumwelt in der gegebenen Zeit geändert (Übernahmen und Fusionen, Gründungen, Schließungen, Standortwechsel)? Was sind die Charakteristika der Berliner Fachverlage 2004? Welche Art von Programm und Produktstrategien verfolgen die Verlage? Welche Vertriebskanäle nutzen die Verleger?

Um diese Fragen zu beantworten wurde eine Inhaltsanalyse der deutschen Handelsjournale Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, BuchMarkt und Buchreport durchgeführt sowie eine Umfrage an der 47 Verlage teilnahmen. Eine weitere Informationsquelle war das Internet, vor allem Webseiten der Berliner Verlage.

Die fundamentalen Ergebnisse der Arbeit waren die Folgenden:

Zwischen 1989 und 2004 zogen mehrere Fachverlage nach Berlin, viele von ihnen richteten dort Niederlassungen ein. Die traditionellen Berliner Verlage verstärkten ihr Auftreten in der deutschen Hauptstadt. Zudem wurden mindestens 52 Verlage in dieser Zeit gegründet. Die meisten der 16 ostberliner Verlage wurden von westdeutschen Verlagen übernommen und verloren demnach viel ihrer Bedeutung für den Fall dass sie immer noch existieren. 2004 bestand die Mehrheit der 135 Fachverlage größtenteils aus relativ jungen Unternehmen. Die meisten jener sind klein- oder mittelständisch. Allerdings dominieren die länger-bestehenden und größeren Verlage wie Duncker & Humblot, Springer, de Gruyter und Cornelsen die Verlagsszene in Berlin. 78,3 Prozent der gesamten Produktion von Fachbüchern konzentrieren sich auf die zehn größten Unternehmen, einschließlich aller traditionellen Berliner Verlage.

Bis zur Mitte der 90er Jahre wurden die Verlagsprogramme ausgeweitet. Später konzentrierten viele Verlage sich auf ihre thematischen und unternehmenseigenen Kernkompetenzen. Sogar 2004 beschränkte sich die Mehrheit der Verlage auf die Bearbeitung einiger spezieller Themen – außer den großen Verlagen.

Neue Medien wurden zuerst von den größeren Verlagen als ergänzende Güter zusätzlich zu traditionellen Produkten angeboten. Kleinere Verlage taten später dasselbe, wohingegen die neu gegründeten Unternehmen die neuen Technologien von Anfang an integrierten. Allerdings war 2004 das Buch immer noch das Hauptprodukt der Berliner Fachverlage. Zudem verkauften ca. ein Dutzend Unternehmen auch andere Medien wie Fachjournale (38,5 Prozent), CD-Roms (30,4 Prozent) oder Online-Publikationen (20,0 Prozent).

Obwohl viele der Verlage weiterhin ihre Produkte über den stationären Buchhandel vertreiben, betreiben mindestens 85,9 Prozent auf eine Art Direkthandel. 74,8 Prozent der Berliner Fachverlage nutzen das Internet als Plattform für Endkunden. Webseiten werden von 96,3 Prozent der Verlage betreiben, und sie stellen dort nicht nur ihre Unternehmen vor, sondern versuche auch ihre direkten Verkäufe zu steigern.

Abstract in English

During the past 15 years, Berlin has become the German city with the most publishing houses and most publications. It is especially well known for its scientific publishers. But other non-fiction publishers are also located in the German capital. This thesis deals with all Berlin-based companies which produce specialised books and media including publishings in STM, the laws, business, trade and the humanities. These companies are called specialised publishers in the fol-lowing. The thesis covers the development of the Berlin specialised publishers between 1989 and 2004 and a status quo of those publishers resident in Berlin in 2004. The following questions were most important:

What has changed in the Berlin publishing environment in the given period (takeovers and fu-sions, foundations, closures, relocations)? What are the characteristics of the Berlin specialised publishers in 2004? What kind of program and product strategies do the publishers pursue? Which distribution channels do the publishers use?

To answer these questions, a content analysis of the German trade journals Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, BuchMarkt and Buchreport was made as well as a survey, in which 47 publishers participated. An additional source of information was the internet, especially websi-tes of Berlin publishers.

The fundamental results of the thesis were the following:

Between 1989 and 2004 several specialised publishers moved to Berlin, many of them established branches there. The traditional Berlin publishers increased their presence in the Ger-man capital. Moreover, at least 52 publishing houses were founded during the same period. Most of the 16 East-Berlin publishers were taken over by West-German publishers and therefore lost much of their importance in case they still exist. In 2004, the majority of the 135 specialised pub-lishers are relatively young companies. Most of them are small- or middle-class. Yet the long standing and larger publishers such as Duncker & Humblot, Springer, de Gruyter and Cornelsen dominate the publishing scenery in Berlin. 78,3 per cent of the entire production of reference books concentrates on the ten largest companies, including all the traditional Berlin publishing houses.

Up to the mid 1990s the publishing programs were extended. Later, many publishers con-centrated on their thematic and corporate core competencies. Even in 2004 the majority of the publishers confined themselves to edit a few special topics – except the large publishing houses.

New media were first offered by the larger publishers as complementary goods in addition to the traditional products. Smaller publishers did the same later, whereas the newly founded com-panies integrated new technologies from the beginning. However, in 2004 the primary product of the Berlin specialised publishers was still the book. Besides, about a dozen of the companies also sold other media like professional journals (38,5 per cent), CD-Roms (30,4 per cent) or online publications (20,0 per cent).

Though many publishers continue to distribute their products via stationary bookshops, at le-ast 85,9 per cent practice direct trade in some way. 74,8 per cent of the Berlin specialised publi-shers use the internet as a platform for end customers. Websites are run by 96,3 per cent of the publishers, and they do not only present their companies there, but also try to expand their direct sales.

Der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (westliche Besatzungszonen und BRD). Konstituierung, Organisationsstrukturen und Haupttätigkeitsfelder in den 1950er und 1960er Jahren

Band XVI

Halbmeier, Claudia

Der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (westliche Besatzungszonen und BRD). Konstituierung, Organisationsstrukturen und Haupttätigkeitsfelder in den 1950er und 1960er Jahren

2006, 210 S., ISBN 3-9809664-6-1
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Abstract auf Deutsch

Der Verleger-Ausschuss ging im Juli 1949 aus der im Mai 1948 konstituierten Fachkommission der Verleger hervor. Bis heute vertritt er die Interessen der Verleger im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und ist als Fachausschuss im Verband institutionalisiert. Die Arbeit untersucht den Ausschuss von seiner Konstituierung in Frankfurt bis zur Etablierung in den 1960er Jahren.

Die Entwicklung war eng mit dem Aufbau der Organisationsstrukturen des Gesamtverbands verbunden. Der Ausschuss hatte sich von einer Fachkommission mit beratender Funktion zu einem Vereinsorgan mit der Möglichkeit zur selbstständigen Erledigung von Verlagsfachfragen sowie dem Recht zur Vertretung der Belange der Verleger entwickelt. Die Hauptverantwortung und die Hauptarbeitslast lagen bei den jeweiligen Vorsitzenden. Im Dezember 1950 wurde ein geschäftsführendes Gremium etabliert. Wichtige Beschlüsse wurden jedoch weiterhin von allen Mitgliedern gefasst. Tätig waren im Ausschuss vor allem Firmeninhaber oder leitende Angestellte namhafter Verlage. Frauen waren deutlich unterrepräsentiert, was auf den geringen Anteil von Frauen im Verlagswesen zurückzuführen ist. Zu Beginn waren die Tätigkeiten durch die Bestimmungen der Besatzungsmächte dominiert. Von 1950 bis Mitte der 1960er Jahre lagen die Hauptaufgaben in der Erhaltung des gebundenen Ladenpreises und der Verkehrs- und Verkaufsordnung sowie der Vertretung der Verlegerinteressen bei der Urheberrechtsgesetzgebung.

Abstract in English

The publisher committee emerged in July 1949 from the technical commission of publishers constituted in May 1948. Until today it represents the interests of the publishers in the “German Publishers and Booksellers Association” and is institutionalized as an expert committee within the association. This work examines the committee from its constitution in Frankfurt to its establishment in the 1960s.

Overall the development was closely connected to the establishment of the organizational structures of the whole association. The committee had evolved from a technical commission with advisory function to an institution within the association with the possibility of independently handling publisher specialist questions, as well as the right of representing the publishers’ interests. The main responsibility and the main workload lay with the corresponding chairperson. In December 1950 an executive board was established. However, important resolutions were still passed by all members. Within the committee firm owners or chief executives of renowned publishing houses acted predominantly. Women were strongly underrepresented, which can be ascribed to the small percentage of women within the publishing industry. In the beginning the activities were dominated by the regulations of the occupying powers. From 1950 to the middle of the 1960s the main tasks lay in the preservation of the maintained price as well as of the regulations of traffic and sales, and in the representation of publisher interests for the copyright legislation.

Das Buch in der Alltagskultur. Eine Annäherung an zeichenhaften Buchgebrauch und die Medialität des Buches. Text und Bildergalerie

Band XV

Rautenberg, Ursula

Das Buch in der Alltagskultur. Eine Annäherung an zeichenhaften Buchgebrauch und die Medialität des Buches. Text und Bildergalerie

2005, 28 S., ISBN 3-9809664-5-3
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Abstract auf Deutsch

Der Essay widmet sich einem wenig erforschten Phänomen: dem zeichenhaften Buchgebrauch in alltagskulturellen Zusammenhängen. Bei der ‚uneigentlichen Buchnutzung‘ steht nicht das Buch als Informationsmedium im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern gesellschaftlich akzeptierte, meist positive Zuschreibungen an das Medium Buch. Das Buch als Symbol bzw. seine kulturell akzeptierten Funktionen werden genutzt für  künstlerische Arbeiten am Buchkörper, aber besonders in Werbung, Mode und Lifestyle.

Vier thematische Reihen werden in Bilderfolgen aufgenommen:

Reihe 1: Bücher wissen,

Reihe 2: Bücher repräsentieren,

Reihe 3: Bücher kleiden,

Reihe 4: Bücher schmecken.

Der Textteil ist mit den Bildern verlinkt.

Abstract in English

The essay addresses a sparsely researched phenomenon: the symbolic book use in everyday cultural contexts. With ‘improper book use’ the book as an information medium is not in the focus of attention, but the socially accepted, usually positive attributions to the medium book. The book as a symbol, or rather its culturally accepted functions, are used for artistic work at the book’s body, but especially for advertising, fashion and lifestyle.

Four topical series are shot in image sequences:

Series 1: Knowing books,

Series 2: Representing books,

Series 3: Dressing books,

Series 4: Tasting books.

The text is linked to the pictures.

Pop-up-Bücher

Band XIV

Starost, Nina

Pop-up-Bücher

2005, 109 S., ISBN 3-9809664-4-5
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Abstract auf Deutsch

Die Arbeit untersucht Materialität, Herstellung und Themenbereiche von Pop-up-Büchern sowie deren Stellung auf dem Buchmarkt. Die Besonderheit von Pop-ups besteht in der Aufhebung der Zweidimensionalität einer Doppelseite zugunsten eines dreidimensionalen Objektes. Dies können einfache geometrische Körper, aber auch komplexe, plastische Figuren sein. An der Herstellung sind sogenannte Paper Engineers beteiligt, die für Aufbau und Statik der Pop-ups verantwortlich sind. Wichtig ist, dass sich die Figuren immer wieder auf die gleiche Art und Weise aufstellen und im zugeklappten Buch nicht über den Buchblock hinausragen. Zudem müssen die Figuren separat als Stanzbogen gedruckt und anschließend in Handarbeit beschnitten, gefalzt und zusammengeklebt werden, was hohe Kosten zur Folge hat. Inhaltlich ist jede Thematik möglich, sofern dabei Illustrationen eine Rolle spielen. Ein Drittel der betrachteten Pop-up-Bücher sind fiktionalen Inhalts. Die restlichen Titel behandeln Sachthemen. Überwiegend werden Kinder und Jugendliche angesprochen. Pop-up-Bücher befriedigen den Spieltrieb und erhöhen bei Sachthemen durch die besondere Form der Anschaulichkeit die Aufnahmefähigkeit.

Abstract in English

This work examines the materiality, production and topics of pop-up books, as well as their position on the book market. The special feature of a pop-up book is the removal of the two-dimensionality of a spread in favor of a three-dimensional object. These can be simple geometric forms, but also complex plastic figures. So-called paper engineers, who are involved with the production, are responsible for the structure and statics of the pop-ups. It is important that the figures erect themselves in the same way every time and that they do not stick out of the book’s body when it is closed. In addition to that, the figures have to be printed separately on a cut sheet, and then cut, folded and glued together manually, which results in high costs. On a textual level any topic is possible, as long as illustrations play a role. One third of the examined pop-up books have fictional contents. The rest of the titles cover non-fiction topics. Children and young adults are mainly approached. Pop-up books satisfy the play instinct and increase the receptiveness for non-fiction topics due to the particular form of vividness.

Die Entstehung des Modernen Antiquariats im Spiegel des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel (1834–1914), des Organs des Deutschen Buchhandels (1834–1850) und der Süddeutschen Buchhändler-Zeitung (1838–1876)

Band XIII

Schaumberger, Astrid

Die Entstehung des Modernen Antiquariats im Spiegel des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel (1834–1914), des Organs des Deutschen Buchhandels (1834–1850) und der Süddeutschen Buchhändler-Zeitung (1838–1876)

2005, 90 S., ISBN 3-9809664-3-7
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Abstract auf Deutsch

In den Abhandlungen zur Geschichte des Buchhandels finden sich meist nur kürzere, eher skizzenhafte Darstellungen zum Antiquariatsbuchhandel. Anhand der Auswertung dreier buchhändlerischer Fachzeitschriften stellt die Arbeit einen ersten Schritt zu einer umfangreichen Erforschung des (deutschen bzw. internationalen) Antiquariatsbuchhandels dar. Den drei Zeitschriften, das Organ des Deutschen Buchhandels, die Süddeutsche Buchhändler-Zeitung und das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, sind unterschiedliche Quantitäten an Informationen, Berichten, Anzeigen u.ä. über den Antiquariatsbuchhandel zu entnehmen. Das Organ (17 Jahrgänge) liefert vor allem Informationen zum Verhältnis zwischen Antiquariat und Sortimentsbuchhandel. Die Süddeutsche Buchhändler-Zeitung (37 Jahrgänge) behandelt darüber hinaus den Konflikt zwischen Antiquariat und Sortiment. Daneben befasst sie sich mit Fragen der Akquise und des Verkaufs. Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel ist die wichtigste der drei Quellen. Alle den Handelszweig betreffenden Bereiche – von der Preisgestaltung über geschäftliche Usancen bis zu Fragen der Berufsausbildung – werden hier behandelt. Regulative und Ordnungen werden regelmäßig abgedruckt. Das kontroverse Verhältnis zwischen Antiquariat und Sortimentsbuchhandel wird wesentlich breiter und ausführlicher als in den anderen beiden Zeitschriften abgehandelt.

Abstract in English

In the papers on the history of the book trade there are often only short, rather sketchy descriptions of the antiquarian book trade. Based on the evaluation of three bookseller specialist magazines this work presents a first step to an extensive research regarding the (German or international) antiquarian book trade. Different quantities of information, reports, advertisements and the like concerning the antiquarian book trade can be gathered from the three magazines, the Organ des Deutschen Buchhandels (Organ of the German Book Trade), the Süddeutsche Buchhändler-Zeitung (Southern German Bookseller Newspaper) and the Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel (financial paper for the German Book Trade). The Organ (only 17 year’s issues) mainly provides information about the relationship between the antiquarian bookshop and the retail book trade. The Süddeutsche Buchhändler-Zeitung (37 year’s issues) on top of that covers the conflict between antiquarian bookshops and retail. Furthermore it deals with questions concerning acquisition and sale. The Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel is the most important of these three sources. All sectors concerning the branch of trade – from pricing over business usages to question regarding vocational training – are covered here. Regulations are printed in it regularly. The controversial relationship between the antiquarian bookshop and the retail book trade is covered significantly broader and more extensively than in the other two magazines.

Bestsellerlisten 1962–2001. Eine statistische Analyse

Band XII

Liebenstein, Karina

Bestsellerlisten 1962–2001. Eine statistische Analyse

2005, 82 S., ISBN 3-9809664-2-9
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Abstract auf Deutsch

Regelmäßige Bestsellerlisten wurden 1957 in Deutschland eingeführt. Seitdem wurden  verschiedene Arten in einem Spektrum von Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Dennoch wurden diese Listen kaum als Basis für Forschungsarbeiten verwendet.

Während sich mehrere Bücher und Forschungsberichte mit dem theoretischen Teil des Bestsellergeschäfts beschäftigen, beispielsweise mit Fragen über die Definition des „Bestsellers“, versuchte diese Arbeit die bisherigen Ansätze zu erweitern und die Listen selbst zu untersuchen.  Dafür wurden die jährlichen Bestsellerlisten, die im renommierten Nachrichtenmagazin Der Spiegel, sowie die erweiterten Listen, die seit 1974 im Handelsjournal Buchreport erscheinen als Untersuchungsbasis herangezogen.

Zuerst wurden Erzählliteratur- und Sachliteraturlisten separat analysiert. Diese statistische Erhebung wurde weiterhin in die Untersuchung der Top-10-Titel von 1962 bis 2001 und der  Top-100-Titel seit 1974 unterteilt. Diese Analyse betrachtete die Entwicklungen im Laufe der Zeit und behandelte die Bedeutung der Verlage, der Autoren und der Titel selbst. Nachdem die statistische Erhebung abgeschlossen war, befasste sich ein zweiter Teil der Untersuchung mit der Betrachtung der Inhalte der Bücher auf den jährlichen Listen und versuchte Muster und Trends, die sich über die Jahre hinweg entwickelten, herauszuarbeiten.

All diese Erhebungen führten zu einem großen Spektrum von Ergebnissen und zeigten dass es in einigen Aspekten kaum Veränderungen gab, während in anderen eine Vielzahl an Entwicklungen im Laufe der Zeit erfolgte. Der letzte Teil der Arbeit stellte die Erzählliteratur- und Sachliteraturergebnisse gegenüber und verglich diese. Dies führte zu der Erkenntnis dass man mehrere Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede im Vergleich mit den statistischen Daten erkennen kann. Andererseits konnte die Inhaltsanalyse kaum verglichen werden da die Ergebnisse so verschieden voneinander waren.

Alles in Allem wurden Entdeckungen während der Untersuchung gemacht, aber man musste auch daraus schließen, dass es immer noch Vieles gibt, was untersucht werden muss. Eine Tatsache ist auch, dass viele der Entwicklungen möglicherweise noch nicht komplett vollzogen sind, sodass zukünftiges Datenmaterial auch berücksichtigt werden muss, um weitere Ergebnisse zu erhalten.

Abstract in English

Regular bestseller lists were established in Germany in 1957. Since then, different kinds of them have been published in a wide array of newspapers and magazines. Nevertheless, these lists have hardly been taken as the basis for research.

Whereas several books and research papers deal with the theoretical part of the bestseller business, for example with questions about the definition of the “bestseller”, this work was trying to broaden the approaches taken so far and look into the lists themselves. To do that, the yearly bestseller lists published in the respected news magazine Der Spiegel and the extended lists the trade journal Buchreport published since 1974 were taken as a basis for the investigation.

First, the fiction and non-fiction lists were analyzed separately. This statistical in­quiry was further subdivided into the examination of the top 10 titles from 1962 to 2001 and the top 100 titles starting in 1974. This analysis looked at the develop­ments over the course of time and dealt with matters of the publishing houses, the authors and the titles themselves. After the statistical inquiry was completed, a second part of the investigation was concerned with looking at the contents of the books on the yearly lists, trying to figure out patterns and trends that developed over the years.

All these inquiries led to a wide array of results, showing that there were hardly any changes in several aspects, whereas in others there was a wide array of develop­ments taking place over the course of time. The final part of the paper brought the fiction and non-fiction results face to face to one another and compared them. This led to the realization that there are quite some similarities but also differences to be seen in the comparison of the statistical data. On the other hand the content analysis could hardly be compared as the results were so different from one another.

All in all, there were discoveries to be made during the investigation but it also had to be concluded that there is quite a lot left to inquiry. It is also a fact that many of the developments might not be completed yet, so that future data material also has to be considered to reach further results.

Printing-on-Demand-Anbieter in Deutschland. Marktanalyse und Geschäftsmodelle

Band XI

Bauermees, Kerstin

Printing-on-Demand-Anbieter in Deutschland. Marktanalyse und Geschäftsmodelle

2004, 119 S., ISBN 3-9809664-1-0
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Abstract auf Deutsch

Bis vor einigen Jahren war eine hohe Auflagenanzahl die normale Art der Buchproduktion und des Vertriebs. Aber 1998 zog der deutsche Zwischenbuchhändler Libri die Aufmerksamkeit auf sich durch die Entwicklung eines Geschäftsmodells für Books-on-Demand. Mithilfe der digitalen Drucktechnologie kann ein elektronisch gespeichertes Dokument jederzeit bedarfsorientiert gedruckt werden, was bedeutet dass es nur produziert wird wenn ein Kunde danach fragt. Während die Stückkosten  eines mit Offset-Druck gedruckten Buches mit der Senkung seiner Auflage steigen bleiben die Stückkosten eines digital gedruckten Buches konstant. Dadurch kann der wirtschaftliche Druck einer kleinen Anzahl von Exemplaren garantiert werden und eine vernünftige Nutzung durch die Verlage ist möglich.

Während der letzten sieben Jahre sahen viele Firmen eine Chance im Print-on-Demand-Geschäft und arbeiteten an weiteren Geschäftsmodellen. Heute können Print-on-Demand-Anbieter in Deutschland in die folgenden Gruppen differenziert werden: Zuerst gibt es ein Geschäftsmodell für Autoren welche allein Bücher publizieren und verkaufen möchten. Die Unternehmen bieten eine Vielzahl an Dienstleistungen an, von Verlagsaufgaben wie Korrekturlesen, Einrichtung des Layouts zu Marketing und Vertrieb. Der Kunde kann wählen welche und wie viele Dienstleistungen er in Anspruch nehmen möchte.  Da das Unternehmen nicht für die Inhalte verantwortlich ist kann die Qualität der Bücher unterschiedlich ausfallen. Für Freizeitautoren ist dieses Modell eine günstige Gelegenheit ihren Traum eines veröffentlichten Romans zu verwirklichen, aber für jene die hoffen bekannt zu werden wird das üblicherweise nicht funktionieren.

Das zuletzt angesprochene Thema steigert möglicherweise ihre Chancen erfolgreich zu sein, sollten sie einen Anbieter wählen der sich um den Inhalt der Texte kümmert. Die Voraussetzung um veröffentlicht zu werden ist professionelles Korrekturlesen und Layout, weswegen der Mindestpreis höher ist. Obwohl der Autor möglicherweise in den Katalog des Verlags aufgenommen wird muss er für diese Dienstleistungen zahlen. Diese Art des Print-on-Demand-Anbieters eignet sich besonders für wissenschaftliche Autoren da ihre Abhandlungen schnell, billig und in kleinen Auflagenhöhen produziert werden müssen. Abgesehen davon sollte die Qualität der Inhalte garantiert sein.

Buch & Media ist bisher der erste Print-on-Demand-Anbieter in Deutschland. Es nutzt nur Digitaldruck für die Produktion seiner Bücher und es gründete Verlagsfirmen die ihren Autoren die Arbeit eines professionellen Verlags ohne jede Mitwirkung anbieten. Ein Nachteil ist dass Werbemaßnahmen und Marketingpolitik fehlen. Der Autor  muss die Kosten und die Arbeitszeit selbst verwalten.

Außerdem gibt es Unternehmen welche vor allem mit Verlagen zusammenarbeiten. Sie erwarten normalerweise Reinschriften welche sie ohne Inhaltsüberprüfungen produzieren. Ihre Dienstleistungen sind exakt mit den Anforderungen der Verlagsfirmen koordiniert, und als Medienanbieter sind sie in der Lage den Inhalt crossmedial aufzubereiten. Im Allgemeinen sind sie mit den modernsten Drucktechniken ausgestattet sodass sie die breiteste Ausstattung bieten können.

Digitaldruck erlaubt die Massenproduktion von personalisierten und individualisierten Dokumenten da das Druckbild zwischen jedem Druckvorgang geändert werden kann.

Heutzutage bieten die meisten der Anbieter individueller Bücher eine Vielzahl von Texten auf ihrer Homepage an, für welche sie über die Urheberrechte verfügen, und sprechen Endkunden an die die Inhalte ihrer Bücher selbst verbinden. Aber diese Nutzung von individualisierten Produkten spricht ein unbeständiges Publikum an. Allerdings brauchen wahre Chancen für Individualisierung Unternehmen welche eine breite Auswahl von Auszügen verschiedener Rechtsanbieter anbieten. Heutzutage aber ist das nicht möglich: Aufgrund eines fehlenden Gesetzes könnten legale Probleme entstehen. Das individuelle Buch wird nur akzeptiert werden wenn ein genereller Arbeitsablauf die Grundlage des ganzen Prozesses formt, sodass jeder Schritt von der Bestellung im Internet bis zur Lieferung automatisch abläuft.

Digital gespeicherte Daten können zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten gedruckt werden. Dezentralisierter Druck wird bisher in Deutschland von Zeitungsverlagen genutzt. Für Bücher lohnt er sich noch nicht: die Technologien müssen billiger und effizienter werden.

Abstract in English

Until a few years ago a high number of copies have been the usual way of book pro-duction and distribution. But in 1998 the German intermediate book trade Libri attracted attention by developing a business model for books on demand. With the help of the digital printing technology an electronic saved document can be printed just-in-time, that means it is only produced when a customer is asking for. While the unit cost of an offset printed book rises with the decrease of its edition, the unit cost of a digitally printed book stays constant. Because of that the economic printing of a small number of copies can be guaranteed and a sensible use by publishing houses is possible.

During the last seven years a lot of companies saw a chance in printing on demand and worked on further business models. Today the printing on demand-providers in Germany can be distinguished in the following groups: First there is a service model for authors who want to publish and sell books on their own. The companies provide a multitude of services, reaching from publisher’s jobs like rereading, setting of layout to marketing and distribution. The customer may choose which and how many ser-vices he wants to call on. Since the company isn’t responsible for the contents the quality of the books may vary. For leisure-time writers this model is a cheap oppor-tunity to make the dream of the own published novel come true, but for those who hope to become popular it generally won’t work.

The last-mentioned topic possibly increases their chance to be successful if they chose a provider that cares for the content of texts. The condition to be published is a professional rereading and layout, that’s why the minimum price is higher. Although the author may be included in the publisher’s catalogue, he has to pay for the ser-vices. This type of printing on demand-provider is especially suitable for scientific writers, because their treatises must be produced fast, cheap and in a low number of copies. Besides that, the quality of the contents should be guaranteed.

Buch & Media is the first printing on demand-provider in Germany so far. It just uses digital printing for the production of its books and it created publishing compa-nies that offer their authors professional publisher’s work without any contribution. A disadvantage is that advertisement and marketing politics are missing. The writer has to manage the costs and the work-time by himself.

Furthermore there are companies which mainly cooperate with publishing houses. They usually expect fair copies which they produce without any check-up in content. Their services are exactly coordinated with the needs of the publishing firms, and as a media provider they are able to prepare the content cross-medially. Usually they are equipped with the most modern printing techniques so that they can offer the widest range of get-up.

Digital printing allows the mass production of personalised and individualised documents because the printing image can be changed during every printing process.

 These days most of the providers of individual books offer a variety of texts on their homepage, which they have the copyrights for, and address end customers who com-bine the contents of their books on their own. But this use of individualised products appeals to a flighty public. However, true chances for individualization need compa-nies which offer a wide range of extracts from different rights providers. But today this is not possible yet: because of a missing law there may be legal problems. The individual book will only gain acceptance if a general workflow forms the basics of the whole process so that every step from the internet order on to the delivery hap-pens automatically.

Digitally saved dates can be printed at the same time in different places. Decen-tralised printing is being used by newspaper publishers in Germany so far. For books it isn’t worth yet: the technologies must become cheaper and more efficient.

Das Titelblatt. Die Entstehung eines typographischen Dispositivs im frühen Buchdruck

Band X

Rautenberg, Ursula

Das Titelblatt. Die Entstehung eines typographischen Dispositivs im frühen Buchdruck

2004, 33 S., ISBN 3-9809664-0-2
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Abstract auf Deutsch

Es handelt sich um eine Vorstudie zu einem DFG-Forschungsprojekt (2000‒2004) „Entstehung und Entwicklung des Titelblatts von der Inkunabel- und Frühdruckzeit“ (http://www.buchwiss.uni-erlangen.de/forschung/abgeschlossene-projekte.shtml#internetpink).

Der Aufsatz zeichnet in Grundzügen die chronologische Entstehung des typographischen Dispositivs anhand von Beispielen nach. Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse; die Abschlusspublikationen sind online verfügbar (s. Hinweis und Verlinkung vor dem Inhaltsverzeichnis dieses Bandes).

Abstract in English

It is a preliminary study for a DFG research project (2000-2004) “The origin and development of the title page from the incunabula era to the early years of printing” (http://www.buchwiss.uni-erlangen.de/forschung/abgeschlossene-projekte.shtml#internetpink).

The article outlines the development of the typographical dispositive chronologically with the aid of examples. There are only preliminary results; the concluding publications are available online(see the link before this volume’s table of contents).

»Visitenkarten eines Verlags.« Aufbau, Funktion und Entwicklung der Verlagsvorschau seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit einer Studie zu den Vorschauen des C. H. Beck-Verlags

Band IX

Luft, Sabine

»Visitenkarten eines Verlags.« Aufbau, Funktion und Entwicklung der Verlagsvorschau seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit einer Studie zu den Vorschauen des C. H. Beck-Verlags

2004, 141 S., ISBN 3-9808858-9-5
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Abstract auf Deutsch

Seitens der Verlage sind Verlagsvorschauen ein wichtiges Marketinginstrument und mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Für den Sortimentsbuchhandel dienen sie als Arbeitsmittel zum Bestellen von Novitäten. Hier zeigt sich eine Diskrepanz. Einerseits soll das Medium repräsentativen Charakter besitzen, andererseits aber praktikabel und benutzerorientiert sein. Abhängig ist die Vorschau vor allem vom jeweiligen Verlagstyp. Die Bandbreite bei Publikumsverlagen reicht vom Aufbau von Autorenmarken (Hanser) bis zur Akzentuierung von Programmreihen (Reclam). Problematisch ist hier die hohe Substituierbarkeit der Titel. Zielgruppenverlage dagegen arbeiten meist nach einem ausgeprägten Reihenprinzip. Ziel ist weniger der Erfolg von Einzeltiteln, sondern die Etablierung der gesamten Reihe im Sortiment. Die Vorschauen der wissenschaftlichen Fachverlage besitzen die höchste Funktionalität. Sie verzichten in der Regel auf Elemente, die lediglich Repräsentations- aber keinen Informationsgehalt besitzen. Aktualität ist hier das wichtigste Leitprinzip, sodass Vorschauen teilweise monatlich erscheinen.

Abstract in English

From the publishing houses’ side the publisher previews are an important marketing tool and are connected to high costs, and for the retail book trade they are a work tool for the ordering procedure of novelties. Here a discrepancy shows itself. On the one hand the medium should possess a representative character, on the other hand it should be practical and user-oriented. The preview mainly depends on the particular publisher type. The spectrum for trade publishers ranges from the establishment of author trademarks (Hanser) to the accentuation of program series (Reclam). The high substitutability of the titles is problematic here. Target group publishers on the other hand mostly work with a distinct series principle. The aim is not so much the success of single titles, but the establishment of the whole series within the assortment. The previews of scientific specialist publishers possess the highest functionality. They usually forego elements that only possess representational but not informational value. Actuality is the most important guiding principle here, so that previews are published monthly in some cases.

Hörbuchboom? Zur aktuellen Situation des Hörbuchs auf dem deutschen Buchmarkt

Band VIII

Rühr, Sandra

Hörbuchboom? Zur aktuellen Situation des Hörbuchs auf dem deutschen Buchmarkt

2004, 241 S., ISBN 3-9808858-8-7
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Abstract auf Deutsch

Obwohl die Idee des Hörbuchs mehr als 100 Jahre alt ist waren sie weitgehend unbekannt bis der Hörverlag 1993 begann Hörbücher zu verlegen. Jetzt ist der Hörverlag der Marktführer des deutschen Hörbuchhandels. Mehr und mehr Hörbuchverlage und Verlage mit Hörbuchsegmenten wurden gegründet, beziehungsweise Unternehmen wie Zeitungen und Theater haben begonnen Hörbücher zu produzieren. Neben den steigenden Zahlen von Hörbüchertiteln nimmt auch die Berichterstattung über diese zu. Buchhändler sind im Begriff zu erkennen dass Hörbücher ein wichtiger Teil des Buchhandels sind und dass ihr Vertrieb möglicherweise die Umsätze ihrer Unternehmen steigert.

 Das steigende Interesse verlangt nach einer exakten Definition des Hörbuchs und seiner geschichtlichen Entwicklung. Wissen in diesen Bereichen ist wichtig, denn 2002 kannte nur eine von zehn Personen Hörbücher, während ein Interview mit 3699 Besuchern der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2003 zeigte, dass neun von zehn Personen etwas über dieses Medium wussten. Die Wissens- und Interessensverbreitungsrate ist demnach bemerkenswert und erfordert weitere Untersuchungen.

Diese Publikation konzentriert sich auf den deutschen Buchmarkt und analysiert die momentanen Teilnehmer am Hörbuchverlegen. Deshalb war es nötig eine Definition zu finden die die verschiedenen Formen der Hörbucher beschreibt. Charakteristischerweise dominieren gesprochene Worte Musik oder Soundeffekte. Fiktion und Poesie, Sachliteratur, Hörbücher für Kinder und Jugendliche, Sprachkurse oder Hörbücher welche ihren Hörern spezielle Ratschläge erteilen werden in Hörspielen oder Features, beziehungsweise sie werden von einer oder mehreren Personen gelesen oder geben Eindrücke von ursprünglich gesprochenen Texten im Bezug auf spezielle Themen.

Der erste Teil dieser Publikation diskutiert die grundlegenden Aspekte wie Produktion, Urheberrecht, die Entwicklung verschiedener Tonträger wie Schallplatten, Tonband, CD oder digitale Hörbücher und ihre Vorteile und Nachteile für ihre Nutzer. Er zeigt auch die Geschichte der Hörbücher auf, welche den Einfluss von Radiotechnologie und Inhalten auf Hörbücher und ihre Entwicklung als Weiterführung einer mündlichen Tradition, vor allem des laut Vorlesens, zeigt. Die heutigen Nutzer sind nicht länger nur Blinde oder ältere Leute oder Kinder, sondern Leute die die Möglichkeit zur Verdoppelung ihrer Zeit durch das Tun anderer Dinge beim hören eines Hörbuches bevorzugen.

Der zweite Teil konzentriert sich auf zehn Jahre des Hörbuchhandels, von 1993 als der Hörverlag gegründet wurde bis Juli 2003. Um Eindrücke der jüngsten Veränderungen im Bezug auf Hörbücher im allgemeinen Buchhandel zu sammeln wurden Buchhandelsjournale wie das Börsenblatt und Buchmarkt untersucht. Grundlagen, Konzepte, Verkaufsstatistiken und –vorhersagen legen die Struktur des Hörbuchmarktes aus. Zudem werden Inhalte, Nutzererwartungen und Ankündigungsmethoden eines Hörbuchs wie spezielle Verlegeraktivitäten und Ehrungen diskutiert. Die Analyse von 158 Broschuren von Verlagen zeigt welche Arten von Hörbuchverlegern teil des heutigen Marktes sind.

Inhalt, Form und Werbemethoden sind genauso wichtige Details wie die Beziehung zwischen Autor und Sprecher auf der einen Seite und Buch und Hörbuch auf der anderen. Die Verbundenheit zwischen bestimmtem Inhalt und spezifischen Tonträgern wird untersucht, genauso wie die jüngste Bevorzugung von verschiedenen Tonträgern im Allgemeinen.

Die Ergebnisse zeigen dass nur zehn Verlage die führenden Teilnehmer im Hörbuchhandel sind. Die meisten Hörbuchverlage bieten nur eine Handvoll Titel an. Besonders kleine Verlage haben nicht die Möglichkeit teure Hörbücher zu produzieren. Verlage nutzen oft Buchbestseller um erfolgreich zu sein. Dies führt zu Annahmen dass das Interesse der Kunden bisher möglicherweise nicht erkannt wurde. Umfragen zeigen dass sie am meisten interessiert an Sachhörbüchern sind. Kooperationen mit Radiosendern bieten Möglichkeiten hochqualitative aber weniger unabhängige Produkte zu veröffentlichen.

Der Anhang dieser Publikation präsentiert 260 Hörbuchverlage. Sie sind in zwei Teilen geordnet. Der erste listet sie nach Name auf, einschließlich Informationen über das Gründungsjahr, beziehungsweise das Jahr des Starts des Hörbuchsegments, Slogan, Ziele, Zielpublikum sowie Angebot und Menge an Titeln. Ein zweiter Teil beschreibt die verschiedenen Präsentationsformen wie Hörspiel, Feature oder Lesung, präsentierte Inhalte, Tonträger und Werbemethoden. Desweiteren informiert der Anhang über das Image der Verlage welches ein bestimmtes Publikum mit speziellen Werbeformen anvisiert.

Obwohl Hörbuchverlage und –titel immer noch zunehmen gibt es einen Bedarf für mehr Informationen über dieses Medium. Es ist unklar ob Leute Marketingaktivitäten begreifen. In den Vereinigten Staaten ist das Hörbuch ein alltägliches Medium das beim Autofahren verwendet wird, während die Situation in Deutschland anders ist. Der Konsum von Literatur ist ein wichtiger Teil der Bildung. Der sogenannte „Verdoppele-deine-Zeit“-Effekt ist weniger wichtig als der einfache Nutzen des Hörbuchs als Unterhaltung.

Der Arbeitskreis Hörbuchverlage ist vergleichbar mit der Audio Publishers Association” (APA) in den Vereinigten Staaten und schützt die Interessen der Verlage. Allerdings müssen Buchhandlungen mit mehreren Problemen bei der Präsentation der Hörbücher umgehen. Sie müssen die Interessen ihrer Kunden kennen, sie brauchen den nötigen Platz, das nötige Geld und Know-how. Obwohl in Deutschland der Buchhandel führend ist beim Verkauf von Hörbüchern könnten andere Orte, wie Tankstellen oder Versandhändler, in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Mehr und mehr Unternehmen, welche nicht Mitglieder des Buchhandels sind, sind involviert in die Publikation von Hörbüchern um spezifisch interessierte Personen zu erreichen.

Der Hörbuchboom muss hinterfragt werden. Die Anzahl von Verlagen und Titeln nimmt zu und das Medium wird immer populärer. Aber im Vergleich zu den Vereinigten Staaten ist das Hörbuch weniger erfolgreich und generiert weniger Umsatz. Es ist die Aufgabe des Verlags die Rolle des Sprechers weiter zu bewerben und interessante und thematische Hörliteratur anzubieten.

Abstract in English

Although the idea of audio books is over 100 years old audio books were not well known until the Hörverlag started publishing audio books in 1993. Now the Hörverlag is the market leader in German audio book business. More and more audio book publishing houses and publishing houses with audio book segments have been founded respectively enterprises like newspapers and theatres have started to produce audio books. As well as the audio book titles the reporting about them is increasing. Booksellers are recognising that audio books are an important part in book trading and that their distribution possibly increases the turnover of their business.

This expanding interest is demanding an exact definition of the audio book and its historical development. Knowledge in these areas is important, because in 2002 only one out of ten persons knew audio books while in October 2003 an interview with 3699 visitors of the Frankfurt Book fair showed that nine out of ten persons did know something about this medium. The rate of spreading knowledge and interest is therefore remarkable and needs further examination.

This publication is focusing on the German book market and analyses the present participants in audio book publishing. Therefore it was necessary to find a definition describing the various forms of audio books. Characteristically spoken words dominate music or sound effects. Fiction and poetry, non-fiction, audio books for children and teenagers, language courses or audio books that give their listeners special advice are presented in radio plays or features respectively they are read by one or more persons or give impression of originally spoken texts concerning special topics.

The first part of this publication is discussing basic subjects like production, copyright, development of different sound carriers such as record, tape, compact disc or digital audio books and their advantages and disadvantages for their users. It also points out the history of audio books which is showing the influence of radio technology and contents on audio books and their development as continuation of an oral tradition, especially the read aloud. The users in present time are not longer only blind and old people or children, but persons who prefer the possibility to double their time by doing other things while listening to audio books.

The second part is focusing its interest on ten years of audio book trade, from 1993 when the Hörverlag was founded to July 2003. To get impressions of the recent changes regarding audio books in general book trade journals such as Börsenblatt and Buchmarkt were surveyed. Foundations, concepts, sales statistics and predictions lay out the structure of the audio book market. Furthermore contents, users’ expectations and methods of announcing the audio book like special publishers’ activities and honours are discussed. The analysis of 158 brochures of publishing houses is showing what kind of audio book providers are members of the present market.

Lesbarkeit als Leitprinzip der Buchtypographie. Eine Untersuchung zum Forschungsstand und zur historischen Entwicklung des Konzeptes »Lesbarkeit«

Band VII

König, Anne Rose

Lesbarkeit als Leitprinzip der Buchtypographie. Eine Untersuchung zum Forschungsstand und zur historischen Entwicklung des Konzeptes »Lesbarkeit«

2004, 152 S., ISBN 3-9808858-7-9
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Abstract auf Deutsch

Seit den Anfängen des Buchdrucks gilt Lesbarkeit als Leitprinzip der Buchtypographie. Die Arbeit untersucht sowohl die Lesbarkeit an sich, als auch deren Optimierung. Analysiert wird, inwiefern der Leseprozess für auf Papier gedruckte Texte, die für das lineare Lesen konzipiert sind, bestmöglich gestaltet werden kann. Ziel der Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über das Thema ‚Lesbarkeit’ zu schaffen, der über bloße Anweisungen zur Gestaltung eines lesbaren Druckerzeugnisses hinausgeht.

Der Begriff Lesbarkeit besitzt eine Bandbreite an Bedeutungen und wird im allgemeinen Sprachgebrauch vielfach verwendet. Neben der Typographie befassen sich auch andere Disziplinen wie die Linguistik oder die Psychologie mit der Lesbarkeit von Texten. Die Lesbarkeit wird zum einen vom Rezeptionsobjekt selbst beeinflusst. Hier ist zwischen typographischen Faktoren, wie beispielweise der Schrift, der Schriftgröße, dem Buchstabenabstand, dem Seitenformat und der Materialität des Rezeptionsobjektes zu differenzieren. Darüber hinaus wirkt sich auch die Rezeptionssituation auf die Lesbarkeit aus. Hierbei sind kulturelle Faktoren, die Lesesituation an sich und der individuelle Leser zu erwähnen. Als optimale Lesbarkeit wird das ideale Zusammenspiel der verschiedenen Einflussfaktoren, des Rezeptionsobjektes und der Rezeptionssituation unter den Aspekten der Mühelosigkeit und Schnelligkeit der Texterfassung durch den individuellen Leser verstanden.

Abstract in English

Since the beginnings of book printing readability is regarded as the leading principle of book typography. This work examines both readability itself, as well as its optimization. It is analyzed how the reading process for texts that are designed for linear reading and which are printed on paper can be designed optimally. The work’s aim is to create an extensive overview on the topic “readability”, which exceeds mere instructions for the design of readable printed material.

The term readability possesses a range of meanings and is used manifold in common parlance. Apart from typography, other disciplines like linguistics or psychology concern themselves with the readability of texts. The readability is influenced on the one hand by the object of reception itself. Here one has to differentiate between typographical factors like for example the font, the font size, the pitch, the page format and the materiality of the reception object. Furthermore the reception situation affects readability. Here cultural factors, the reading situation itself and the individual reader should be mentioned. The ideal cooperation of the different influence factors of the reception object and the reception situation under the aspects of effortlessness and speed of text recognition by the individual reader are understood as optimal readability.

Usability versus Design – ein Widerspruch? Theorie und Praxis der Gestaltung von Websites

Band VI

Wieser, Verena

Usability versus Design – ein Widerspruch? Theorie und Praxis der Gestaltung von Websites

2004, 134 S., ISBN 3-9808858-6-0
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Abstract auf Deutsch

Diese These beschäftigt sich mit den Problemen des Webdesigns in Theorie und Praxis. Im Einzelnen konzentriert sie sich auf die Kontroverse zwischen Online-Benutzerfreundlichkeitsexperten und Webdesignern welche dieses Feld jahrelang dominiert hat, und analysiert die theoretischen und praktischen Manifestationen der zwei verschiedenen Positionen. Im Hauptteil versucht diese Arbeit Webseitenentwicklern dabei zu helfen, durch Diskussion von Ansätzen zur Balance von ästhetischen Aspekten mit Funktionalität und einfacher Nutzung, einseitige Webpräsentationen zu vermeiden.

In einer kurzen Einleitung werden die Geschichte und die Entwicklung des World Wide Web dargestellt, gefolgt von einer Zusammenfassung des technischen Hintergrunds des Webdesigns. Diese Kommentare zeigen dass der der Konflikt zwischen Ästhetik und Benutzerfreundlichkeit von der Tatsache ausgelöst wurde, dass HTML (Hypertext Markup Language), die Sprache für die Konstruktion von Webseiten ursprünglich nur dafür entwickelt worden war um (textuelle) Informationen homogen auszuzeichnen um sie über ein Netzwerk zu liefern und sie schließlich universell abrufbar zu machen, d.h. auf jeder Computerplattform und mit jeder Art von Betriebssystem. Seht bald aber entdeckten Designer das Internet als kreatives Ausdrucksmittel. Sie forderten neue und bessere typographische Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Optionen für die Integration von verschiedenen Medienelementen, welche pflichtgemäß von den Browserentwicklern in schneller Abfolge implementiert wurden. Als Folge war die Kontroverse zwischen Anhängern des innovativen und ästhetisch ansprechenden Webdesigns und der Unterstützern der höchstmöglichen Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit von Webseiten seit einigen Jahren dominant im Diskurs der Webseitenentwicklung.

Der theoretische Teil der Arbeit analysiert die beiden gegensätzlichen Einstellungen in der Webentwicklung. Zuerst werden verschiedene Definitionen des Ausdrucks „Benutzer-freundlichkeit“ diskutiert, gefolgt von einer Analyse der Gestaltungsvorschriften und –tipps welche Webnutzungsexperten in ihren Publikationen aufstellen. Hauptsächlich fordern sie die Konzentration auf die Wünsche und Bedürfnisse der (zukünftigen) Nutzer einer Webseite. Diese grundlegende Voraussetzung beinhaltet spezifischere Forderungen wie schlichte, textbasierte Seiten mit wenigen Grafiken zur schnellen Orientierung und kurzer Downloadzeiten, die Ablehnung von neueren Technologien wie Flash oder Shockwave, welche ein besonderes Plug-In benötigen, und die Forderung nach der Einhaltung etablierter Standards wie linksseitige  Navigationsleiste oder blaue und unterstrichene Text-Links.  Der Vergleich ihrer Aussagen über einige spezifische Designelemente und –kriterien resultiert in der Entwicklung eines Katalogs von Gestaltungsrichtlinien der Online-Benutzerfreundlichkeit, welcher als Basis für eine Seitenanalyse im praktischen Teil der Arbeit genutzt wird.

Das zweite Kapitel des theoretischen Abschnitts präsentiert die Position der Webdesigner. Im Gegensatz zu den Online-Benutzerfreundlichkeitsexperten legen sie großen Wert auf kreatives modernes Design ihrer Seiten und priorisieren ästhetische Aspekte. Die Nutzung von neuen Technologien, innovativer Navigationswerkzeuge und einer anspruchsvollen (typo)graphischen Präsentation der Seite sind einige der Anforderungen welche Designer an das Webdesign stellen. In extremer Form kann diese Einstellung zu Rufen nach einer anderen Auffassung des Mediums führen, wie Zelko Wieners und Ursula Hentschlägers Forderung nach dem “audio-visuellen Gesamtereignis” welches befreit ist von traditionellen textbasierten Strukturen und Navigationsmenüs und welches Multimedia, dynamische Interaktion und dramatische Inszenierung integriert.

Im dritten Punkt des theoretischen Teils werden Untersuchungen und Ansätze zur Integration beider Ansprüche dargelegt. Die Diskussion von „Form gegen Funktion“ ist weitgehend bekannt in Disziplinen wie Architektur, industrielles Design und Typographie. Einiger Webentwickler haben bereits erkannt das Webdesign als Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Ästhetik verstanden werden muss, und dass die Dominanz eines dieser Aspekte sehr stark von der Art der Seite welche sie erstellen abhängig sein sollte. Das Portfolio eines Künstlers, beispielsweise, oder eine Unterhaltungsseite für Jugendliche kann viel unkonventioneller und mit größerem Fokus auf ästhetische Aspekte gestaltet werden als eine Plattform für einen Online-Shop oder eine Seite mit wissenschaftlichen Informationen, welche in erster Linie erfordern dass Nutzer schnell und einfach ihre Ziele erreichen.

Im praktischen Teil der These werden mehrere Webseiten analysiert und beurteilt im Bezug auf ihre Angemessenheit  anhand der Kriterien im theoretischen Teil. Diese Analyse besteht aus drei Abschnitten, von denen jede sich mit Beispielen der drei vorher identifizierten Gruppen von Webentwicklern, und zwar den Seiten der Benutzerfreundlichkeitsexperten, der Designer und der Entwickler die versuchen sowohl Benutzerfreundlichkeitsvoraussetzungen  als auch ästhetische Bedenken zu vereinen, auseinandersetzt. Die These schließt mit den Implikationen der Ergebnisse von sowohl der theoretischen als auch der praktischen Analyse für eine Gestaltung von Webpräsenzen ab, welche optimal angepasst ist an besondere Forderungen des neuen Mediums und an das spezifische Genre einer Seite.

Abstract in English

This thesis deals with the issues of Web design in theory and in practice. In parti-cular, it focuses on the controversy between Web-usability-experts and Web desig-ners, which has been dominating the field for years, and analyses the theoretical and practical manifestations of the two different positions. In the main, this thesis intends to help Web site developers avoid one-sided Web presentations by discussing approa-ches for balancing aesthetic aspects with functionality and ease of use.

In a short introduction, the history and the development of the World Wide Web is lined out, followed by a summary of the technical background of Web design. These comments show that the conflict between aesthetics and usability was caused by the fact that HTML (Hypertext Markup Language), the language for the con-struction of Web sites, had originally been developed only to mark up (textual) in-formation homogeneously in order to deliver them via a network and to finally make them universally retrievable, i.e. on any computer platform and with any kind of ope-rating system. Very soon, however, designers discovered the Web as a creative means of expression. They demanded new and better typographic design possibilities and more options for the integration of different media elements, which were duly imple-mented by the browser developers in quick succession. As a consequence, the con-troversy between supporters of innovative and aesthetically pleasing Web design and supporters of the highest possible accessibility and usability of Web sites has been predominant in the discourse of Web site development for some years now.

The theoretical part of the thesis analyses the two opposing attitudes in Web development. Initially, several different definitions of the term “usability” are discus-sed, followed by an analysis of the design prescriptions and tips Web usability experts establish in their publications. Primarily, they demand the concentration on the wants and needs of the (prospective) users of a site. This basic requirement entails more specific demands like unpretentious, text based sites with few graphics for quick orientation and small download times, the rejection of newer technologies like Flash or Shockwave, which require a special plug-in, and the demand for the observance of established standards like the left-hand navigation bar or blue and underlined text links. The comparison of their statements on several specific design elements and cri-teria results in the development of a catalogue of design rules of Web usability, which is used as a basis for the analysis of sites in the practical part of the thesis.

The second chapter of the theoretical part presents the position of Web designers. In contrast to Web usability experts, they set great store by a creative, state-of-the-art design of their sites and prioritize aesthetic aspects. The use of new technologies, innovative navigation tools and a sophisticated (typo)graphic presentation of the site are some of the demands designers make on Web design. In the extreme, this attitude can result in calls for a different conception of the medium, like Zelko Wiener’s and Ursula Hentschläger’s demand for the “audio-visuelles Gesamtereignis” (“integrated audio-visual event”) that is freed from traditional text-based structures and menus for navigation and integrates multimedia, dynamic interaction and dramatic staging.

In the third point of the theoretical part investigations and approaches to the in-tegration of both claims are presented. The discussion of “form versus function” is well known in disciplines like architecture, industrial design and typography. Some Web site developers have already realized that Web design must be understood as a balance between usability and aesthetics, and that the dominance of one of those as-pects should strongly depend on the kind of site they are building. An artist’s port-folio, for example, or an entertainment site for teenagers can be designed in a much more unconventional way and with a stronger focus on aesthetic aspects than the platform for an online shop or a site with scientific information, which above all de-mand that users can quickly and easily reach their goal(s).

In the practical part of the thesis, several Web sites are analysed and judged in terms of their pertinence according to the criteria established in the theoretical part. This analysis consists of three sections, each of which looks at examples of one of the three previously identified groups of Web site developers, namely sites by usability experts, sites by designers and sites by developers who try to unify both usability re-quirements and aesthetic concerns. The thesis closes with the implications from the results of both the theoretical and the practical analysis for a design of Web presen-tations which is optimally adjusted to the special demands of the new medium and to the specific genre of a site.

Netzwerke des Buchhandels. Buchexport aus der Buchhandlung des Waisenhauses (Halle/S.) in die protestantische Diaspora in Russland

Band V

Schuldes, Susanne

Netzwerke des Buchhandels. Buchexport aus der Buchhandlung des Waisenhauses (Halle/S.) in die protestantische Diaspora in Russland

2003, 199 S., ISBN 3-9808858-4-4
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Abstract auf Deutsch

Während des 18. Jahrhunderts stieg die Zahl der Ausländer aus Westeuropa, die in Russland leben, stetig an. Als Folge stieg die Nachfrage nach fremdsprachigen Büchern in Russland dramatisch an. So wurde es notwendig die Bücher aus dem Ausland zu importieren, hauptsächlich aus den Niederlanden und aus Deutschland. Das russische Buchhandelssystem war alleine nicht in der Lage diesen Bedarf abzudecken. Die folgende Arbeit kann erklären über welche Wege die Bücher nach Russland gebracht wurden und wie sie dort weitervertrieben wurden.

 Die Handelsbeziehungen der Waisenhausbuchhandlung mit den protestantischen Pastoren in Russland waren eine solche Vertriebsmethode. Das Waisenhaus in Halle – später Franckesche Stiftungen genannt – war 1698 von dem Pastor August Hermann Francke, einem Pietisten, gegründet worden und entwickelte sich bald in eine pan-europäische missionarische und kommerzielle Institution mit eigenen Unternehmungen. Die lukrativste von diesen waren eine Drogerie und eine Buchhandlung mit einem Verlagshaus. Die Handelsbeziehungen mit Russland wurden erstmals zu Beginn des 18. Jahrhunderts von der pietistischen Gemeinde um Francke aufgebaut, welche ihre jungen Pastoren zu den protestantischen Gemeinden in ganz Russland schickte. Diese Kandidaten handelten als Vertreter für ganzstaatlichen Handel. Anscheinend wurde Buchhandel innerhalb dieser persönlichen Beziehungen, die mit einem  Vernetzungssystem verglichen werden können, betrieben. Diese Pastoren in Russland sowie die Buchhandlung in Halle können als Zentren des überragenden Netzwerks zwischen Halle und Russland gesehen werden. Eine große Anzahl kleinerer Netzwerke, welche die umliegenden Gemeinden vertraten, waren also mit ihm verbunden.

Ein zentraler Teil der Forschung die in diese Untersuchung eingebunden war beinhaltet eine Analyse von Geschäftsbriefen protestantischer Pfarrer welche in den Gemeinden Sankt Petersburgs und anderer Seehäfen der baltischen Provinzen in dieser Zeit lebten. Obwohl die meisten dieser Briefe früher Teil der Archive der Stiftungen waren, befinden die meisten im Besitz der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Weitere Teile wurden auch dem Hauptarchiv der Stiftung in Halle entnommen. Insgesamt werden die Briefe auf die Zeit von 1730 bis 1780 datiert.

Der erste Teil der Arbeit konzentriert sich auf das Netzwerk selbst. Zuerst wird die Entwicklung des Waisenhauses zu einem europäischen Unternehmen beschrieben, gefolgt von der Beschreibung des pietistischen Netzwerks in der protestantischen Diaspora Russlands. Es kann gesagt werden dass ab 1730 sehr viel mehr Pastoren die als Handelsvertreter arbeiteten in Gemeinden in Sankt Petersburg und den baltischen Provinzen lebten, während Moskau und andere Orte, die früher von großer Wichtigkeit gewesen waren weniger einflussreich wurden. Gleichzeitig schrumpfte ihre Gesamtanzahl kombiniert mit der sinkenden Wichtigkeit der pietistischen Bewegung in Europa. In einem zweiten Schritt wird aufgezeigt dass die Beziehungen der Pastoren mit der Buchhandlung in Halle nicht nur auf pietistischer Tradition basierten, sondern zudem durch andere Gründe motiviert waren. Beispielsweise sollte die Bedeutung der Waisenhausbuchhandlung als eine bekannte Institution und sein europaweites Geschäft nicht unterschätzt werden. Ihr Ruf kann sowohl durch die Vielfalt an Büchern in ihrem Sortiment als auch durch die Reputation des Verlagshauses mit einer umfassenden Auswahl pietistischer, religiöser, wissenschaftlicher und bildender Literatur erklärt werden. Die Buchhandlung war hauptsächlich eine verlegende und vertreibende Institution. Sie kann auch mit den zeitgenössischen herausragenden Buchhändlern und Verlegern in Leipzig, dem Zentrum des Europäischen Buchgroßhandels, verglichen werden. Zudem zeigen die Briefe eindeutig dass die Buchhandlung in Halle mit anderen Unternehmen dort zusammenarbeitete, vor allem mit Buchbindern, Druckern, Buchhändlern und Verlegern.

Von einem anderen Standpunkt aus gesehen war der Export von Büchern von Halle nach Russland eine direkte Folge der Marktbedingungen in Russland. In erster Linie hatten die protestantischen Gemeinden wenig religiöse aufbauende Literatur in ihrer Muttersprache, wie Bibeln und Gesangbücher welche nötig für die Ausübung ihrer Religion waren. Die Pietisten in Halle erkannten das Desideratum und sandten pietistische Literatur zu ihnen. Zudem wurde in Halle solche religiöse Literatur auch in Russisch gedruckt.

Diese Werke sollten das Fundament der pietistischen Missionierung in Russland bilden, aber die Bücher konnten nie öffentlich geliefert werden aufgrund der Ablehnung der russisch-orthodoxen Kirche und der Eingriffe der Zaren. Eine weitere wirtschaftliche Motivation des Buchhandels war der Mangel an fremdsprachiger säkularer Literatur, vor allem in den Kolonien der Neuankömmlinge in Sankt Petersburg, welche eine größere Nachfrage nach solchen Büchern hatten aufgrund der Europäischen Aufklärung. Sie brauchten Bücher für ihre Schulen und ihre eigene Existenz. Allerdings war es nach 1725 möglich Bücher mit lateinischen Schrifttypen in Russland zu drucken. Sie herauszugeben lag aber immer noch in der Hand des Staats und war Privatpersonen bis 1738 verboten. Alle offiziellen verlegenden und buchvertreibenden Institutionen schienen der Nachfrage nicht nachzukommen und folglich importierten und verkauften eine große Zahl von ausländischen Händlern und sogar Einzelpersonen Bücher.

Der zweite Hauptteil der Arbeit konzentriert sich auf die allgemeinen Zustände des Buchhandels zwischen Halle und Russland, worüber die Briefe Aufschluss geben. Während Andeutungen von Zensur selten in den Briefen auftreten, stellt sie ein zentrales Thema für den Buchhandel als Ganzes da. Diese Zensur wird in zwei Schritten analysiert: der eine beschäftigt sich mit den Einschränkungen der religiösen Literatur in russischer Sprache, welche den Vertrieb von den Büchern in russischer Sprache, welche in Halle gedruckt wurden, ausschloss; der andere konzentriert sich auf die Hindernisse für den ausländischen Buchhandel in Russland. Letzterer kann aufgrund der Feinheit der Hinweise in den Korrespondenzen nicht vollständig untersucht werden. Hinsichtlich fremdsprachiger Bücher sahen die Pastoren sich offensichtlich mit einigen Hindernissen konfrontiert.

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mir Vermarktungs- und Handelsbedingungen. Zunächst handelten die Pastoren im Netzwerk im Grunde als Buchhändler. Sie erhielten Bücher nur als Festbestellung auf Rechnung, d.h. nur gegen Bargeld. Zum Teil kauften sie sie im Auftrag von Dritten oder bestellten mehrere Bücher in größeren Mengen, möglicherweise um sie zu lagern und sie nach und nach zu verkaufen. Zusätzlich dazu repräsentierten die Pastoren der Küstengemeinden nahe des Baltischen Meeres die Bekannten in Moskau, und gingen sogar so weit Bücherkisten für andere Pastoren zu bestellen und sie ins Binnenland weiterzuschicken.

Die Exporte von Halle nach Russland wurden von grundlegenden Einschränkungen, die charakteristisch für Osteuropa waren, verkompliziert. Mit Respekt für den Buchhandel verursachte die Distanz zu Leipzig, dem damaligen Zentrum des europäischen Buchhandels, eine Reihe von Schwierigkeiten. Aufgrund der unterentwickelten Infrastruktur außerhalb der Haupthandelsrouten, sowie den widrigen Klimabedingungen, war der Durchgangsverkehr teuer. Für Kunden in Russland führte das zu hohen Preisen und langen Lieferzeiten. Die Geschäftsbriefe der Pastoren zeigen einige Strategien wie sie versuchten Risiken zu minimieren, da sie die volle finanzielle Verantwortung hinsichtlich der Buchhandlung in Halle trugen. Zusammenfassend ist zu sagen dass das Netzwerk der pietistischen Buchhändler die ausländischen Kolonien in Russland mit westlichen Ideen unterstützten, was einen großen Einfluss auf Russlands kulturelle und soziopolitische Entwicklung hatte.

Abstract in English

During the 18th century the number of foreigners from western Europe living in Russia was growing steadily. As a consequence, the demand for foreign language books in Russa rose dramatically. Thus, it became necessary to import the books from abroad, mainly from the Netherlands and from Germany. The Russian system of book trade was not capable of meeting these needs on its own. The attached thesis can explain through which paths the books were brought to Russia and how they were distributed there. The trade relations of the orphanage’s bookstore with the Protestant pastors in Russia was one such method of distribution.

The orphanage in Halle – later called Franckesche Stiftungen – was founded by the pastor August Herrmann Francke, a Pietist, in 1698 and soon developed to a pan-European missionary and commercial institution with its own enterprises. The most lucrative of them were a drugstore and a bookshop with an editorial house.

The commercial contacts with Russia were first built up at the beginning of the 18th century by the pietist community around Francke who sent their young pastors to the Protestant congregations throughout Russia. These candidates acted as agents for a wholestate trade. Apparently, the book trade was performed within these personal relations that can be compared with a networking system. The pastors in Russia as well as the bookstore in Halle can be taken as the centers of the superior network between Halle and Russia. A large number of smaller networks, representing the communities around them, were also connected to it.

A central part of the research involved in this investigation included an examination of business letters of Protestant pastors who were living in congregations of Saint-Petersburgh and other seaports in the Baltic provinces during this time. Although most of the letters were formerly part of the archives of the Stiftungen, most are currently property of the Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Further pieces were also taken from the main archive of the foundation in Halle. On the whole, the letters date from approximately 1730 to 1780.

The first part of the thesis concentrates on the network itself. First of all, the development of the orphanage to a European business is detailed, followed by the description of the pietist network in the Protestant diaspora of Russia. It can be pointed out that after 1730 far more pastors working as agents of trade were living in congregations in Saint-Petersburgh and the Baltic provinces, while Moscow and other places, which had previously been of major importance, became far less influential. At the same time, their number on the whole was shrinking combined with the declining significance of the pietistic movement in Europe.

In a second step, it is pointed out that the relations of the pastors with the bookstore in Halle were based not only on the pietistic tradition, but moreover were motivated by some other reasons. For example, the importance of the orphanage’s bookstore as a famous institution and its Europe-wide business shouldn’t be underestimated. Its reputation can be explained both by the wide variety of books in their assortment and the reputation of the editorial house with a universal choice of pietist, religious, scientific and educational titles. The bookshop was primarily an institution of publishing and bookselling. It can also be compared to the contemporary outstanding booksellers and publishers in Leipzig, center of the European wholesale book-trade. Furthermore, the letters make it clear that the bookshop in Halle cooperated with other enterprises in Halle, most of all with bookbinders, printers, booksellers and publishers.

From another point of view, the export of books from Halle to Russia was a direct result of market conditions in Russia. First of all, the Protestant congregations there were short of religious, edifying literature in their native language, such as bibles and songbooks, which were necessary for the practice of their religion. The Pietists in Halle realized the desideratum and sent pietist literature to them. Moreover, in Halle such religious literature was also printed in Russian. These works were supposed to be the fundament of pietistic proselytisation in Russia, but the books could never be delivered openly due to the refusal of the Russian Orthodox church and the intervention of the tsars. A further economic motivation of the book trade was the absence of secular literature in foreign languages, mainly in the newcomer colonies of Saint-Petersburgh, which saw an increase in the demand of such books as a result of the European Enlightenment. They needed books for their schools and for their own subsistance. However, only after 1725 was it possible to print books with Latin typeface in Russia. Publishing them remained in the hands of the state, however, and was prohibited to private persons until 1783. All the official publishing and bookselling institutions apparently didn’t meet the demand and, consequently, a great deal of foreign merchants and even individuals imported and sold books.

The second principal part of the thesis focuses on the general conditions of the book trade between Halle and Russia, about which the letters give evidence. While hints of censorship seldom occur in the letters, it constitutes a central theme for the book trade as a whole. This censorship is analyzed in two steps: one concerns the restrictions of Russian language religious literature, which ruled out the distribution of the Russian language books printed in Halle; the other focuses on the obstacles for the foreign book trade in Russia. The latter cannot be analysed thoroughly due to the subtleness of the indications found in the correspondence. Concerning foreign language books, the pastors obviously were faced with few obstacles.

The next chapter deals with marketing and trading terms. First of all, the pastors in the networking system effectively acted as book merchants. They obtained books on firm order account, meaning on cash terms only. In part, they purchased them on behalf of a third party or ordered several books in greater quantities, possibly to store them and sell them by degrees. In addition to that, the pastors of the coastal communities near the Baltic sea represented acquaintances in Moscow, even going so far as to order cases of books for other pastors and forwarding them to the heartland.

The exports from Halle to Russia were complicated by elementary impediments that were characteristic for Eastern Europe. With respect to the booktrade, the distance to Leipzig, the center of European book sale at that time, caused a series of difficulties. Due to the poorly developed infrastructure away from the main trade routes, as well as adverse climatic conditions, transit was costly. For customers in Russia this resulted in high prices and extensive delivery times. The pastors’ business letters show some strategies of how they tried to minimize risks, as they bore full financial responsibility with regard to the bookstore in Halle.

To sum up, the network of pietistic book traders supported the foreign colonies in Russia with Western ideas, which had a great impact on Russia’s cultural and sociopolitical development.

Kurze Einführung in das Urheber- und Verlagsrecht

Band IV

Lutz, Peter

Kurze Einführung in das Urheber- und Verlagsrecht

2. Auflage. Eine aktualisierte Auflage ist als Band XLVII veröffentlicht.
2003, 42 S., ISBN 3-9808858-3-6
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Bildschirmtypographie. Technische und psychologische Determinanten der Gestaltung von Online-Dokumenten

Band III

Bayer, Sonja Katrin

Bildschirmtypographie. Technische und psychologische Determinanten der Gestaltung von Online-Dokumenten

2003, 158 S., ISBN 3-9808858-2-8
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Abstract auf Deutsch

Der Fokus dieser Arbeit ist die analytische Studie der technischen und psychologischen Bestimmungskriterien typographischer Gestaltung im Bezug auf Online-Dokumente. Zudem wird ein Kriterienkatalog bezüglich verschiedener typographischer Variablen aufgestellt, auf der Basis von empirischen psychologischen Studien. Der Grund warum diese Studie sich ausschließlich mit Online-Dokumenten beschäftigt ist, dass digitale Offline-Dokumente wie CDROMs sehr eingeschränkte Navigationsmöglichkeiten bieten, was die analytische Interpretation reduziert.

Im Gegensatz dazu werden Leser von Online-Dokumenten einfach abgelenkt von Links und anderen Navigationsmöglichkeiten des Internets. Aus diesem Grund sollten Webentwickler sich bestimmter Funde, nicht nur der Bewusstseinspsychologie in ihrer Arbeit, sondern auch der Psychologie des Lesens sowie der Prinzipien der bewussten menschlichen Wahrnehmung und Erinnerung.

Der theoretische Teil dieser These präsentiert Designtermini wie Desktop Publishing, und versucht eine Hierarchie der neuesten typographischen Fachbegriffe wie Interface Design, GUI-Design (Graphical User Interface-Design), Seiten-, Page- und Web-Design aufzustellen. Interface Design ist der breiteste Ausdruck der die Gestaltung jeder Oberfläche mit der Leute interagieren einschließt. Der Akt der Gestaltung einer Oberfläche welche komplett aus einer Bildschirmoberfläche besteht, die organisiert und gestaltet werden muss um sich am besten für die Erwartungen des Nutzers zu eignen, heißt GUI-Design. Seitendesign bedeutet in erster Linie die Organisation und das Erscheinungsbild von verbundenen, einzelnen Seiten innerhalb einer Webseite, während Pagedesign das Layout einer einzelnen Seite bezeichnet. Ein weiterer zentraler Punkt dieser Arbeit ist das Thema der Nutzungsfreundlichkeit; normalerweise beschäftigt sich diese nicht mit der inhaltlichen Qualität der Seite, sondern fragt nach einem Beispiel der Navigationsfähigkeit einer Seite wie Link-Mapping oder die Gestaltung und Platzierung der Schaltflächen. Hier wird der Ausdruck Benutzerfreundlichkeit aus einer psychologischen Sicht aus betrachtet, was heißt dass diese Arbeit die psychologischen Qualitäten der Bildschirmtypographie, beispielsweise die  Lesbarkeit der Bildschirmschriftart, erforscht.

Der zweite Teil dieser Arbeit erklärt die technischen Implikationen eines Computerbildschirms. Dieses Kapitel konzentriert sich hauptsächlich auf die Effekte technischer Faktoren, wie der sehr limitierten Auflösung des Bildschirms oder dem Flackern der CRT-Bildschirme, auf die menschliche Wahrnehmung von Informationen, die von Computern ausgegeben wurden. Die Schwierigkeiten im Bestimmen dieser Faktoren sind stark beeinflusst von der Gestaltung sowie der menschlichen Wahrnehmung digitaler Dokumente. Ein Webdesigner kann diese technischen Faktoren nur marginal beeinflussen oder modifizieren. Der Designer kann nie exakt vorhersagen welche Art von Bildschirm ein einzelner Nutzer besitzt, also muss der Designer als Antwort sorgfältig ein Minimallayout kreieren, welches möglicherweise zu einer großen Anzahl von Computerbildschirmen passt.

Dieses Kapitel führt zum größten Element dieser These, der Erklärung psychologischer Theorien und Forschungsfelder welche typographisches Design ausmachen. Funde, beispielsweise im Bezug auf visuelle Mustererkennung und ihres Einflusses auf das Erkennen und die Untersuchung von Buchstaben und Wörtern auf dem Bildschirm, haben die Möglichkeit entdeckt dass „der Treppeneffekt / die gezackte Kanten“ welche von Bildschirmfonts ohne Anti-Aliasing produziert werden, die Lesbarkeit eines Textes verschlechtern, vor allem bei kleineren Schriftgraden. Ein weiteres Interessensgebiet welches relevant für das Thema des typographischen Designs ist, sind die Funde der Gestaltpsychologie im Bezug auf die Organisation und Position der Layoutelemente auf dem Bildschirm. Das „Gesetz der Ähnlichkeit“ beispielsweise besagt dass Schaltflächen der gleichen Farbe, Form, Größe etc. als zusammengehörend und einen Block eng verbundener Informationen bildend wahrgenommen werden. Bezüglich des „Gesetzes der guten Weiterführung“, wurde eine sehr interessante Studie die an der Uppsala Universität in Schweden durchgeführt, mit dem Ergebnis dass horizontal angeordnete Menüleisten als 1,2mal langsamer wahrgenommen werden als vertikal angeordnete Menüleisten. Die Prinzipien der Lesepsychologie erläutern Faktoren wie das physische Erscheinungsbild des Textes oder der Orientierung in digitalen Texten. Ein weiteres sehr wichtiges Thema ist die Psychologie des Bewusstseins. Viele Webseiten nutzen zu viele Methoden zur Betonung von Informationen, welche die Nutzer ablenken und verwirren. Lynch und Horton, Autoren des Web Style Guide der Yale Universität plädieren für die Nutzung von nur einer oder zweier Betonungsmethoden auf einmal. In gedruckten Texten wird Kursivschrift beispielsweise oft verwendet, um einem Wort inmitten eines Blocks regulären Antiqua-Textes Nachdruck zu verleihen.

Diese Hervorhebung ist im Allgemeinen schwieriger zu lesen als Antiquaschrift und der Leser muss langsamer lesen, was den Eindruck von Bedeutung erweckt, weil es anders aussieht als die aufrechte Betonung der Antiqua und auch weil der Lesefluss behindert wird. Anstatt Fett- oder Kursivdruck zu verwenden nutzen viele Seiten farbige Schrift zur Hervorhebung. Je mehr sich die farbige Schrift ändert, desto größer ist die Hervorhebung die sie auslöst. Es gibt sogar eine Hierarchie der Hervorhebung: gelb sticht mehr heraus als grün auf einem blauen Hintergrund; grün dominiert über hellblau; rot scheint sogar „die Nutzer anzuschreien“. Rot ist nicht nur eine intensive Farbe, sondern auch ein biologischer Stimulus dem Nutzer nicht entkommen können. Im Allgemeinen wird die Technik, Schrift zur Hervorhebung einzufärben überbeansprucht.

Der psychologische Teil dieser Arbeit zielt auf die Produktion eines „Stilführers“ ab; einem Katalog von Kriterien für das typographische Design von psychologischen, nutzerfreundlichen Webseiten. Das folgende Kapitel fasst die Ergebnisse mehrerer empirischer Studien zur verschiedenen typographischen Variablen zusammen. Faktoren die in diesen Studien analysiert werden sind die Gestaltung von einzelnen Buchstaben, die Wahl der besten Schriftarten für den Bildschirm und auch die Wahl von geeigneten Schriftarten für eine bestimmte Nutzergruppe. Oft gab es hierbei unerwartet Resultate, beispielsweise wurde die Schriftart Times New Roman, welche im Allgemeinen als gut passend für einen Bildschirm angesehen wird, am schlechtesten im Bezug auf Nutzerbevorzugung und Lesbarkeit eingestuft. Auch wurden Faktoren wie Zeilenlänge, Durchschuss, Laufweite und Unterschneidung untersucht. Eine ideale Zeilenlänge scheint 55 cpl (characters per line / Zeichen pro Zeile) zu sein, was die besten Leseraten produziert und am schnellsten gelesen wurde.

Die drei großen Abschnitte der Arbeit werden abschließend in einem praktischen Teil zusammengefasst, welcher nicht nur die Online-Version der New York Times (www.nytimes.com) im Bezug auf typographisches Design beschreibt, sondern auch die psychologische Nutzbarkeit der Webseite behandelt und einschätzt.

Was diese These hauptsächlich klarmacht ist, dass Online-Dokumente typographisch und nutzerfreundlich gestaltet werden können, indem man bedacht auf die psychologischen Grundlagen ist, kombiniert mit  der Art und Weise wie technische Faktoren des Bildschirms das Erscheinungsbild von digitalen Online-Dokumenten in naher Zukunft beeinflussen können und werden.

Abstract in English

The Focal point of this thesis is the analytical study of the technical and psychological determinants of typographical design relating to digital online-documents. Furthermore,a catalogue of criteria regarding different typographical variables will be established on the basis of empirical psychological studies. The reason why this study is only concerned with online-documents is that digital offline-documents like CDROMs pose very limited navigational possibilities reducing analytical interpretation.

In contrast readers of online-documents are easily distracted by links and other navigational possibilities inherent to the Internet. For this reason, web designers should be conscious of certain results not only of the psychology of awareness in their work, but also of the psychology of reading, as well as the principles of the human apperception and memory.

The theoretical part of this thesis initially presents basic terms of design like Desktop Publishing and aims at establishing a hierarchy amongst the newest typographical terms like Interface Design, GUI-Design (Graphical User Interface-Design), Site-, Pageand Web-Design. Interface design is the broadest term encompassing the design of every surface that people interact with. The act of designing a surface, consisting entirely of a screen surface that has to be organized and designed to best suit the user’s expectations, is called GUI-design. Site design primarily means the organization and appearance of linked, single pages within a web destination, while page design means the layout of a single page. Another very central point in this thesis is the subject of usability; generally this is not concerned with the content quality of a website, but asks for an example of the navigational ability of a site like link mapping or the design and position of buttons. Here the term usability is to be regarded from a psychological point of view, which means that this thesis explores the psychological qualities of the screen typography, for example the legibility of a screen font.

The second part, of this thesis, explains the technical implications of computer screens. This chapter focuses primarily on the effects of technical factors like the very limited resolution of the screen or the flickering of CRT-screens on the human perception of computer-emitted information. The difficulties in determining these factors are heavily influenced by the design as well as the human perception of digital documents. A web designer can only narrowly influence or modify those technical factors. The designer can never predict exactly what kind of screen an individual user possesses, so in response the designer has to carefully create a minimal layout that will potentially suit a broad range of computer screens. This chapter leads to the largest element of this thesis, the explanation of psychological theories and fields of research that compose typographic design. Findings, for example regarding the visual pattern recognition and its influence on recognizing and distinguishing letters and words on the screen, have discovered the possibility that “jaggies / jagged edges”, produced by screen fonts without anti-aliasing, deteriorate and downgrade the legibility of a text, particularly in smaller grades. Another area of interest that is relevant to the theme of typographical design is the findings of the Gestalt psychology regarding the organizations and positions of layout-elements on the screen. The “Law of Resemblance” for example states that buttons of the same colour, form, size, etc are perceived as belonging together and forming a block of closely related information. Concerning the “Law of Good Continuation”, a very interesting study was carried out at Uppsala University in Sweden with the result that horizontally organized menu-bars are perceived 1.2-times slower than vertically organized menu-bars. The principles of reading psychology explain factors like the physical appearance of the text or the orientation in digital texts. Another very important topic is the psychology of awareness. Many websites use too many methods of emphasizing information that distracts and confounds the users. Lynch and Horton, authors of the Web Style Guide at Yale University, plead for using only one or two emphasizing-methods at a time. In print Italics, for example, are often used to give emphasis to a word within a block of regular Roman text. This emphasis is generally harder to read than Roman and the reader has to slow down, implying emphasis because it looks different from the upright stress of the Roman and also because the reader's flow is impeded. Instead of using bold or italic, many pages use coloured type for emphasis. The more colour type changes the more emphasis it creates. There is even a hierarchy of emphasis: yellow stands out more than green on a blue background; green dominates over pale blue; red even seems to “shout at the users”. Red is not only an intensive color, but also a biological stimulus that users can’t evade from. Generally, the technique of colouring text for emphasis is overused. This psychological part of the thesis is aimed at producing a “style-guide“; a catalogue of criteria for the typographic design of psychological, user-friendly websites.

The subsequent chapter summarizes the results of various empirical studies regarding different typographic variables. Factors analyzed in these studies are the design of singles letters, the choice of the best fonts for the screen and also the choice of appropriate fonts for a given user group. There were often unexpected results, for example the font Times New Roman, which is generally considered well suited to the screen, ranked worst in user preference and legibility studies. Also analyzed were factors like line length, leading, spacing and kerning. An ideal line length for the screen seems to be 55 cpl (characters per line), which produced the best reading rates and was read the fastest.

The three large sections of the thesis are finally summarized in a practical part that not only describes the online-version of the New York Times (www.nytimes.com) regarding the typographic design, but also treats and evaluates the psychological usability of the web site. What this thesis primarily makes clear is that online-documents can be designed typographically and user-friendly by being considerate of the psychological basics combined with how technical factors of the screen can influence and will influence the appearance of digital online-documents in the near future.

Elektronische Zeitschriften in der Biologie. Eine Untersuchung des Nutzerverhaltens anhand einer Erhebung im Bereich der Biologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Band II

Lengenfelder, Anja

Elektronische Zeitschriften in der Biologie. Eine Untersuchung des Nutzerverhaltens anhand einer Erhebung im Bereich der Biologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2003, 148 S., ISBN 3-9808858-1-X
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Abstract auf Deutsch

Die schnelle Verbreitung des Internets über die letzten Jahre hatte auch einen wichtigen Einfluss auf die Suche nach spezifischer wissenschaftlicher Literatur, vor allem in den Gebieten der Naturwissenschaft, Technik und Medizin (Abk.“STM“). So können Biologen nun die Suche nach Fachliteratur mithilfe von elektronischen Pendants zu gedruckten wissenschaftlichen Journalen,  die einerseits einfachen Zugang zu fast allen nötigen Artikeln oder Berichten, und andererseits zu großen bibliographischen Datenbanken die internetbasierte übergreifende Suche mehrerer Publikationen ermöglichen. Obwohl die Verfügbarkeit von Informationen in der Theorie so gut ist wie nie zuvor ist die eigentliche Nutzung oft durch die Exklusivität digitaler Informationen entsprechend ihrer hohen Kosten und dem immer noch sehr dringendem Problem der langfristigen Erhaltung beschränkt.

Aus diesem Grund konzentriert sich diese Arbeit auf den alltäglichen Gebrauch von eJournalen und Datenbanken durch sogenannte „Endbenutzer“, d.h. Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden, auf ihr Verarbeiten von digitalen Informationen und ihrer Meinung über weitere Entwicklungen in diesem Bereich. Alle Erklärungen basieren auf Daten aus einer Befragung der Mitglieder der biologischen Fakultät an der  Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (kurz „FAU“), die über den Zeitraum von zwei Wochen im Wintersemester 2001 / 2002 durchgeführt wurde. Mit 117 Antworten von insgesamt 261 möglichen Kandidaten war die Befragung recht erfolgreich, besonders mit dem Rücklauf von 72 Prozent aus der Gruppe der Professoren, und von 70 Prozent der Doktoranden. Bezüglich der Institute gaben die beiden Botanik-Lehrstühle das meiste Feedback mit 60 Prozent, dicht gefolgt vom Institut für Mikrobiologie mit 55 Prozent. Also sind es diese beiden Institute die am wahrscheinlichsten miteinander verglichen werden. Aufgrund der großen Anzahl von Doktoranden mit insgesamt 52 Personen lag das Durchschnittsalter der Teilnehmer unter 40 Jahren.

Diese Tatsache wird sogar noch offensichtlicher wenn man sich die Zahlen zur Verwendungshäufigkeit ansieht. Die große Mehrheit (58 Prozent) nutzt regelmäßig digitale Journale, mindestens täglich oder einmal pro Woche, während nur eine sehr kleine Minderheit (3 Prozent) lesen einen elektronischen Artikel seltener als einmal pro Monat oder überhaupt nicht. Meistens wird auf eJournals am PC am eigenen Arbeitsplatz zugegriffen (59 Prozent), die alle mit dem Netzwerk der Universität verbunden sind und folglich in die hochschulweiten Lizenzen der Zentralbibliothek für Datenbanken und eJournale eingebunden sind. Normalerweise ist ein Heimcomputer ohne all diese Vorteile keine geeignete Alternative, und demnach nutzen nur sechs Prozent aller Teilnehmer ihn regelmäßig für Suchen. Überraschenderweise sind die Computer in der Bibliothek (natürlicherweise verbunden mit allen lizensierten digitalen Journalen, auch denen die nicht hochschulweit verfügbar sind) die, die am wenigsten genutzt werden.

Laut der Umfrage ist die „Elektronische Zeitschriftenbibliothek” (kurz „EZB“) der Universitätsbibliothek Regensburg das Hauptportal der Biologen um auf elektronische Journale zuzugreifen. Dieses Projekt startete 1997 in Regensburg und bietet seitdem seinen Bibliotheksnutzern einen strukturierten und einfachen Zugang zu lizensierten Journalen; schon bald wurde es zu einer europaweiten Institution mit Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und der Tschechischen Republik. Aufgrund ihrer Datenbank ist die elektronische Bibliothek nicht nur mit den Homepages der Journale verbunden, sondern speichert auch Informationen über den Status des Volltextzugangs ihrer verschiedenen Mitglieder, z.B. die Bibliothek der FAU. Für die nahe Zukunft ist geplant, die Suche nach Artikeln über alle verfügbaren Journaltitel zu erlauben, was in einer Umfrage angekündigt und von der Mehrheit der Biologen (65 Prozent), welche die EZB dann noch öfter nutzen würden, als gute Idee angesehen wurde.

Als sie über ihre Erfahrungen mit Datenbanken und elektronischen Journalen gefragt wurden, gaben die meisten der Biologen zu, dass sie diese hauptsächlich durch Ausprobieren (80 Prozent) und mit der Hilfe von Kollegen (70 Prozent) erwarben, während spezielle Kurse die von der Bibliothek oder dem Datenbankprovider angeboten werden kaum besucht werden. Diese, vom Standpunkt eines Bibliothekars, etwas amateurhafte Beziehung gegenüber digitaler Informationen könnte die Tatsache erklären dass eine Mehrheit schätzt dass die weithin bekannte medizinische Datenbank MEDLINE (60 Prozent) und ihr Pendant PUBMED (67 Prozent) sogar noch wichtiger ist als die biologische BIOSIS (21 Prozent), die eine beeindruckende Zahl (28 Prozent) noch nicht einmal kennen. Dies kann auch durch die Dominanz der Mikrobiologen in dieser Umfrage beeinflusst sein, da deren Themen näher und näher an moderne Medizin herankommen.

Die Artikel selbst werden intensiv von den Biologen verarbeitet, da sie normalerweise mehr als drei der angegeben Möglichkeiten wie „per E-Mail versenden“, „zu privater Datenbank hinzufügen“ oder „auf dem Computer speichern“ ankreuzten. Trotzdem, das Ausdrucken ist immer noch der am weitesten verbreitete Weg (86 Prozent) um den Artikel zuerst zu lesen und dann abzuheften; und fast ein Viertel aller Teilnehmer würden die gedruckte Version eines Journals nicht komplett aufgeben. Der Hauptgrund für diese Skepsis gegenüber der digitalen Version ist die einfache Handhabung der gedruckten Version ohne technische Unterstützung sowohl während des Lesen als auch die (immer noch problematische) langfristige Erhaltung.

Die elektronischen Artikel wiederum werden von ca. 40 Prozent bevorzugt. Diese schätzen die Verfügbarkeit über Bibliotheksöffnungszeiten hinaus als den größten Vorteil, dicht gefolgt vom komfortablen Zugang von ihrem eigenen Computerarbeitsplatz. Dort werden viele der Teilnehmer mit interessanten wissenschaftlichen Neuigkeiten von Kollegen (71 Prozent) und durch Nutzung des Fernleihservices (78 Prozent) versorgt. Eine Gruppe (45 Prozent), vor allem bestehend aus Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden, kontaktiert den Autor eines Artikels direkt um eine Kopie zu erhalten, was einige persönliche Kontakte innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft erfordert und deshalb nicht immer nützlich für z.B. Studenten ist. Pay-per-Use oder andere Methoden einschließlich individueller Gebühren werden kaum von den Biologen genutzt.

Als einen Effekt der heutzutage weitverbreiteten digitalen wissenschaftlichen Information geben viele Teilnehmer (75 Prozent) zunehmendes Wissen besonders in ihrem eigenen spezifischen Feld an, während es in anderen Bereichen oder Disziplinen weitestgehend unverändert bleibt. Eine weitere große Gruppe (51 Prozent) stellt ebenfalls fest dass das Angebot von wissenschaftlichen Informationen sich generell seit dem Erscheinen von elektronischen Journalen verbessert hat, auch wenn immer noch nicht alle nötigen Journale für die Wissenschaftler verfügbar sind. Kostenlose elektronische Journale werden von 55 Prozent als wichtige Zusätze zu den hochgeschätzten Journalen geschätzt, aber sie werden diese in der nahen Zukunft nicht ersetzen.

Nach den Daten dieser Umfrage, die nur eine geringe Einsicht in die tägliche Routine von Endnutzern von elektronischen Journalen erlaubte, haben die Biologen an der FAU bewiesen dass sie sehr beschäftigte aber auch kritische Konsumenten digitaler Informationen sind. In Zukunft werden das Wachstum und die Veränderungen ihrer informatorischen Kompetenz als eine Folge der immer noch anhaltenden Entwicklungen in wissenschaftlichen Publikationen ein interessantes Forschungsobjekt bleiben. Aus diesem Grund besitzt diese Arbeit einen detaillierten Anhang mit allen Tabellen, Diagrammen und dem ursprünglichen Fragebogen, um hoffentlich als ein nützlicher Datenbestand für weitere Untersuchungen zu dienen.

Abstract in English

The fast spread of the Internet over the last few years has also had an important influence on the search for very specific scientific literature, especially in the fields of science, technology, and medicine (abb. “STM”). Thus, biologists can now accelerate their search for literature with the help of electronic pendants to printed scientific journals which offer easy access to nearly all necessary articles or reports on the one hand, and large bibliographic databases, which allow an Internet-based cross search into several publications, on the other hand. Although in theory the availability of information is as good as never before, the actual use is often restricted by the exclusivity of digital information according to their high costs and the still urging problems of long-term preservation.

Therefore, this work focuses on the everyday usage of eJournals and databases by so called “end-users”, i.e. professors, scientific collaborators, and doctoral candidates, their processing of the digital information, and their opinion on further developments in this field. All declarations are based on data from a survey among the members of the biological faculty at the Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nuremberg (short “FAU”) which took place during two weeks in the winter term 2001 / 2002. With 117 answers out of the total of 261 possible candidates the inquiry was quite successful, especially with the return of 72 per cent among the group of the professors and 70 per cent among the doctoral candidates. Concerning  the institutes, the two botany professorships had the largest feedback with 60 per cent, closely followed by the institute of microbiology with 55 per cent. Thus these two institutes are the most likely to be compared with each other. Due to the large number of doctoral candidates with a total of 52 persons, the average age of the participants was under 40 years old.

This fact becomes even more obvious by looking at the figures of the frequency of usage. The great majority (58 per cent) uses a digital journal regularly, at least daily, or once a week whereas only a very small minority (3 per cent) read an electronic article less often than once a month or even not at all. Most of the time, eJournals are accessed via the PC at ones own working place (59 per cent) which are all connected to the network of the university and therefore included in university-wide licences for databases and eJournals by the central library. Normally without all these advantages the home PC is no suitable alternative and, therefore, only 6 per cent of the participants use it regularly for searching. Surprisingly, the computer in the library (naturally connected to all licensed digital journals, even those which are not university-wide available) are the most unlikely to be used.

 

 

According to the survey, the “Elektronische Zeitschriftenbibliothek” (German for „electronic journals library“, short “EZB”) of the Universitätsbibliothek Regensburg (university library of Regensburg) is the biologists’ main portal to access electronic journals. This project started in Regensburg / Bavaria in 1997 offering a structured and standardised access to the licensed journals for its library users and has soon become a European-wide institution with participants from Austria, Switzerland and the Czech Republic. Due to its database, the electronic library is not only connected with the journals’ homepages but also stores information about the status of full text accessibility of its different members, e.g. the library of the FAU. It is planned for the near future to allow article search through all available journal titles which was announced in the survey and sounded a good idea to the majority of the biologist (65 per cent), who would then use the EZB even more often.

Asked about their experiences with databases and electronic journals most of the biologists admitted to having gained them mostly by “trial and error” (80 per cent) and with the help of colleagues (70 per cent), whereas special courses offered by the library or by the provider of a database are hardly attended. This, from a librarian’s point of view, slightly amateurish relationship towards the digital information might explain the fact that a majority estimates the well known medical database MEDLINE (60 per cent) and its pendant PUBMED (67 per cent) even more important than the biological one BIOSIS (21 per cent) which an impressive number (28 per cent) even do not know. This might also be influenced by the dominance of the microbiologists in this survey as their subjects are getting closer and closer towards modern medicine.

The articles themselves are processed intensively by the biologists as they usually ticked more than three of the given possibilities as there were for example “sending by email”, “add to a private database” or “save on the computer”. Nevertheless, the printout is still the most common way (86 per cent) to first read and then store an article; and nearly a quarter of the participants would not give up the printed version of a journal entirely. The main reason for this scepticism towards the digital version is the easy handling of the printed copy without technical support both during reading and (the still problematic!) long-term preservation.

The electronic articles, however, are preferred by nearly 40 per cent. Those estimate the availability beyond any library opening hours as the greatest advantage, closely followed by the comfortable access via their own computer working place. There, many of the participants are supplied with interesting scientific news by colleagues (71 per cent) and by using the interlibrary loan service (78 per cent). One group (45 per cent), mainly compound of professors, scientific collaborators, and doctoral candidates, contacts the author of an article directly to receive a copy what requires some personal contacts within the scientific society and is therefore not always suitable e.g. for students. Pay-per-use or other methods including individual charges are hardly used by the biologists.

As an effect of the nowadays widespread digital scientific information many participants (75 per cent) declare an increasing knowledge especially in their own specific field of research whereas in other fields and disciplines it stays very much the same. Another large group (51 per cent) also states that the supply with scientific information in general has ameliorated since the appearance of electronic journals even if still not all necessary journals are available for the scientists. Free electronic journals are estimated by 55 per cent as an important addition to the highly reputed journals but they will not replace them in the near future.

Due to the data of this survey which allowed only a small insight into the daily routine of end-users of electronic journals, the biologists at the FAU have proved to be very busy but also critical consumers of digital information. In the future, the growth and changes of their informational competence as a result of the still ongoing developments in scientific publication will stay an interesting object for research. Therefore, this work is equipped with a detailed appendix containing all tables, diagrams, and the original questionnaire to hopefully serve as a useful data pool for further investigations.

Digitalisierungstechniken und ihr Einsatz für buchwissenschaftliche Forschung, insbesondere für die analytische Druckforschung

Band I

Starnes, Susanne

Digitalisierungstechniken und ihr Einsatz für buchwissenschaftliche Forschung, insbesondere für die analytische Druckforschung

2003, 128 S., ISBN 3-9808858-0-1
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Abstract auf Deutsch

Diese These stellt die Frage auf welche Arten traditionelle buchhistorische Forschung durch Digitalisierung und Computeranalyse unterstützt werden kann. Nicht nur Möglichkeiten zur Unterstützung werden untersucht. Das entscheidende Anliegen ist ob gänzlich neue Forschungsmethoden sich aufgrund neuen Potenzials weiterentwickeln. Wie können moderne Methoden der Online-Speicherung, digitalen Reproduktion und Computeranalyse für die Untersuchung mittelalterlicher Manuskripte oder frühem gedruckten Material eingesetzt werden?

Der theoretische Teil konzentriert sich auf eine spezifische Methode der buchhistorischen Forschung – analytische Bibliographie. Diese Methode wird im Detail diskutiert: Es wird gezeigt wie sie einerseits in der beschreibenden Bibliographie der Inkunabeln und andererseits in der philologischen Studie literarischer Texte des Elisabethanischen Zeitalters ihren Ursprung fand. Das Hauptprinzip der analytischen Bibliographie ist, dass gedruckte Materialien den Hauptteil der Hauptbelege stellen wenn man versucht Informationen über Produktionsbedingungen und -prozesse zu sammeln. Indem die gedruckten Seiten sorgfältig ausgewertet werden, indem man jede  - absichtliche oder unabsichtliche – Spur welche von der Druckpresse hinterlassen wurde einbezieht, kann auf Details geschlossen werden welche nicht von sekundären Dokumenten enthüllt werden. Diese Beweise zu untersuchen kann dabei helfen technische und chronologische Fragen über den Druckvorgang zu beantworten und kann auch weiteren inhaltlichen Studien helfen. Für Letzteres wurde der Begriff „inhaltliche Bibliographie“ eingeführt, während rein „analytische Bibliographie“ sich nicht mit inhaltlichen Problemen beschäftigt.

Nachdem der Unterschied zwischen inhaltlicher und analytischer Bibliographie näher erläutert wurde, erklärt die Arbeit verschiedene Fachbegriffe: Edition, Eindruck, Ausgabe, Zustand. Cancellans, Cancellandum, Technik, Prozedur, Praxis, Vorkommen – und stützt sich dabei vor allem auf Definitionen von Lotte Hellinga und Martin Boghardt. Der theoretische Teil schließt ab mit einer umfangreichen Diskussion von Vorgehensweisen (basierend auf der Arbeit von Martin Boghardt und Chrisoph Reske) der analytischen Bibliographie. Beispiele, welche vor allem der Studie der Gutenberg-Drucke entnommen wurden, veranschaulichen diesen Teil. Schließlich werden technische Hilfsmittel für diese historische Forschungsmethode präsentiert. Der Hinman Collator (Überprüfer) und seine Nachfolger, sowie zwei verschiedene Versionen von Fotomontage, von denen eine bereits digitale Fotographie und Computermanipulation nutzt, werden unter Rücksichtnahme auf ihre entscheidenden Vorteile und Nachteile beschrieben.

Der zweite Teil dieser These beschäftigt sich zuerst mit verschiedenen Technologien der Digitalisierung und konzentriert sich dabei auf Aspekte welche besonders für mittelalterliche Manuskripte und frühe Drucke von Bedeutung sind, wobei das zentrale Problem ist, wie man eine perfekte Repräsentation der Details ermöglicht und – gleichzeitig – die Erhaltung des Materials garantiert. Basierend auf technischen Fakten und auf den Erfahrungen des Digitalisierungsprojekts werden Kriterien für die Auswahl der Scan- und Verarbeitungsmodi entwickelt und Regeln für Vergleiche werden aufgestellt. Nach diesen vorbereitenden technischen Überlegungen werden drei wichtige Forschungsprojekte welche Digitalisierung auf verschiedene Weise nutzen vorgestellt und ausgewertet.

Das erste, CEEC (Codices Electronici Ecclesia Coloniensis) beschäftigt sich nicht mit analytischer Bibliographie sondern mit der Dokumentation und Erforschung einer sehr großen Sammlung an Manuskripten. Ein System digitaler Katalogisierung wird vorgestellt, welches Forschern aus aller Welt nicht nur die Möglichkeit bietet die angebotenen Informationen zu nutzen, sondern auch ihre eigenen Ergebnisse beizutragen. Digitale Repräsentationen von – bisher – 65.000 Manuskriptseiten der Kölner Sammlungen sind in verschiedenen Auflösungen von bis zu 4.491 x 3.480 Pixeln ausgestellt. Zudem werden paläographische Werkzeuge entwickelt, welche traditionelle Methoden der Manuskriptanalyse in digitale Methoden übersetzen.

Das zweite Projekt das besprochen wird ist die japanische HUMI (Humanities Media Interface) Initiative, deren weites Ziel es ist eine digitale Forschungsumgebung aufzubauen. Ein Streben der HUMI ist es alle verbleibenden Gutenbergbibeln (B 42) zu digitalisieren und mehr über den Setzkasten und andere Produktionsumstände mithilfe von Computeranalyse herauszufinden. Bisher wurden sechs Ausgaben der B 42 digitalisiert und teilweise im Internet zugänglich gemacht. Forschungen wurden mit den Methoden der statischen und dynamischen Überlagerung und des zeilenweisen Vergleichs durchgeführt, vereinfacht gesagt mit digitalen Versionen kollationierender Maschinen.

Das verbleibende Projekt ist das von Paul Needham und Blaise Agüera y Arcas, zweier Princeton-Forscher deren Arbeit auf der Digitalisierung und Computeranalyse mehrerer Drucke basiert, von denen einer die Kalixtische Bulle ist. Ihre Forschung ist wahrscheinlich die anspruchsvollste im Bezug auf Digitalisierung und computer-gestützter, mathematischer Untersuchung. Ihre Ergebnisse nutzend warfen die beiden Forscher Fragen über einige grundlegende Annahmen der Gutenbergischen Historiographie auf und verursachten so einen großen Aufruhr in der Forschungsgemeinde. Bisher gab es noch keine weitreichende Publikation von Needham und Arcas, was Platz schafft für Skepsis und Kritik. Die Auswertung welche in der These angeboten wird basiert auf unveröffentlichten Artikeln einer der Forscher und erklärt ihr Vorgehen teilweise, konzentriert sich aber auf das Zeigen von Perspektiven und Problemen welche ihre – möglicherweise bahnbrechende – Forschung stellt.

Die Zusammenfassung vergleicht diese drei Projekte und unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Digitalisierungszielen: das Material großflächig verfügbar zu machen, neue Grundlagen für internationale Diskussion zu bieten, traditionelle Forschungsmethoden in ein neues Medium zu übertragen oder komplett neue Methoden, welche nach traditionelle Möglichkeiten undenkbar sind, anzubieten. Es wird demonstriert dass es ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Nutzung der Digitalisierung und/oder Computeranalyse gibt um – zumindest – die Erforschung von historischen Manuskripten und Drucken zu stimulieren und erleichtern, aber dafür muss man auf weitere Vorstöße warten um zu beurteilen ob komplett neue Forschungsformen, welche digitale Technologien kompatibel mit der Studie historischer Materialien macht, ohne sie zu dekontextualisieren, entwickelt werden.

Abstract in English

The thesis poses the question in which ways traditional book-historical research can be supported by digitisation and computational analysis. Not merely possibilities of support are explored. The crucial matter is whether completely new methods of research are evolving due to new potentials. How can modern methods of electronic storage, digital reproduction and computational analysis be employed for the investigation of medieval manuscripts or early printed material? 

The theoretical part focuses on one specific method of book-historical research – analytical bibliography. This method is discussed in detail: It is shown how it originated in the descriptive bibliography of incunabula on the one hand and in the philological study of literary texts of the Elizabethan era on the other hand. The main principle of analytical bibliography is, that printed material supplies the body of primary evidence when trying to gather information about the production circumstances and process. By evaluating the printed pages carefully, by taking into account every– intended and accidental – trace the printing press left, details can be inferred, that are not revealed by any secondary documents. Studying this evidence can help solve technical and chronological questions about the printing process and can also further textual studies. For this latter use the term “textual bibliography” has been established, while pure “analytical bibliography” is not concerned with textual problems.

After laying out more clearly the distinction between textual and analytical bibliography, the thesis explains several specific terms: edition, impression, issue, state, cancellans, cancellandum, technique, procedure, practice, incidence – relying primarily on definitions by Lotte Hellinga and Martin Boghardt. The theoretical part concludes with an extensive discussion of procedures (based on the work of Martin Boghardt and Chrisoph Reske) of analytical bibliography. Examples, taken mainly from the study of Gutenberg-prints, illustrate this part. Finally, technical aids for this historical research method are presented. The Hinman Collator and its successors, as well as two different versions of composite imaging, one of them already making use of digital photography and computational manipulation, are described, focusing on their key advantages and disadvantages.

The second part of the thesis initially deals with different digitisation technologies, concentrating on aspects which are of importance specifically for medieval manuscripts and early prints, the central problem being how to enable perfect representation of details and - at the same time – guarantee the preservation of the material. Based on technical facts and on the experience of digitisation projects, criteria is developed for choosing the modes of scanning and processing and benchmarking rules are established. Following these preliminary technical considerations, three important research projects using digitisation in different ways are presented and evaluated.

The first, CEEC (Codices Electronici Ecclesia Coloniensis) is not concerned with analytical bibliography, but with the documentation of and research on one large manuscript collection. A system of digital cataloguing is presented, offering the possibility for researchers from all over the world not only to use the supplied information, but also to contribute their own results. Digital representations of – so far – 65.000 pages of manuscripts of the Cologne collections are exhibited in different resolutions, up to 4.491 x 3.480 pixel. Furthermore, paleographical tools were developed, translating traditional methods of analysing manuscript hands into digital methods.

The second project, which is discussed, is the Japanese initaive HUMI (Humanities Media Interface), whose broad aim it is to build up a digital research environment. One of the ambitions of HUMI is to digitise all remaining Gutenberg-Bibles (B 42) and to find out more about the typecase and other production circumstances with the help of computational analyses. So far, six copies of the B 42 have been digitized and partially made available via internet. Research has been done using methods of static and dynamic superimposition and line-by-line comparison, broadly speaking digital versions of collating machines.

The remaining project is that of Paul Needham and Blaise Agüera y Arcas, two Princeton researchers whose work is based on the digitisation and computational analysis of several prints, one of them the Calixtus Bulla. Their research is probably the most sophisticated in terms of digitisation and computer-supported, mathematical examination. Using their results, the two researchers have raised questions about some basic assumptions of the Gutenberg historiography and thereby caused a tremendous stir in the research community. So far no extensive publication has been brought forth by Needham and Arcas, making room for scepticism and criticism. The evaluation offered in the thesis is based on an unpublished article by one of the researchers and partially explains their method, but centers on showing perspectives and problems their – possibly groundbreaking – research poses.

The summary compares these three projects, differentiating between several digitisation aims: to make material widely available, to offer new grounds for international discussion, to transfer traditional modes of research to the new medium or to offer completely new methods, unthinkable by traditional means. It is demonstrated that there is a wide range of possibilities of using digitisiation and/or computational analysis to – at the least – stimulate and facilitate research on historical t manuscripts and prints, but that one must wait for further advances to judge, whether a wholly new form of research, which makes digital technology compatible with the study of historical material without decontextualizing it, will be developed.